Hüttentour und Klettersteige in Alta Badia

Nun sind wir schon ein paar Tage wieder zurück von unserer Tour in den Dolomiten – genauer gesagt Alta Badia. Wir sind Samstagmorgen in aller Herrgotts Früh gestartet, um mittags am Lift in Badia zu sein, da wir noch 4 h Strecke vor uns hatten. Das glaubten wir zu diesem Zeitpunkt zumindest noch, aber dazu mehr später. Nach dem wir von der Autobahn abgefahren waren, ging es über mini kleine Straßen nach Alta Badia. Das Navi sagte 20 km, Ankunft in einer Stunde. Und wenn ich von mini kleinen Straßen rede, meine ich nicht das Zavelsteiner Sträßle in Calw… Diese wäre im Vergleich eine 3 spurige Autobahn. Unsere Straßen waren fast schmaler als unser Auto. Aber das haben wir gemeistert und kamen 13 Uhr (2 h später als geplant) am Lift an. Es war auch kein Problem Lisa im Sessellift nach oben zu nehmen „wir nehmen alles mit, Hunde, Fahrräder, Kinderwagen, einfach alles“ war die Aussage. Sehr Sympathisch! Höchst motiviert liefen wir los und freuten uns, dass die Sonne lachte und keine einzige Wolke am Himmel war. An der Steinwand des Kreuzkofels wurden wir aber schon ganz schön gebraten. Nach ca. 30 Minuten kamen wir an eine Stelle, bei der wir Lisa hätten tragen müssen. Nach nur 30 Minuten schon… Wir haben mal auf die Karte geschaut und festgestellt, dass es von diesen Stellen wohl noch einige geben wird. Dies bestätigte uns auch ein Wanderer, der vorbei kam. Frust! Nach dem steinernen Meer aus dem letzten Jahr hatten wir eigentlich ausgemacht, dass wir mit Lisa nicht mehr solche Wege gehen wollen, die eher grenzwertig sind für den Hund. Ein weiterer Blick auf die Karte. Ah da gibt es einen weiteren Weg weiter unten, der über eine Scharte führt. Nur 10 km bis zur Fanes Hütte. Wir könnten es noch bis zum Abendessen schaffen. Wir liefen also 30 Minuten zurück, und nahmen den unteren Weg. Der ging durch einen schönen Wald und wir bogen irgendwann links ab. 3 h und 50 Minuten bis zur Fanes Hütte stand an dem Schild. Es war schon 16 Uhr, das mit dem pünktlichen Abendessen konnten wir knicken. Es half alles nichts, wir mussten den Berg hoch. Aufgeben kam nicht in Frage. Wir motivierten uns gegenseitig die Höhenmeter zu meistern. Ich weiß nicht wie viele es waren, aber es war anstrengend – 2h hat es bis zur Scharte gedauert. Ab da ging es nur noch bergab bis zur Hütte (1 h 30 Minuten) stand am Schild. Wir brauchten 2 h. Am Ende kamen wir 20:30 Uhr total k.o. bei der Fanes Hütte an, bekamen Maccaroni mit Tomatensauce und ein Weizenbier. Dann wurde uns das Zimmer gezeigt. Ich wusste ja schon, dass es die teuerste Hütte auf der gesamten Tour war, aber ein Hotelzimmer mit eigener Dusche, habe ich nicht erwartet. Völlig überzogen für eine Hütte mitten in den Bergen. Wir haben uns nicht beschwert. Denn so eine Dusche nach so einem Tag, tat extrem gut. (Randnotiz: Wenn man mit Hund in den Bergen unterwegs ist, hat man wenig Auswahl welches Zimmer oder Lager man nehmen möchte. Es wird zugeteilt. Wir mussten das Luxus-Zimmer nehmen, da nur in diesem Zimmer Hunde schlafen durften).

