San Francisco – Oktober 2010

San Francisco 17.10. – 29.10.2010
Nach 84 Tagen Warten war es nun endlich so weit. Am 17.10. bin ich schon 3 Uhr Nachts wach gewesen, um 4 Uhr musste ich erst aufstehen. Mein Flug ging morgens um 7, so dass ich schon halb 6 am Flughafen Hannover sein musste. Alle Flüge waren pünktlich und ich war 13:15 Uhr Ortszeit in San Francisco. Da ich es kaum erwarten konnte Bastian zu sehen, hab ich mich beeilt, bin fast gerannt, damit ich ja die erste am Customer-Schalter war. Hätte funktioniert, wenn nicht 10 Minuten früher eine Maschine aus Paris gekommen wäre. Nach 15 Minuten war ich dran, ging recht flott, musste nur komische Fragen beantworten, die mehr um Bastian gingen als um mich. Was Bastian in Palo Alto macht, wie lange er dort ist, ob er wieder Heim fliegt usw. Meine Tasche kam auch recht schnell, so dass ich 14 Uhr bei Bastian im Auto saß. Hurra! Ich hab den Flug über nicht geschlafen, aber ich war so aufgeregt und voller Freude, dass ich erst abends richtig müde wurde. Bastians Nachbarin Hillary hatte für mich einen Mud Pie gebacken und wir waren bei Starbucks Kaffee holen, so dass wir in seiner Wohnung Kaffee und Kuchen hatten. 🙂 Da meine Schuhe kaputt waren, sind wir in die Valley Fair Mall gefahren, in der ich mir Schuhe kaufen konnte. Abends hat Bastian uns Salat von Pluto’s geholt. Nachdem ich beim Scrabble ein paar Mal eingenickt bin, bin ich 20 Uhr eingeschlafen. Das durfte ich auch, da ich mittlerweile 26h wach war. Bis auf einmal Aufwachen wegen Toilette hab ich bis 5 Uhr durch geschlafen. 😀
Für Montag hatten wir Tickets für Alcatraz. So dass wir nach dem Frühstück nach San Francisco gefahren sind. Am Pier 39 haben wir den Seelöwen ‚Hallo‘ gesagt und haben einen Kaffee gekauft. 11:30 Uhr ging es dann bei strahlend blauem Himmel mit dem Schiff zum National Park Alcatraz. Schon allein wegen der schönen Insel und dem tollen Ausblick auf San Francisco und der Golden Gate Bridge lohnten sich die $26 p.P.. Nachdem wir zum eigentlichen Gefängnis gelaufen sind, haben wir die Sonne und den Ausblick genossen. Im Gefängnistrackt gab es eine Audiotour, die wir machten. Sie erzählten uns was über das Gefängnis, über die Zellen und auch Geschichten über Insassen. Es gab drei Insassen, denen eine Flucht gelungen war und bis heute nicht gefasst wurden. Allerdings ist nicht bekannt, ob sie nicht vielleicht doch ertrunken sind. Ich fände es cool, wenn sie es geschafft hätten und ein schönes Leben hatten, wo auch immer sie sind. Wir werden es nie erfahren.
Nachmittags wollten wir eigentlich ins Jejune Institute eine besondere Stadtführung machen, aber montags hatten die leider geschlossen. Also sind wir nur so ein bisschen durch Downtown gelaufen und mit Plattfüßen gegen 17 Uhr am Auto wieder angekommen. Abends aßen wir einen Bouritto von Chipotle. Leider kam die Müdigkeit des Jetlags doch wieder zum Vorschein, so dass ich gegen 21 Uhr tot müde ins Bett gefallen bin.
