Pfingsten im Allgäu

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Nach dem wir Samstag Morgen unsere Sachen gepackt haben, machten wir uns auf in Richtung Allgäu. Mittags kamen wir in Tannheim an, von wo wir eine Runde um den Vilsalpsee machten, um für die nächsten zwei Tage warm zu werden. Der Tag am Vilsalpsee war sehr schön und sehr idyllisch. Es war strahlend blauer Himmel und es gab einen strahlend blauen See, der zwischen den grünen Bergen lag. Über Schneeflächen, Steine und durch Tannen wanderten wir noch bis zu einem Wasserfall, wo wir die Sonne auf einem Stein genossen. Nach 4 Stunden in der Sonne gingen wir zurück zum Auto. Die Nacht verbrachten wir im Pfrontener Hof, welcher sehr gut gelegen war, weil das der Anfangs- und der Endpunkt unserer zwei Tages Wanderung war.
Unsere Tour begann mit eine Fahrt morgens um 9 Uhr mit der Breitenbergbahn, um schon mal 600 Hm zu schaffen. Oben angekommen, ging es dann Richtung Aggenstein. Es handelte sich dabei um einen einstündigen Aufstieg auf 1955 m. Das letzte Stück passte Lisa auf unsere Rucksäcke auf, während wir einen sehr sehr leichten Kletterstieg zum Gipfelkreuz machten. Nach einer kurzen Verschnauf-  und Photopause folgte der 15-minütige Abstieg zur Bad Kissinger Hütte, wo wir uns mit Getränken stärkten. Dort entschieden wir – da es erst 11 Uhr war – , dass wir einen weiteren Gipfel erklimmen wollen. So dass unsere Strecke einen Stichweg hoch zum Brentenjoch (2000 m) machte. Es war ein langer Aufstieg, der durch eine herrliche Aussicht belohnt wurde. Lisa, Bastian und ich verschnauften am Gipfelkreuz mit Keksen und Wasser. Über die Sonnenalm am Füssener Jöchle (hier gab es: Hauswurst für Bastian und Leberknödelsuppe für mich) ging es über Schneefelder vorbei an blauen Enzianblüten durch Wälder zur Füssener Hütte, wo wir die Nacht verbrachten. Bei der Füssener Hütte wurden wir sehr freundlichen von den Hüttenwirten willkommen geheißen. Vorallem der sechsjahre alte Gideon (Sohn des Hüttenwirts) war sehr verliebt in Lisa und hat sie bespaßt mit Stöckchen werfen und kraulen. Nach 14 km, Kässpatzen und Kaiserschmarrn sind wir abends nur noch ins Bett gefallen bzw. in unsere Hüttenschlafsäcke im Matratzenlager.
Der zweite Tag begann mit einem seichten Abstieg zur Musauer Alm. Hinter der Musauer Alm folgte eine 600 Hm Anstieg durch einen Wald und später über eine Alm zum Gehrener Joch. Eigentlich wollten wir auf die Gehrener Spitze allerdings stellten wir ziemlich schnell fest, dass das zu gefährlich mit Hund ist, so dass wir wieder umgedreht sind. Wir entschieden uns dann direkt nach Reutte ins Tal zu wandern. Auf unserem Rückweg hörten wir die ganze Zeit einen Kuckuck und sahen einen Wachmann der Murmeltiere, der laute Signaltöne von sich gab als Lisa auf ihn zu kam. Bei einer Hütte (wo uns beiden der Name entfallen ist, ist auch nicht sehr toll dort) gab es Apfelstrudel und Saftschorle als zweites Frühstück. Passend zur Ankunft bei dieser Hütte fing es ein wenig an zu tröpfeln. Das hielt uns nicht ab den langen Abstieg ins Tal fortzusetzen. Bei diesem Abstieg ins Tal kamen wir an Kühen vorbei nach Wängle. Dort machten wir uns beide frisch in einem Gasthof und Lisa klappten währenddessen ständig die Augen zu. In Reutte angekommen, stellten wir fest, dass der nächste Schienenbus erst 90 Minuten später fuhr. Diese Zeit überbrückten wir mit Döner-Mittag und relaxen im Park. Gegen halb 4 waren wir zurück in Pfronten und traten den Heimweg an.
Es war eine ganz tolle Tour mit vielen schönen Eindrücken. 🙂