Nach einer sehr sehr guten Nacht ging es weiter Richtung Rifugio Lagazuoi. Ein klein wenig bergan führte uns der Weg über eine Alm. Dabei kamen wir an einem Teil einer Kunstausstellung vorbei (SMACH2017). Überall in den Dolomiten wurden Kunstwerke unter dem Thema Kontraste verteilt. So kamen wir an einem aus Holz geschnitzten Astronauten vorbei. Man muss nicht bis zum Mond fliegen, um die schönen und wertvollen Dinge in der Welt zu finden. Relativ flach führte uns der Weg über die Alm an Kühen vorbei. Wir haben vom Stubaier Höhenweg gelernt und machten große Bögen um die Kühe herum. Später ging der Weg links ab und führte uns über die Forcella del Lago (Seescharte, 2488 m). Es ging stetig bergauf, aber oben angekommen, konnte man erstens das Tagesziel sehen und zweitens einen Bergsee (Lech de Lagacio), der auserwählt wurde, um dort Pause zu machen. Es ging über Holzstufen 300 Höhenmeter bergab. Ich hatte Sorgen, dass mein Knie Probleme machen könnte. Aber durch die neuen Einlagen in den Schuhen und durch mein Sportprogramm, ging das ohne Probleme. Ich war sooo glücklich. Es war ein herrlicher Sommertag, der dazu einlud, einfach in den See zu springen. Diese Idee hatten auch andere. Die hatten aber Schwimmzeug dabei – Wir nicht. Also German Style: nackig machen und ab in den See. Kalt! Aber nach so 3 Minuten ging’s und es war super angenehm. Kleine Stichlinge fanden unsere Haut auch ganz lecker und knabberten an uns. Auch Lisa kühlte sich im See ab und schlief dann eine Runde. Nach 1 h chillen, mussten wir aber weiter, schließlich lagen noch 500 Höhenmeter vor uns. Rifugio Lagazuoi lag nämlich auf 2700 m. Frisch gestärkt und erfrischt, ging es also los. Es war gar nicht schlimm, denn irgendwann waren wir einfach oben. Die schwarzen Regenwolken die aufzogen, schafften es glücklicherweise erst über den Berg als wir bereits in der Hütte waren.
Kurz was zur Hütte: ich mochte diese Hütte nicht und ich finde das war die dööfste von allen die wir je schon besucht haben. Das Essen war gut. Die Nacht war schlecht, weil Lager und ein Schnarcher. Aber damit hätte ich leben können: das war die erste Hütte, auf der Lisa nicht bei uns schlafen durfte. Sie musste im Eingang schlafen. Quasi im Windfang. In der Nacht hat es gestürmt und gewittert. Sie hatte sicher große Angst. Ich fand’s schrecklich und ich würde es nicht nochmal so machen. Ich wurde natürlich im Vorfeld darauf hingewiesen, dass der Hund nicht im Lager schlafen darf, sondern in einem gesonderten Raum, der innen ist. Ich dachte an Schuhlager oder so – an einen Raum, der zumindest warm ist. Sehr Hunde-unfreundlich! Und ihr kennt mich: wer kein Freund von Lisa ist, ist auch nicht mein Freund.

Also schnell weg von dieser Hütte. 7:30 Uhr waren wir am nächsten Morgen etwas müde bereit. Die Wegbeschreibung führte uns durch einen alten Kriegsstollen. Ein Felstunnel, der über 1,2 km 500 Höhenmeter nach unten ging. Eine Stirnlampe sei empfehlenswert stand in der Wegbeschreibung. Ich würde sagen: Geht diesen weg NUR mit Stirnlampe, die ist zwingend notwendig. Denn der Tunnel hat nur vereinzelt Gucklöcher nach außen. Größtenteils ist es dunkel. Es war spannend, furchteinflössend, nass, glitschig und anstrengend zu gleich. Die armen Soldaten im ersten Weltkrieg, die diesen Tunnel graben mussten. Das war sicher richtig anstrengend. Österreich gegen Italien (für mehr Infos: lest hier nach). Die gewählte Etappe für diesen Tag war sehr lang: knapp 20 km – für Bergwandern ziemlich viel. Es ging durch ein grünes Tal, an einem Felsen entlang. Zunächst sehr eben. Da konnten wir gut Strecke schaffen. Kurz vor Mittag ging es dann über felsige Schrofen über eine weitere Scharte. Der Aufstieg kam mir an diesem Tag sehr zäh vor, aber Bastian motivierte mich und dann ging es auch gleich schon besser. Hinter der Scharte führte uns der Weg über eine große lange Wiese. Das war so cool, hinter uns lagen die felsigen Berge und vorher uns auch. Aber dazwischen war einfach so ein weites grünes Tal mit so vielen Wiesen. Total schön. Der Weg machte Spaß und war recht eben, so dass wir wieder gut Strecke schafften. Dennoch entschieden wir uns am Rifugio Trieste nach einer Cola einen Lift talabwärts zu nehmen. Denn obwohl wir über Wiesen liefen, waren wir noch recht weit oben. Vor uns lagen 300 Höhenmeter runter, um dann wieder 500 m hoch zu laufen, um zur Rifugio Franz Kostner zu kommen. Der Lift endete etwas außerhalb von Corvara. Wir liefen nach Corvara (45 Minuten) rein und nahmen die Gondel Boé und anschließend den Lift Vallon hoch zur Rifugio Kostner. Wir waren müde, es regnete und über eine Ski-Piste im Sommer hoch zu laufen, ist wenig attraktiv. Diese Hütte war wunderschön! Liebevoll bewirtet. Einfach klasse. Wir hatten ein zwei-Bett Zimmer unterm Dach mit rotkarierten Kissen und einer Wärmflasche. Die Hüttenwirte haben sich extrem bemüht, dass es ihren Gästen gut geht. So schön und Hunde freundlich. Sehr zu empfehlen!

Am nächsten Tag sollte es eigentlich weiter zu Pisciadù Hütte gehen, allerdings wollte Lisa wohl nicht mehr so recht laufen. Sie lief sehr unrund und jedes aufstehen und laufen sah sehr qualvoll für sie aus. Wir buchten noch an der Franz Kostner Hütte eine Pension in La Villa Stern für zwei Nächte und nahmen die Bahn nach Corvara zurück. In Corvara nahmen wir den Bus nach Badia zum Auto. Lisa brachten wir in die Pension (Ciasa Montanara), die ich auch sehr empfehlen kann und wir fuhren zum Grödner Joch. Von dort aus bestiegen wir per Klettersteig die kleine Cirspitze. Das war mein allererster Klettersteig und diente als Vorbereitung für den Klettersteig am nächsten Tag. Ich sag Euch was, das macht Spaß. Ich war ein bisschen enttäuscht, dass es so schnell vorbei war. Zum Glück hatten wir ja schon einen weiteren für den nächsten Tag geplant.