Bastian hatte vor meiner Ankunft genau geplant, was wir an welchem Tag machen und für Dienstag stand auf dem Plan, dass wir Sea Kayaking machen. Wir fuhren Richtung Santa Cruz. Bis 10 Minuten vor Ankunft hatten wir Sonnenschein und strahlend blauen Himmel und dann zog Nebel auf, der auch nicht wieder weggehen wollte. Bei leider nicht so sommerlichen Temperaturen liehen wir uns ein Zweierkayak aus und paddelten in den Elkhorn Slough. Umgeben von hunderten Seeottern, Seelöwen und -hunden paddelten wir 2-3 Stunden. Da es recht frisch war, konnten wir auf dem Rückweg des Paddelns wenig Stopps machen, da die Strömung und der Wind gegen uns arbeiteten. Nach Abgabe der Kayaks und Lunchen von Sandwichen von Safeway machten wir uns auf Heimweg, da wir noch Käsespätzle für’s Grillen machen mussten. Abends waren wir bei Byran und Hillary (Bastians Unternachbarn) zum Grillen eingeladen. Dort hab ich auch Beau und Kevin zwei weitere Nachbarn kennengelernt. Bei Burger mit Käsepätzle wurde viel erzählt, so dass wir einen schönen Abend hatten.
Jeden dritten Mittwoch im Monat ist im Science Museum in San Francisco für jeden freier Eintritt. Das galt auch für den 20.10.. Es gab auch keine große Schlange, so dass wir gleich rein gehen konnten. Es war ein biologisch-geologisches Science Museum, in dem es Pinguine, Fische und ein Albino-Alligator gab. Im tropischen Regenwald wurden wir von Schmetterlingen und Vögeln begrüßt und im Planetarium haben wir was über die Entstehung von Sternen und Planeten gelernt. Nach 3 Stunden Science Museum hatten wir so viel Wissensinput und sehr viele Kinder um uns, so dass wir das Museum verließen und uns im Golden Gate Park auf eine Bank setzten und einen Salat aßen. Da das Jejune Institute Montag geschlossen hatten, holten wir das nachmittags nach. Da ich hier an dieser Stelle nichts verraten will, sag ich nur eins dazu: Wer mehrere Tage Zeit hat, um sich San Francisco anzugucken, knobeln und Überraschungen mag und eine nicht ganz normale Führung machen will, sollte in der 580 California St nach dem Jejunge Institute fragen. Der Abend endete mit einem Eis von Coldstone –  sehr yummy!
Da Bastian Donnerstag und Freitag arbeiten musste, hab ich mich alleine beschäftigt. Donnerstag Vormittag hab ich mir den Stanford Campus angeschaut. Hab mir das Chemie Gebäude angeschaut, war im Science Viertel unterwegs, war auf dem Hoover Tower mit Ausblick über den ganzen Campus. Nach 3,5 Stunden auf dem Campus, auf dem man sehr aufpassen muss, nicht von Fahrradfahrern überfahren zu werden, hat mich der Hunger zu Pluto’s getrieben. Anschließend bin ich zu Stanford Shopping Mall gefahren und habe mich dort umgeschaut und im Starbucks gesessen. Gegen 16 Uhr habe ich Bastian von der Arbeit abgeholt und wir sind nochmals zur Stanford Shopping Mall gefahren, um ein bisschen Geld auszugeben. Eigentlich wollten wir noch ins Kino gehen, aber wir haben zu lange im Peninsula Diner Burger und Apple Pie gegessen, dass wir das nicht mehr geschafft haben. Freitag war ich froh, dass ich am Tag vorher in Stanford war, da es regnerisch und kühl war und Donnerstag schöner Sonnenschein war. Ich brachte Bastian zur Arbeit, habe danach Wäsche gewaschen und bin mittags in eine Mall gefahren, in der ich durch die Läden bummelte, hier und dort was kaufte. Gegen 14 Uhr wurde mir das zu langweilig und ich fuhr zurück nach Palo Alto und trank Kaffee im Starbucks. Da Bastian länger arbeiten musste, habe ich dann zu Hause gelesen und gegen 18 Uhr bin ich ihn abholen gefahren. Das Kino wurde auf diesen Abend verschoben, aber leider haben wir nicht damit gerechnet, dass Wallstreet II schon nicht mehr in den Kinos läuft und Donnerstag der letzte Tag war. Etwas betrübt sind wir dann wieder in sein Apartment gefahren und haben dort ‚Cache me if you can‘ auf DVD geschaut. Sehr guter Film, kann ich nur empfehlen.