Wandern in der Pfalz

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Schon lange planten wir mit Nora und Florian gemeinsam wandern zu gehen. Für das lange Wochenende des 1. Mai plante Bastian eine ca. 80 km-Tour durch den Pfälzer-Wald mit Übernachtungen auf sogenannten Trekking-Camp-Plätzen, auf denen Zelten für einen kleinen Preis im Wald erlaubt ist. Mit etwas Verspätung (weil wir Flo und Nora erst aus dem Bett klingeln mussten) begann unsere Tour in Leinsweiler an einem Kneippbecken. Unser erstes Ziel war die Ruine Madenburg, auf die wir stiegen und eine kurze Verschnaufpause einlegten, um die Aussicht über’s Land und über den Pfälzer Wald zu genießen. Es ging am Pfälzer Weinstieg entlang an Weinbergen, durch kleine süße Pfälzer Orte nach Bad Bergzabern. Es fühlte sich durch die Sonne und die kleinen idyllischen Orte schon richtig wie Urlaub an. In Bad Bergzabern stärkten wir uns für die letzten 5 km zum Schlafplatz mit Weinschorle (Nora und ich) und Radler (Bastian und Flo). Am nächsten Tag ging unsere Tour zunächst ohne Frühstück los, da wir etwas Wassermangel hatten. In Reisdorf (nach 5 km bergab) kamen wir zu einem Brunnen, an dem wir uns erfrischten und unsere Wasservorräte auffüllen konnten. Weiter ging es Richtung Lindelbrunnen, wo uns ein Biergarten erwartete. Nach Lindelbrunnen ging es weiter Richtung Wernersberg. Diese Strecke hatte wenig Höhenmeter, die zu überwinden waren, so dass wir recht flott unterwegs waren.  Leider fing es in Wernersberg an zu regnen, so dass wir am Schlafplatz unsere Zelte im Regen aufschlagen mussten. Während der Regenpause konnten  wir dann trotzdem am Lagerfeuer essen (gekocht wurde allerdings mit einem Kocher).
Der nächste Tag führte uns zunächst nach Annweiler, wo uns Florian und Nora verließen, da es Nora nicht so gut ging (das war sehr schade!!!). Nach Annweiler ging es stetig bergauf über eine Alm mit Kälbern und Kühen. Kurz vor Dernbach machten Bastian und ich unsere Mittagspause. Es folgte ein Weg über 3 km bergan zur Ruine Neu-Scharfeneck, wo wir den Ausblick über den Pfälzer Wald genossen. Auf dem Abstieg Richtung Modenbachertal (wo unsere Schlafmöglichkeit war) kamen wir an der Waldhütte Drei-Buchen vorbei, wo wir uns eine kleine Stärkung gönnten. Endlich kam Bastian zu seinem Handkäs‘ mit Musik. 🙂
In unseren letzten Nacht hat es gewittert, geblitzt, gedonnert und geregnet. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, aber es war irgendwie cool der Natur so nah zu sein. Da wir recht früh ins Bett sind, kann es gut möglich sein, dass sich das Gewitter noch vor Mitternacht ereignete, da wir gegen 7 Uhr aufwachten und recht fit waren. Gegen 9 Uhr ging es zurück nach Leinsweiler. Kurz vor Frankweiler kamen wir an einer Walddusche und einem Kneippbecken vorbei. Das Kneippbecken war sehr angenehm für unsere Füße und die Dusche erfrischte unsere Gesichter. Nach Frankweiler kamen wir durch die Ortschaften Siebldingen und Birkweiler vorbei. Dabei gingen wir größtenteils auf dem Weinwanderweg der deutschen Weinstraße. Die Sonne strahlte und wir bekamen wieder viel Sonne ab. Kurz vor Leinsweiler kamen wir am Kolbinger Haus vorbei, wo wir uns beide eine Weinschorle, Handkäs‘ mit Musik und zwei Würste mit Brot gönnten. Dieser kleiner Snack war ein gelungener Ausklang unserer Wanderung. Allerdings lagen noch 4 km vor uns zum Auto, so dass es fröhlich und vergnügt zurück zum Auto ging, wo wir noch drei Runden im Kneippbecken drehten.
Es war mal wieder viel zu schnell vorbei und wir hatten eine schöne Runde. Wirklich schade, dass Flo und Nora nur die Hälfte erlebt haben, aber wir hoffen auf eine Wiederholung. 🙂 Mir persönlich hat die Pfalz sehr gut gefallen. Auf der 85 km-Runde haben wir nur nette und sympathische Leute getroffen, so dass wir viel viel Spaß hatten.