Gleich nach dem Frühstück am nächsten Morgen waren wir 8.30 Uhr am Parkplatz zum Klettersteig Pisciadù. Der beliebteste in der Gegend. Man solle ihn wohl unbedingt am Wochenende vermeiden und sehr früh da sein, damit man nicht wie in einer Ameisenstraße empor klettert. Diese Info haben wohl auch andere gelesen. Aber es war noch nicht zu voll. Der Pisciadù Klettersteig ist nicht zu schwer, hat ein paar luftige Stellen. Ich dachte aber nie „zum Glück bin ich gesichert“. Es ging über Leitern, Tritte und am Ende über eine Hängebrücke stetig bergauf. Nach 2 Stunden kamen wir dann irgendwann bei der Hütte an. Die Hütte, in der wir eigentlich die Nacht zu vor verbringen wollten. Es war erst halb 11. Und der Gipfel von Pisciadù lachte uns an. Ja das machen wir. Wir haben nur knapp die 3000er Grenze unterboten, denn der Gipfel ist auf 2980 m. Mist! Aber das machte nichts, denn der Ausblick von dort oben war gar wundervoll. Über den gleichen Weg ging es zurück zur Hütte. Und jetzt haben wir uns auch den heißgeliebten Kaiserschmarren verdient. Die schmecken nur so gut, wenn man zu einer Hütte gewandert ist! Wir nahmen dann einen anderen Weg zurück zum Auto. Um die Knie zu schonen, schließlich ging es 500 Höhenmeter wieder bergab, gingen wir recht flott den Berg hinunter. Nach nur einer Stunde waren wir schon wieder am Auto. Dieser Tag endete nach 1000 Höhenmeter hoch und wieder runter mit einer italienischen Pizza nahe unserer Unterkunft.

Zusammenfassung: Die Dolomiten sind beeindruckend und wunderschön. Wir hatten tolles Wetter. Wir hatten extrem viel Spaß. Es geht auch immer soo schnell vorbei.

Sam – Weißbier

An diesem Brautag Mitte Mai 2016 stand ein Weißbier auf dem Programm. Ein obergäriges Bier also, was trüb serviert wird. Dieses Bier diente dazu unsere Reste an Malz aufzubrauchen. Wenn immer 100 g bei jedem Sud übrig bleiben, hat man irgendwann sehr viele kleine Reste. Deswegen sind auch 5 verschiedene Malze drin: Weizen Hell, Wiener, Cara Pils, Cara Hell und Münchner. Da der größte Anteil Weizen Hell war, war die Entscheidung schnell gefallen ein Weißbier zu brauen. Weizenmalz wird statt aus Weizen aus Braugerste hergestellt und besitzt kein Spelze. Bier nur mit Weizenmalz zu brauen ist deshalb nicht empfehlenswert, da sich dann keine Treberschicht ausbilden kann und es zu keiner Filterung während des Läuterns kommen kann. Deswegen mischt man Weizenmalz mit anderen Malzen, die aus Braugerste hergestellt sind. Cara Hell und Cara Pils dienen vor allem der Farbe und geben dem eine dunklere Farbe. Münchner und Wiener Malz betonen die Vollmundigkeit, sprich den Malzkörper. Wir haben noch Weizenflocken dazu gegeben. Dies dient ebenfalls zur Verbesserung der Vollmundigkeit und der Schaumkrone. Die Schaumkrone wird dadurch samtig, weich und vor allem hält sie lange.

Als Bitterhopfen haben wir Nugget verwendet. Ein Hopfen, der ursprünglich aus den USA kommt – ebenso wie der Aromahopfen Citra.

Biertyp: Weißbier
Hefe: Safbrew Wheat (Saccharomyces cerevisiae
Malze: Weizen Hell, Wiener, Cara Pils, Cara Hell, Weizenflocken, Münchner
Hopfen: Nugget, Citra
Stammwürze: 12,5 °P
Alkoholgehalt: 5,3 %

Zugabe von Irish Moss

 

Sam ist ein menschenähnlicher Hund aus dem Adventure Spiel Sam & Max Hit the Road von LucasArt. Warum wir das Bier so genannt haben, ist mir entfallen. Ich denke es erinnerte uns einfach an Sam – ein gemütlicher Charakter, der zusammen mit seinem psychopathischen und angriffslustigen weißen Hasen-Freund Max einen verschwunden Yeti sucht.

Es war kein besonderes Weißbier. Es ist bereits vergriffen und ich kann mich in der Tat kaum erinnern wie es geschmeckt hat. Also kann es kein besonders schlechtes aber auch kein besonderes gutes Bier gewesen sein. 🙂 Aber es gibt nen Bild 😀

Freut Euch auf den nächsten Beitrag, in dem ich Euch von unserem Pils berichten werden.

Cheers!

