Geburtstags-Ausflug nach Tettnang am Bodensee

Im April 2012 waren Bastian, Florian, Nora und ich auf der Slow-Food Messe. Während Bastian und Florian die meiste Zeit des ganzen Abends an einem Bierstand, an dem es Tettnanger Kronen-Bier gab, verbrachten, schauten Nora und ich uns auch die restlichen Stände an. Als die Messe schloss, nahmen wir zwei sehr lustige Männer wieder mit nach Hause. Seit dem redeten die beiden nur noch davon, dass sie unbedingt dieses Bier kaufen wollen. Leider, gibt es das aber nur in Tettnang.

Also hatten Nora und ich die Idee den beiden einen Ausflug nach Tettnang zu ihren 30. Geburtstagen zu schenken. Dazu organisierte Nora noch eine Brauerei-Tour des genannten Bieres. Am 20. Oktober war es dann auch so weit. Wir buchten eine Nacht im Gasthof Krone, zu dem auch die Brauerei gehörte. Um die Mittagszeit kamen wir in Tettnang an, stellten das Auto ab und machten eine kleine Wanderung auf dem Hopfenwanderweg zum Hopfenmuseum. Bei strahlend blauen Himmel und 20 °C kamen wir an Hopfen, Äpfeln und Birnen vorbei.

Am Hopfenmuseum nahmen wir eine Vesper zu uns. Gefühlt gab es für jeden ein Stück Limburger Käse, außer für Florian, der aß Maultaschen. Gut gestärkt schauten wir uns das Museum an, in dem wir lernten, dass Frauen zuerst Bier brauten. Männer, das habt ihr also uns zu verdanken. 🙂

Nachdem wir wieder in Tettnang waren, begann die Brauerei Tour. Und das war soo toll. Der Chef persönlich hat uns rumgeführt. Das schöne war, dass er sich noch erinnern konnte an die SlowFood Messe und an Bastian und Florian. 😀 Gleich geduzt kam uns die Führung vor wie eine Freundschaftsgeste. Als er dann noch feststellte, dass Nora und ich uns mit Biochemie auskannten, war das Eis endgültig gebrochen und es war locker und lustig.

Im Keller durften wir vom Bockbier vorm Filtrieren probieren. Sehr lecker! Den Abend verbrachten wir bei Bier und Essen im Gasthof Krone. Später am Abend kam er dann nochmal und ließ uns von seinem Experiment aus dem Keller probieren. Dieses Bier schmeckte wie Vitamalz ohne die Süße, sondern herber. Wirklich lecker. Nach dem wir alle Bier einmal durch hatten, gingen wir gegen 23 Uhr schlafen.

Am Morgen hatten wir sehr leckeres Frühstück und Bastian und Florian kauften je drei Kisten Bier. Fazit: Dieser Ausflug hat sich echt gelohnt.

Das hat so viel Spaß gemacht, dass ich mich schon auf das nächste Mal freue.





Weichen gestellt.

Der Titel des letzten Beitrags war „Next week will be interesting …“ und das war sie auch.

Am Dienstag vormittag stand der Besuch beim Notar in Calw zum Grundstückskauf an. Hier wurde der Kaufvertragstext verlesen und noch an einigen Stellen erläutert bzw. ergänzt. So war bspw. im Vertrag nicht strikt geklärt, ob ein Abwasserversorgungsschacht erreichbar sein muss. Ist er zum Glück nicht, so dass ein Carport / Garage potentiell gebaut werden kann.
Nach 2,5h Vertrag durchgehen und unterschreiben sind wir nun also stolze Besitzer von 735qm Calwer Grund. Hoffentlich liegt dort eine Goldader. Laut Kaufvertrag gehören eventuelle Bodenschätze nämlich uns 🙂
Weiterhin war die Dame vom Liegenschaftenamt so freundlich unsere Kontaktdaten an die Nachbarn weiterzuleiten, so dass wir mit diesen frühzeitig in Kontakt treten können.