Gleich nach dem ich meinen Flug im August gebucht hatte, hatten wir auch ein paar Nächte im Yosemite Bug Hostel gebucht, wo wir auch schon vor zweieinhalb Jahren nächtigten. Samstag Morgen machten wir uns auf in den Yosemite Park mit einem Abstecher beim ‚The North Face‘  Outlet, in dem sich Bastian zwei Jacken kaufte. Für mich gab es nur Wandersocken. Eigentlich wollten wir am nächsten Tag den Tioga Pass zum Monolake auf der anderen Seite des Yosemite Park fahren, aber wir wurden schon fast 100 miles vor Yosemite Park darauf hingewiesen, dass dieser Pass geschlossen ist. Also mussten wir umplanen. Neuer Plan: auf den Glacier Point fahren und runter wandern. Tja dieser Plan sollte am nächsten Tag nicht eintreten, da es morgens bis abends regnete. Nach Rumlaufen im Yosemite Valley waren wir schon mal richtig nass und seit Schottland sind wir dagegen ein bisschen allergisch (siehe Schottland 2009). Wir sind dann mit dem Auto auf den Galcier Point gefahren und wollten erstmal nicht aussteigen, weil es so nass war. Am Aussichtspunkt war nicht viel zu sehen, weil das Valley voller Wolken war und der Half Dome auch umhüllt war. Etwas traurig sind wir wieder ins Hostel gefahren. Apropos Hostel: Ich hab noch gar nichts darüber geschrieben, was wir für ein tolles Zimmer hatten. Da dies unser einziger Urlaub war dieses Jahr, haben wir uns ein Private Room mit eigenem Bad geleistet (200€ drei Nächte zwei Personen). Im Internet gab es Photos von dem Zimmer und wir wollten unbedingt so eins. Es war in grün gehalten, mit jagdlichen Pferdebildern, Reitgerte und Helm an der Wand. Man fühlte sich wie in einem alten Burgzimmer. Das war toll! Der Wetterbericht für den nächsten Tag war viel besser: Sonne und blauer Himmel, wenig Regenchance. Der Plan: Hetch Hetchy Reservoir im Norden vom Yosemite Park. Schon der Weg dahin hat sich sehr gelohnt, aber als wir dann da waren, konnte man sich gar nicht richtig satt sehen. Es handelte sich dabei um einen Stausee, der für die Wasserversorgung von San Francisco dient. Auf dem O’Shaughnessy Dam hatten wir einen Ausblick auf zwei Wasserfälle – Postkarten Bild. Am See führte ein Trail zum Wapama Wasserfall und zu den Rancheria Falls, welche heute unser Ziel sein sollte. Leider kamen wir nur zum Tueeulala (gesprochen: Twii-laa-la) Wasserfall, da der Regen am Vortag die Wasserfälle so gefüllt hatte, dass man durch sie gehen musste, um den Trail weiter zu gehen und das war uns dann ein bisschen zu gefährlich. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen Bären gesehen, der gerade mal 15 m von uns entfernt nach Essen suchte. Der lies sich gar nicht von uns stören und  interessierte sich eigentlich auch gar nicht für uns. Den Rückweg nahmen wir entspannt. Wir genossen die Sonne, aßen lunch, genossen nochmal die Sonne, alberten rum und gingen langsam zurück zum Auto. Den Bären haben wir allerdings nicht nochmal gesehen. Die Wettervorhersage für den nächsten Tag war auch sehr gut, so dass wir um 6 aufstanden, damit wir halb 9 im Yosemite Park den Bus zum Glacier Point nehmen konnten. Bei dieser Bustour handelte es sich um eine Tour, wie ich sie aus Kindertagen kannte, als Papa auf Meetings war und wir drei (Franzi, Mama und ich) immer das Frau- und Kinderprogramm mit machten. Ich dachte, wir kämen nie oben bei Glacier Point an, da wir sehr sehr langsam fuhren und oft anhielten, damit die dicken alten Amerikaner Photos machen konnten. Die wenigstens wanderten runter. Nach Aussteigen aus dem Bus gingen wir gleich zum Trailhead des Panorama Weges, der ins Tal führte. Zwischenstopps waren die Illilouette Falls, die Nevada Falls, Mist Trail und die Vernal Falls. Wir hatten immer gehofft, dass wir doch noch einen Bären sehen, haben wir aber leider nicht. Stattdessen sahen wir viele Streifenhörnchen und Squirrels. Und einen ganz besonderen Baum, den ich hier erwähnen möchte: Jeffrey Pine. Wenn man an seinem Stamm riecht, riecht es nach Butter Scotch, was so riecht wie Karamell oder Vanille – lecker! Nach 15 km bergab laufen, war ich richtig kaputt. Von der Kondition war das Wandern kein Problem. Bastian nannte es ‚girly hike‘, aber nur bergab gehen, merkt man sehr in den Waden, Po und Knien. Gegen halb 4 waren wir wieder beim Auto und machten uns auf dem Heimweg.