Honey Bee – Honey Ale

Thanks Obama! Obama brachte im Jahr 2011 ein Homebrewing Kit mit ins Weiße Haus. Mitarbeiter im weißen Haus unter denen auch Hobbybrauer sind, taten sich zusammen und brauten Bier. Ihre besondere Zutat in jedem Bier, welche die Biere wiedererkennbar macht, ist die Zugabe von Honig.
Laut Überlieferungen ist Obama der erste Präsident, der im weißen Haus Bier gebraut hat. Washington braute im Mt Vernon sein Bier und Jefferson machte Wein im weißen Haus. Bier wurde dort wohl noch nie gebraut.

Zwei Rezepte ihrer Biere haben sie online gestellt: White House Honey Ale und White House Honey Porter. Wir wollten die Zutat Honig auch ausprobieren und sind bei der Internet Recherche auf das White House Honey Ale gestoßen. Honig soll dem Bier ein reiches Aroma und ein schöne Note geben, ohne es süßen. Wir waren gespannt.

Da es unser Bier werden sollte und nicht exakt das gleiche wie das von Obama, haben wir das Rezept (was wir auf der Seite des weißen Hauses gefunden haben) etwas abgeändert. Wir versuchen darauf zu achten, dass wir nicht zu viele Reste übrig behalten oder dass wir auch kleine Reste beim Brauen aufbrauchen.

Unser Honey Bee Honey Ale ist ein obergäriges Bier mit zwei verschiedenen Malzen: Pale Ale und Amber Malt. Pale Ale Malz ist ein Standard Basismalz und Amber Malz dient vor allem der Farbe, weil es Biere rötlich macht. Durch sein etwas stärkere Röstung (im Vergleich zu Pale Ale Malz) bringt es einen leicht karamelligen Geschmack ins Bier.
East Kent Golding und Tettnanger wählten wir als Hopfen aus. Beide Hopfensorten sind eher Aromahopfen, haben also ein geringeren Anteil an alpha-Säure. Das heißt aber nicht, dass diese Hopfensorten dem Bier nicht auch einen bitteren Geschmack geben. Es ist nur weniger bitter. East Kent Golding ist der König der englischen Hopfen und hat ein leicht süßes, würziges und feines Aroma. Tettnanger hingegen ist ein Deutscher Hopfen vom Bodensee und hat eher erdige, kräuterige und blumige Aromen. Die Aromen zusammen gefasst erinnern doch irgendwie auch an Honig, weshalb Honig gut in dieses Bier passen muss.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass wir nach Deutschem Reinheitsgebot also kein Bier gebraut haben, denn Honig ist eine Fremdzutat. Ganz genau genommen haben wir hier ein Biermischgetränk, was nichts daran ändert, dass es ganz gut gelungen ist.

Biertyp: Honey Ale
Hefe: Danstar Windsor(Saccharomyces cerevisiae
Malze: Pale Ale, Amber
Hopfen: East Kent Golding, Tettnanger
Stammwürze: 15,2 °P
Alkoholgehalt: 6,6 %

Zugabe von Irish Moss und Honig

 

 

Geschmacklich hat es mir sehr gut gefallen. Bastian war kein großer Fan. Der Honiggeschmack war sehr deutlich, was ich gern mochte. Es hatte eine schöne Carbonisierung und die Farbe war auch schön. Trotz seiner 6.6 % Alkohol konnte man es gut trinken und war nicht zu dominant in einem der Geschmäcker.

HoneyBee ist eine gemeine Biene im Super Mario Land 2 auf dem GameBoy. Die Level spielten in einem Baum (tree zone). Vielleicht erinnert sich der ein oder andere. Es ist wohl naheliegend, dass ein Bier mit Honig auch einen Namen bekommt, der mit Honig oder Bienen zu tun hat. 🙂 Wir mussten aber lange überlegen bis wir auf die Bienenidee kamen.

Auf Barack Obama – hast Du gut gemacht. Cheers!

Laverne – Dark Saison

Unser Ladenhüter… Laverne haben wir gebraut, weil dies die Vorgabe für einen Homebrew Wettbewerb war. Es galt also ein Dark Saison zu brauen. Ein Dark Saison ist ein Pale ale, welches in den kühleren Monaten auf Farmen in der Wallonischen Region Belgiens gebraut wurde. Es wurde dann gelagert, damit es in den Sommermonaten getrunken werde konnte. Ursprünglich hatte es ein Alkoholgehalt von ca 4 %, aber moderne Saisons haben mittlerweile 4.5-7 % Alkohol. Sie sind stark carbonisiert und haben einen fruchtig scharfen Geschmack. Dieser fruchtiger scharfe Geschmack kommt durch die Fermentationstemperatur über 20 °C. Dadurch entstehen sogenannte Ester, die für fruchtige Geschmäcker verantwortlich sind. Orangenschale, Salz, Koriander oder Ingwer sind erlaubte Zutaten. Es gibt helle Saisons, die werden oft mit Pilsner Malz gebraut, es gibt aber auch dunkle Saisons wie unsere, die dann eher mit stärker gerösteten Malzen gebraut werden.

Wir haben uns auch an einem Dark Saison versucht. Mit den Malzen Pilsner, Bisquit, Crystal, Abbey und chocolate haben wir ein bernsteinfarbenes Bier bekommen. Aber irgendeins der Malze hatte es mit einem lakritzigem/seifigen Geschmack versehen. Ich vermute es war das Bisquit Malz. Oder die Hefe hat einen komischen Geschmack erzeugt. Wir wissen es nicht genau.