Nach ein paar Stunden Büro-Arbei in Böblingen ging’s ab 19:00 dann in Fellbach bei Herrn Architekt im Musterhaus weiter. Die Pläne wurden uns ja bereits zuvor präsentiert, so dass wir gleich in Medias Res einsteigen konnten. Das Angebot wurde noch einmal final durchgegangen, revidiert, final festgelegt und die Entscheidung zwischen Knecht- und HUF-Keller festgelegt. Es wird ein Knecht-Keller werden. Für diesen sprach vor allem der günstigere Preis sowie eine aussenliegende Dämmung. „Nachteil“ ist jedoch, dass wir für die Abnahme der Leistungen von Knecht selbst verantwortlich sind. Ein Nachteil mit dem man Leben kann.
Wenn ich es richtig verstanden habe, wird unser Haus jedoch das erste dieser noch recht neuen Kooperation zwischen Knecht und HUF sein. Da beides renommierte Unternehmen sind, habe ich bislang jedoch kein Zweifel, dass hier drin ein Risiko ruht.

Gegen 22:00 waren dann alle offenen Punkte noch geklärt und unsere Unterschriften standen unter den Verträgen von HUF und Knecht. Mit dieser Unterschrift wechselte auch der goldene Schlüssel seinen Besitzer: Wir haben bereits jetzt den Schlüssel zu unserem Haus. Sehr cool.

Bei dem nachfolgenden Sekt besprachen wir natürlich noch die nun folgenden Schritte. Herr Architekt überschlug grob, dass im best case das Haus Ende April beziehbar stehen könnte. Da jedoch noch Unabwägbarkeiten wie Baugenehmigung, Tiefbau-Ausschreibung, Winter mit Frost, etc. mit hineinspielen, rechne ich noch besser nicht mit dem Termin aber würde natürlich diesen Termin begrüßen.

Für uns ist das nächste ToDo nun das Ausstattungsprotokoll: Zwei Tage in Hartenfels, bei dem alle wählbaren Optionen von A wie Aussenjalousien bis Z wie Zimmerteppich festgelegt werden. Wenn gewünscht kann in diesen zwei Tagen auch mit entsprechenden HUF Garten- Licht- und Einrichtungsgestaltern gesprochen werden. Ich bin gespannt, was für Ideen diese Kollegen haben, bin jedoch skeptisch, dass hier Ideen und Budget zueinander finden werden.

Parallel werden die Pläne in Hartenfels weiter detailliert, final auf Statik geprüft und das Baugesuch sowie die Tiefbau-Ausschreibung vorbereitet.

Zu guter Letzt habe ich dank Herrn Architekt nun auch die Haus-Bilder als PDF erhalten, anbei ein paar Impressionen der Pläne.

 

 

 

 

Next week will be interesting…

Lange gab es zum Thema Haus hier kein Update – Was aber nicht heißt dass es nicht vorangegangen ist. Allerdings waren die letzten Wochen vor allem gefüllt mit Geschäftsreisen und dem Erreichen von Meilensteinen, so dass es nicht in dem Tempo vorangegangen ist, wie es eigentlich hätte können. Neben diesen vorgeschobenen Gründen brauchten wir allerdings auch einfach etwas Zeit um den Gedanken „Haus Bauen“ reifen zu lassen.

Im letzten Artikel schrieb ich über die Drehung des Hauses auf dem Calwer Grundstück. Seitdem sind wir in zweierlei Fragen vorangekommen:

  • Finanzierung
  • Hausplanung

Zur Finanzierung:

Als wir die Unternehmung HUF Hausbau angingen war die einzige bekannte Größe der Kosten der Basispreis des Hauses + Kellers. Wie bei Autos kommen natürlich zum Basispreis immer noch die Sonderausstattungen wie schickere Böden, Bäder, Dachfenster, … aber immerhin lag der Basispreis vor.
Anhand diesen Basispreises haben wir gemeinsam mit Herrn HUF-Finanz gebastelt, bis wir ein Angebot, mit dem wir Grundstück, Haus, Keller, Tiefbau und den Nebenbeikram finanzieren konnten. Die Summen passten in unser Budget. Damit also gewappnet stießen wir die nächsten Planungsschritte an:

  • Erstellung eines Bodengutachtens
    Dank Bodengutachten wissen wir nun, dass es eine dünne Humusbodenschicht gibt, dann viel Lös und ab ca. 2m Fels. Fels hört sich nicht nur teuer an, das ist es voraussichtlich aus. Also noch mal 10T€ für Tiefbau einplanen.
  • Vermessung des Grundstücks
    Hier gab’s keine Überraschungen aber Dank der Vermessung kennen wir jetzt die Grundstücksgrenzen, Anschlüsse und Geländeprofil über N.N. auf den cm genau.