Mittwoch war reserviert zum Shoppen. Bastian hatte mehrere Stunden Geduld mit mir. 😀
Donnerstag sind wir nach Monterey gefahren, wo wir uns das Bay Aquarium anschauten. Uns wurde dieses von mehreren empfohlen und ich kann es nun auch 100%ig weiter empfehlen. Etwas pricy mit einem Eintrittspreis von $30 p.P., aber den Fischen, Ottern und dem ‚Seegemüse‘ ging es richtig gut. Sehr eindrucksvoll zu sehen an der Dicke der Seeotter im Vergleich zu denen, die wir gesehen haben beim Sea Kayaking. 😀 Am tollsten für mich war, dass wir Rochen streicheln konnten. Bastian hat auch einen gefüttert. Das Bay Aquarium kann ich jedem nur empfehlen und unbedingt Fütterungszeiten anschauen. Denn das ist sehr beeindruckend, wie ein Taucher im Becken den Fischen, Haien, Rochen und co. Mittag gibt und sich dabei noch mit uns unterhält. Unser letzter Abend sollte mit einem Burger im Peninsula Diner enden.
Freitag haben wir nicht mehr viel gemacht, da nachmittags mein Flug zurück ging. Ein sehr entspannter schöner USA Aufenthalt mit vielen Eindrücken, der leider viel zu kurz war. Aber das war sicher nicht mein letzter Aufenthalt in den USA (ja das sag ich immer).

San Francisco 17.10. – 29.10.2010

Nach 84 Tagen Warten war es nun endlich so weit. Am 17.10. bin ich schon 3 Uhr Nachts wach gewesen, um 4 Uhr musste ich erst aufstehen. Ich musste Lisa natürlich nicht 14 Tage in der Tiefkühltruhe verstauen und ich bin auch nicht wie aus Zauberhand zum Flughafen gekommen, denn dank meiner Eltern wurde mir das ermöglicht. 😀 Mein Flug ging morgens um 7, so dass ich schon halb 6 am Flughafen Hannover sein musste. Alle Flüge waren pünktlich und ich war 13:15 Uhr Ortszeit in San Francisco. Da ich es kaum erwarten konnte Bastian zu sehen, hab ich mich beeilt, bin fast gerannt, damit ich ja die erste am Customer-Schalter war. Hätte funktioniert, wenn nicht 10 Minuten früher eine Maschine aus Paris gekommen wäre. Nach 15 Minuten war ich dran, ging recht flott, musste nur komische Fragen beantworten, die mehr um Bastian gingen als um mich. Was Bastian in Palo Alto macht, wie lange er dort ist, ob er wieder Heim fliegt usw. Meine Tasche kam auch recht schnell, so dass ich 14 Uhr bei Bastian im Auto saß. Hurra! Ich hab den Flug über nicht geschlafen, aber ich war so aufgeregt und voller Freude, dass ich erst abends richtig müde wurde. Bastians Nachbarin Hillary hatte für mich einen Mud Pie gebacken und wir waren bei Starbucks Kaffee holen, so dass wir in seiner Wohnung Kaffee und Kuchen hatten. 🙂 Da meine Schuhe kaputt waren, sind wir in die Valley Fair Mall gefahren, in der ich mir Schuhe kaufen konnte. Abends hat Bastian uns Salat von Pluto’s geholt. Nachdem ich beim Scrabble ein paar Mal eingenickt bin, bin ich 20 Uhr eingeschlafen. Das durfte ich auch, da ich mittlerweile 26h wach war. Bis auf einmal Aufwachen wegen Toilette hab ich bis 5 Uhr durch geschlafen. 😀

Aussicht aus dem Flugzeug über Kanada
Aussicht aus dem Flugzeug über Kanada

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