Beim Homebrew Wettbewerb gab es Platz 3 von 4. Das war ok für uns. Ich muss sagen, dass ich weder Platz 1 noch Platz 2 mochte. Ich glaube es liegt einfach daran, dass ich keine Dark Saison Biere mag. Obwohl wir neulich in Salzburg ein Saison der Brauerei Stiegl hatten (Pausenbrot), welches ich ganz gerne mochte.

 

laverneBiertyp: Dark Saison
Hefe: Mangrove Jack’s #M29 (Saccharomyces cerevisiae
Malze: Pilsner, Bisquit, Crystal, Abbey, Chocolate
Hopfen: East Kent, Golding
Stammwürze: 13,3 °P
Alkoholgehalt: 7,5 %

Zugabe von Irish Moss, Weißer Pfeffer, Orangenschale

 

Laverne ist eine Figur aus dem Adventure Game Day of the Tentacle. Ein bisschen verplant und verpeilt ist die Medizinstudentin Laverne, die durch einen Fehler in der Zeitmaschine 200 Jahre in die Zukunft geschleudert wurde. Verplant und Verpeilt irgendwie zwei passende Beschreibungen auch für unser Bier, so dass wir das ganz passend fanden.

Wir haben ein Bier gebraut, was wir beide nicht als unser Lieblingsbier bezeichnen würden, aber meiner Mom Annett schmeckte es im übrigen gut. 🙂

In diesem Sinne einen schönen Rest-Sonntag Abend.

Cheers!

PS: Bierbilder gibt es ab dem nächsten BlogEintrag wieder.

Link – German Pilsner

Schon lange wollten wir ein Pils brauen. Da Pils und Lager untergärige Biere sind, brauchten wir dazu einen Ort der konstant eine Temperatur von 10-14 °C hat. Obergäriges Bier wird im Vergleich bei 18-22 °C – also Kellertemperatur – fermentiert. Wir haben uns einen Kühlschrank besorgt, der von Bastian mit Temperatursensor, einer wärmende Glühbirne und einem Thermostat modifiziert wurde. Mittels einer Manschette wird der Sensor an das Bier angelegt und misst die Temperatur.

12439326_10153668707398311_6071928161920309232_n 12037944_10153672775753311_5624909104563894668_n

Wir können jetzt eine Wunschtemperatur einstellen und der Kühlschrank hält durch Kühlung oder Wärmen die Temperatur konstant bei der Wunschtemperatur. Genau das richtige für unser Pils. 🙂

Ein Pils ist ein untergäriges Bier, d.h. die Fermentation findet bei 10-14 °C statt und die Hefe schwimmt nicht auf dem Bier wie bei obergärigem Bier, sondern sinkt auf den Boden. Daher kommt auch die Bezeichnung ober- und untergäriges Bier. Da die Temperatur niedriger ist, dauert die Fermentation auch länger, da alles träger ist.

Hier am Rande ein kleiner Exkurs in die Chemie: Es gibt eine Faustregel – die van’t Hoff’sche Regel oder auch RGT-Regel (Reaktion-Geschwindigkeit-Temperatur-Regel). Diese Regel besagt, dass chemische Reaktionen bei einer um 10 K erhöhten Temperatur doppelt bis viermal so schnell ablaufen. Wenn Zucker zu Alkohol umgewandelt wird haben wir nichts anderes als eine chemische Reaktion.

Die Fermenation für Pils dauert also ca. 4 Wochen bevor es in Flaschen abgefüllt wird. Das Pils wurde nach der tschechischen Stadt Pilsen benannt. Nicht nur die Fermentationstemperatur unterscheidet sich zu obergärigen Bieren sondern auch die Hopfensorten. So sind Pils und Lager hopfenbetont, d.h. sie haben ein ausgeprägtes Hopfenaroma. Unser Pils wurde nur mit Tettnanger Hopfen gebraut. Tettnanger Hopfen kommt vom Bodensee und wird zum Beispiel von der Alpirsbacher Brauerei für ihre Pils verwendet. Er zeichnet sich durch erdige, blumige und kräuterige Aromen aus und zählt mit seinem geringen Alpha Säure Gehalt zu den Aromahopfen.

Da die Fermentationstemperatur niedrig ist, werden wenig flüchtige Hopfenaromastoffe frei gesetzt. Untergärige Biere haben nicht diese typische Aroma-Fahne aus Zitrus oder Blumen wie obergärige Biere. Es zeichnet sich viel mehr durch seinen hopfigen (herberen, erdigen und grasigen) Geschmack aus.

link

Biertyp: German Pilsner
Hefe: Saflager W34/70 (Saccharomyces cerevisiae
Malze: Pilsner
Hopfen: Tettnanger
Stammwürze: 12,2 °P
Alkoholgehalt: 5,6

Zugabe von Irish Moss

 

Wieder so ein Bier, was so lecker geschmeckt hat und so schnell verbraucht war, dass es kein Bild gibt. Es schmeckte wie ein leckeres sanftes Pils. Es hatte eine gelbe Farbe, war schön feinperlig und hatte eine schöne Schaumkrone.