Mit diesen Informationen im Gepäck detaillierten wir mit Herrn Architekt die Pläne auf das entsprechende Niveau, dass die Skizzen nach Hartenfels ins HUF Werk gehen konnten. Hier werden die Architektenskizzen in konkrete CAD-Pläne überführt, die Statik berechnet, Energieverbrauch und bestimmt noch lauter Sachen gemacht von denen ich nichts weiß. Am Ende fällt auf jeden Fall ein Angebot heraus.

Das Angebot sieht nur nun leider nicht mehr so aus wie das ursprüngliche Angebot des Basispreises. Der Schwarzwald ist halt nicht die Cote Azur und so ist mit erhöhter Schneelast zu rechnen: 15T€ für verstärkte Dachkonstruktion, Schneefanghaken, Verklebte Abdichtungen und ich weiß nicht was. Weiterhin bebt ja hier auch andauernd die Erde, gleichbedeutend mit Erdbebenzone I: Weitere Statikmaßnahmen und ein Biegesteifer Keller. Auch noch mal einige Euros zusätzlich. Und zu guter Letzt liegt unser Grundstück ja in einer Ökosiedlung mit Energieauflagen (max. 60kWh/m^2), was eine Isolierung des Kellers notwendig macht. Alternativ könnten wir auch den Keller ausbauen oder aber (noch) besseres Glas einsetzen. Wir werden uns wohl für den Kellerausbau in Eigenleistung entscheiden.

Diese drei Punkte sorgten nun aber dafür, dass der Preis für Haus+Keller ein gutes Stück höher lag, als anvisiert. Also erstmal geschluckt und gegrübelt.
Herr Architekt war derweil nicht untätig und hat mit Knecht Keller Kontakt aufgenommen.
Normalerweise kommen die Keller von HUF selbst (bzw. Ideal Beton, die wohl zu HUF gehören?!) . Es gibt nun also wohl neu eine Kooperation mit Knecht und wir werden einer der ersten Nutzniesser dieser Kooperation sein. Vorteil für uns: Einige Euros gespart durch den Knecht-Keller.

Mit verstärktem Haus + Knecht-Keller ging’s also wieder ins Gespräch mit Herrn HUF-Finanz um sich in Sachen Darlehen einen Nachschlag zu holen, ohne unsere selbstgewählte Schwelle der max. monatlichen Belastung zu überschreiten. Mit ein wenig Basteln, Sicherheiten, etc. lies sich das auch „fast“ erreichen. Fast meint in diesem Falle, dass wir wohl einige Abstriche in Sachen Ausstattung beim Haus machen werden müssen. Schade. Wir hatten uns doch schon so auf die goldenen Türklinken gefreut. Konkret wird es wohl nicht die Bodenebene Dusche werden und ggf. muss der Tretford-Teppich auch auf die erste Modernisierung warten.

Parallel zu diesen Arbeiten war auch HUF in Hartenfels nicht untätig und hat uns mit ein paar hübschen Bildern die Entscheidungsfindung versüßt. Die Ganze Foto-Story werde ich einandermal vorstellen. Hier ein Vorgeschmack:

Also wo stehen wir nun?

– Notartermin für’s Grundstück: Nächste Woche
– Haus-Unterzeichnung: Nächste Woche
– Finanzierungsunterlagen: Abgeschickt!

Wenn also nichts mehr schiefgeht haben wir kommende Woche alle notwendigen Fakten geschaffen, um ein HUF-Haus zu bauen. Yay!

Stay tuned…