Link ist der Hauptcharakter des Videospiels The Legend of Zelda. Wenn etwas nach Hopfen schmeckt, schmeckt es irgendwie erdig oder grasig. Link trägt eine grüne Tunika und eine grüne Zipfelmütze mit braunen Schuhen. Somit fanden wir Link als Bezeichnung für unser erstes Pils passend.

Cheers!

Pac Man – Imperial IPA

Wir haben einige Biere im letzten Jahr gebraut. Nur der Bier-Blog ruhte etwas. Mein Job hat mich mehr eingenommen als erwartet, so dass mir abends die Muße fehlte zu bloggen. Aber das soll sich ändern. Also der Job nicht, aber das Bloggen 🙂 Ich bleibe in chronologischer Reihenfolge. Da das letzte beschriebene Bier das Donkey Kong war, ist Pac Man das, was wir als nächstes brauten.

Pac Man ist ein Imperial IPA (zu deutsch: kaiserliches IPA). Andere Bezeichnungen sind Double IPA. Dabei beziehen sich die Adjektive auf den Alkoholgehalt, der bei diesen Bieren zwischen 7 und 10 vol-% Alkohol liegt und auf das Hopfenaroma, welches mit einer Bitterkeit zwischen 60 und 110 IBU (international bitterness units) liegt. IBU ist eine Einheit, die angibt wie viel alpha-Säuren enthalten sind. Die Menge an alpha-Säure trifft eine Aussage darüber, wie hopfig (bitter ist zu negativ) ein Bier schmecken kann. Um ein Gefühl für diese Einheit zu bekommen: ein Oktoberfestbier hat 18-25 IBU – also eher mild. Mit 60 bis 110 IBU ist das Imperial IPA auf der hopfigeren (bitteren) Seite.

Unser Pac Man hatte einen angenehmen Malzkörper mit einem deutlichen hopfigen Geschmack, der fruchtig und hopfig zugleich war. Den hopfigen Geschmack erreichten wir durch die Zugabe von der Hopfensorte Nugget, welche eine Sorte mit hohen alpha-Säuregehalt ist. Weitere beschriebene Aromen sind Birne und Pfirsich. Amarillo und Citra sind zwei fruchtige Aromahopfen, die für IPAs sehr beliebt sind, da sie dem Bier einen ausgewogenen fruchtigen Geschmack verleihen.

 

Bierpac-man-kopietyp: Imperial IPA
Hefe: Safale US-05 (Saccharomyces cerevisiae)
Malze: Pale Ale, Caramel Pils, Weizen, Caramel Hell, Münchner Malz, Bisquit
Hopfen: Nugget, Citra, Amarillo
Stammwürze: 18 °P
Alkoholgehalt: 7,4

Zugabe von Irish Moss und Gelatine

 

Warum der Name? Dieses Bier war schon als Jungbier (bevor es in die Flasche kam) super gut. Wir mögen das Spiel Pac Man und fanden es passend. Pac Man kennt vermutlich jeder – ein gelber großer Punkt in einem Labyrinth, der kleine Punkte fressen muss bevor ihn kleine Monster fressen. Ein Computerspiel von 1980.

Da dieses Bier so extrem lecker war, war es so schnell weg wie kein anderes. Deswegen habe ich auch leider verpasst ein Photo zu machen. Vertraut meiner Beschreibung einfach. 🙂 Es wird bestimmt irgendwann auch einen Pac Man 2 geben.

Bis bald und Cheers!

 

 

American Porter: Donkey Kong

Long time no blog entry… Wir brauen aber noch und haben verschiedene Biere gebraut, über die ich hoffentlich wieder regelmäßiger schreiben werde.

Nachdem wir mit Goomba unser erstes dunkles Bier brauten, haben wir gleich noch ein ähnliches Bier gebraut: ein American Porter. Ein American Porter ist vergleichbar mit einem Dry Stout, allerdings wird im Vergleich zum Stout hier keine Röstgerste eingesetzt sondern nur dunkel geröstete Malze. Röstgerste wird ausschließlich für den Geschmack und die Farbe eingesetzt, stark geröstetes Malz enthält auch noch ein wenig aktive Enzyme, die die Stärke während der Maische zu Zucker umsetzen können. Dadurch sind American Porter weniger aggressiv und bestimmend im Geschmack.

Donkey Kong

Biertyp: American Porter
Hefe: Safale English Ale S-04 (Saccharomyces cerevisiae)
Malze: Pale Ale, Crystal, Chocolate
Hopfen: Northern Brewer, East Kent Goldings
Stamwürze: 14,1 °P
Alkoholgehalt: 5,3 %

Zugabe von Irish Moss und Gelatine

 

Donkey Kong erschien uns für das American Porter passend, weil es sich um ein braunes Bier handelt. Donkey Kong ist ein brauner Affe aus dem gleichnamigen jump’n’run Spiel aus dem Jahr 1981.

Mir persönlich schmeckt dieses Bier besser als das Dry Stout Goomba. Es passt gut in die kalte Jahreszeit in der es gebraut wurde. Bei dem dazugehörigen Brauwettbewerb haben wir den 3. von 5 Plätzen gemacht. In meiner persönlichen Wahrnehmung war es allerdings ein nicht gerechtfertigter Platz 3, da der Biertyp von den zwei Siegerbieren nicht ganz eingehalten wurde und unseres eh besser schmeckte. 😛 (Und falls das hier von den erst und zweitplatzierten gelesen wird: eure waren auch lecker, aber das eigene Bier ist doch immer das beste 😉 )

IMG_3976

Cheers!

Treberbrot

Nach dem Maische-Prozess bleibt jede Menge Treber über. Unter Treber wird das ausgelaugte Malz im Brauprozess verstanden. Pro Brau-Ansatz bleiben bei uns zwei Eimer über. Der größte Teil davon geht an die Wildschweine im benachbarten Wildschweingehege und 500g verarbeite ich zu leckerem Schinken-Treberbrot. So ist es möglich zu selbst gebrauten Bier auch selbst gebackenes Brot zu essen, was eine fabelhafte Vesper ergibt. 🙂

Die Zubereitung ist sehr einfach und möchte ich hier kurz erläutern.

Nachdem ich das Mehl mit dem Treber vermengt habe, gebe ich Trockenhefe dazu und rühre diese unter. Anschließend gebe ich die Schinkenwürfel (das Brot schmeckt auch vegetarisch, aber wir mögen es lieber so) dazu und durchmenge alles. Eine Prise Salz und Zucker dürfen nicht fehlen, Bevor ich langsam das Bier dazu gieße. Anstelle von Wasser wird im Treberbrot Bier verwendet. Wir haben schon verschiedene Sorten ausprobiert, aber leider keinen nennenswerten Unterschied erschmeckt, so dass ich meistens ein Bier verwende, was gerade da ist (eigenes oder gekauftes). Übrigens geht der Teig besser auf, wenn das Bier Zimmertemperatur hat oder etwas in der Mikrowelle erwärmt wird, bevor es zum Mehl kommt. Die Menge an Bier, die dazugegeben wird, ist variabel, da der Treber eine gewissen Restfeuchte hat. Anschließend wird der Teig 20-30 Minuten von der Küchenmaschine durchgeknetet und an ein warmes Plätzchen zum Ruhen und Gehen gestellt. Meistens backe ich zwei Brote, so dass ich aus dem Teig zwei Laibe forme, sie einritze und mit Wasser benetze, wodurch die Kruste sehr schön krustig wird. Im Ofen werden die Laibe für eine Stunde bei 220 °C gebacken.

Das Innere des entstandenen Brotes ist sehr fluffig, weich und wird von einer krustigen Kruste umhüllt. Im Brotkasten bleibt es nach Anschnitt mehrere Tage schön frisch. Nach dem Brauen backe ich meistens zwei Laibe, die ich dann einfriere, bis wir Appetit darauf haben. Seit dem wir Brauen, kaufen wir weniger Bier und auch weniger Brot ein. Treberbrot stellt oft unser Mittagessen dar, wenn wir zum Beispiel brauen. Belegt werden die Brote dann mit Salami, Bergkäse oder anderen Dingen. Sehr gut passen auch Cornichons dazu. Wer bei uns zum Brauen vorbei kommt, zum Gucken oder mitmachen, kommt dann auch meistens in den Genuss dieser Vesper [Feschpor].

Zutaten für ein Brot:

250 g Treber
500 g Mehl
250 mL Bier
125 g Schinkenwürfel
1 Pck Trockenhefe
Prise Salz
Prise Zucker

1h bei 220 °C im Backofen backen.

Cheers!

Dry Stout: Goomba

Jetzt haben wir schon einige verschiedene Biere gebraut, aber es war noch kein wirklich dunkles dabei. Und unsere beiden Väter mögen doch so gern dunkles, so dass wir dachten zu Weihnachten, macht ein dunkles Bier ein tolles Geschenk. Während meiner Zeit als Doktorandin, hab ich das ein oder andere afterwork-Beer mit guten Freunden getrunken. Dieses Bier war meistens ein Guinness, so dass die Entscheidung recht schnell gefallen war ein Guinness-Klon-Bier zu brauen.

Ein Guinness ist ein Stout, ein dunkles obergäriges Bier mit einer ganz samtigen Schaumkrone. Die schwarze Farbe erhält man durch sogenanntes Röstmalz. Röstmalz ist stark geröstete unvermälzte Gerste, welche nur zur Farbgebung dient, da sie weder Zucker noch Enzyme liefert. Durch die starke Röstung bekommt das Bier zusätzlich noch einen herben schokoladigen/kaffeeartigen Geschmack.

Goomba

Biertyp: Dry Stour
Hefe: Danstar Windsor (Saccharomyces cerevisiae)
Malze: Pilsner, Gerstenflocken, Pale Ale, Münchner, Röstgerste
Hopfen: East Kent, Goldings
Stamwürze: 12,4 °P
Alkoholgehalt: 4,9 %

Zugabe von Irish Moss und Gelatine

 

Wir haben unser Bier wieder nach dem tasting sheet von craftbeer.com bewertet und hier sind die Ergebnisse:

Farbe und Erscheinung
Farbe:
sehr dunkel

Klarheit: brilliant (B), es war klar, aber nicht brilliant (J)
Schaum: gut (er war länger als 60 Sekunden vorhanden)
Textur: flauschig (B), schaumig (J)
Karbonisierung: medium-langsam

Aroma
Hopfen: 
holzig (J)
Malz: Rost, Kaffee, rauchig, Schokolade
Ester: harzig (B)
Geruch: Banane (B), Pfirisch (B), Vanille, Rosine (B)

Geschmack und Nachgeschmack
Alkohol: mild
Hopfengeschmack: holzig (J)
Hopfen Bitterkeit: moderat
Malz: Toast (B), Rost, Kaffee, Rauch (B), Schokolade (J)

Gaumen
Härte: wenig
Körper: austrocknend
Gaumen Karbonisierung: partiell
Geschmacksdauer: medium-lang

oxidative/Alterungserscheinungen: metallisch (B), Honig (J), dunkle Schokolade (J), wünschenswert

Balance/Trinkbarkeit: wünschenswert

Style: passend

passende Gerichte dazu: Schinkentreberbrot (B), Créme Brullée (B), Vanilleeis (B), Schwarzwälder Kirschtorte (B), Salat mit karamellisierten Walnüssen (J), Cheeseburger (J)

Zusammenfassend: Ein leckeres Stout, welches uns besser schmeckt als ein Guinness, denn das hatten wir neulich im Irish Pub zum Vergleich.

Goomba ist in der Mario Welt ein böser brauner Pilz, den man durch Draufspringen oder Abschießen los wird. Er ist ein brauner Spielcharakter und irgendwie auch ganz putzig.

IMG_0617

Cheers!

Wet Hop IPA: Bubble Bobble

Oh man, die Tage verfliegen wie im Fluge und erst jetzt komme ich dazu das Wet Hop IPA Bubble Bobble vorzustellen. Das ist das Resultat des Brauansatzes, den ich hier im Herbst mit Bildern beschrieben habe (siehe hier). Es kam auch schon die ein oder andere Nachfrage, wann ich darüber endlich einen Eintrag verfasse. Und hier ist er nun endlich. Eigentlich brauchte ich nur ein Photo, aber das hab ich mir nun von Malte Mo via Facebook ausgeliehen (Danke dafür :-P).

Das Wet Hop IPA enthält unseren eigenen angepflanzten Hopfen und ist daher irgendwie etwas besonderes. Die Rezeptur haben wir uns überlegt, so dass wir alle Hopfensorten, die wir gepflanzt haben, eingesetzt konnten. Viel Hopfen bedeutet hopfiges Bier, so dass der Stil IPA sehr schnell klar war.

BubbleBobbleBiertyp: Wet Hop IPA (all in)
Hefe: Safale US-05 (Saccharomyces cerevisiae)
Malze: Pale Ale, Karamell, Weizenflocken, Cara Dunkel
Hopfen: Columbus, Chinook, Tradition, Tettnanger, Smaragt, Perle
Stamwürze: 15,9 °P
Alkoholgehalt: 6,5 %

Hopfen gestopft mit Cascade, Comet, Mandarina

Zugabe von Irish Moss und Gelatine

Wie hat es nun geschmeckt. Als es noch sehr jung war, hat es nach frisch gemähten Rasen geschmeckt. Vermutlich war der Hopfen nicht genügend reif und zu früh geerntet. Aber als es älter wurde, hat es immer besser geschmeckt, es wurde runder und hatte keine Ecken und Kanten mehr. Um eine bessere Aussage zu treffen, haben wir uns an ein Tasting Sheet (Verkostungsbogen) von craftbeer.com gehalten. Wir haben das in einer geheimen Bewertung durchgeführt, so dass die Ergebnisse unabhängig voneinander sind und ich unsere Ergebnisse hier einmal zusammenfassen möchte (in Klammern, steht wer das dachte. keine Klammer bedeutet, dass wir das beide so sahen):

Farbe und Erscheinung
Farbe:
Wir waren uns beide einig, dass die Farbe auf folgender Farbskala zwischen 6 und 9 lag: Mitteldunkel eher heller.

color

Klarheit: es war klar, aber nicht brilliant
Schaum: gut (er war länger als 60 Sekunden vorhanden)
Textur: flauschig
Karbonisierung: langsam

Aroma
Hopfen: 
fruchtig, blumig (B), pflanzlich (B), grün
Geruch: Banane (B), Pfirisch (B), Vanille, Rosine (B)

Geschmack und Nachgeschmack
Alkohol: mild
Hopfengeschmack: fruchtig, pflanzlich, blumig, bitter (J), grün, pikant
Hopfen Bitterkeit: moderat – aggressiv
Malz: karamell, wie Brot (B)

Gaumen
Härte: medium
Körper: austrocknend (B), Mund benetzend
Gaumen Karbonisierung: gut karbonisiert (J), partiell – gut karbonisiert (B)
Geschmacksdauer: lang (mehr als 60 Sekunden)

oxidative/Alterungserscheinungen: schwarze Johannisbeere, metallisch (B), nicht wünschenswert

Balance/Trinkbarkeit: wünschenswert

Style: passend

passende Gerichte dazu: würziger Käse, wie Gorgonzola (B), Gänsekeule mit Rotkraut (J)

Zusammenfassend: es ist nicht das perfekte Bier geworden, aber es schmeckt trotzdem sehr gut.

Warum heißt es Bubble Bobble? Eigentlich nur weil Bubble Bobble ein grüner Charakter ist und es auch irgendwie grün schmeckt. 😀

12291849_1495857417383570_3459989940528358173_o

Cheers!