Feuerring & Grillterrasse

Den letzten Artikel zum Thema Gartengestaltung habe ich ende Januar online gestellt. In den letzen vier Monaten waren wir nicht untätig und haben einige der im Januar noch geplanten Projekte umgesetzt.
In Bildern festgehalten habe ich allerdings bislang nur das Jüngste – Unsere Grillterrasse. Die anderen bereits fertig gestellten Projekte rund um die Entwässerungskette und der Hopfengarten müssen noch warten.

Die Grillterrasse war von Frau Grubricht (GartenConzepte) schon geplant worden, allerdings als einheitliche Holzdeck-Konstruktion. Ich hatte lange hin und her überlegt ob ich nicht eine Outdoor-Küchenzeile hin zur Hecke mit einbauen wollte, entschied mich aber letztendlich dagegen, da ja so eine Outdoor-Küche nur wenige Tage im Jahr wirklich aktiv benutzt wird, die restliche Zeit aber auch Optik „beansprucht“ und ich nicht überzeugt war, dass ich das ganze Jahr drauf schauen will.

Stattdessen hatten wir ja schon seit Ende letzten Jahres den Feuerring ins Auge gefasst und sind bei den Planungen und Überlegungen immer wieder drauf zurück gekommen.

Feuerring

Der Feuerring ist ein Grill / Feuerstelle / Skulptur des Schweizers Andreas Reichlin und vereint ziemlich gut Dinge, die ich mag:

  • Wer ein bisschen im Blog-Archiv stöbert weiß dass Grillen/Smoken hoch im Kurs bei uns steht, der Ring mit seiner Teppanyaki-ähnlichen Grillfläche ist hier eine super Bereicherung.
    Der Innere Bereich des Rings wird bis zu 300°C heiß, aussen so rund 100°C – 150°C.
    Auf der Metallfläche hat man wunderbar viel Platz um ausgiebig Fleisch, Gemüse, etc. zu Grillen.
  • Mit einer Feuerstelle hatte ich schon lange geliebäugelt, wollte aber nicht so viel Raum und Platz einer festgemauerten oder anders befestigten Feuerstelle einräumen, die dann auch gleich so Raumgreifend daher kommt. Zudem vertragen sich meist Feuer und Holzterrasse nicht so gut. Durch das „Tiefergelegte Feuer“ im Ring werden die wegplatzenden Funken gehalten und springen nicht nach aussen. Wenn man dann noch mit vernünftigen Holz und nichts harzigem / feuchten Zeug heizt ist das überhaupt kein Problem.
  • Last but not least (eigentlich eher allen voran) ist aber für mich der Ring eine schöne Gartenskulptur mit Gebrauchswert. Seit meinem Besuch im Storm King Arts Center in New Jersey habe ich eine Leidenschaft für Metallplastiken in der Natur. Da ein echter Calder etwas groß und auch etwas teuer ist, suchte ich schon länger nach ästhetisch ansprechenden Formen, die etwas  Kunst in den Garten bringen. Mit seinem leichten Fuß und der klaren Form, die dennoch Spannung hat, passt der Ring wunderbar zum Haus/Garten-Konzept. Das ehrliche Material, was mit Benutzung und  Wetter gerne Patina und Spuren bekommen darf, tut sein übriges.

Nach mehreren Monaten immer wieder auf Youtube / Vimeo / Instagram, etc. nach neuem Content zum Objekt der Begierde suchens bot sich ende April die Gelegenheit im Rahmen eines Konzertes mit CalvVoci in der Schweiz einen kleinen Abstecher nach Immensee, der Heimat des Feuerrings zu machen und an einem „Probegrillieren“ teilzunehmen, bei dem man das Produkt kennenlernen konnte aber natürlich auch ein bisschen Werbung vermittelt bekam. Bei meinen vorherigen Internet-Recherchen hatte ich mich schon auf den Luna 50-Ring eingeschossen – Auch beim Besuch vor Ort stach für mich dieser Ring mit seinen Proportionen und der Spannung des nicht vollständigen Halbkreises (Wikipedia sagt das nennt man „Kugelsegment„) eindeutig hervor.

Mit dem Besuch war der Kauf beschlossene Sache. Offen war für mich noch ob ich ihn wirklich liefern lasse oder doch selbst abhole. Bei 1,30m ist jedoch der Transport im Auto keine Option, es hätte also mindestens einen Anhänger gebraucht plus Aufwand beim Verzollen, plus ein Tag Fahrerei, etc. Letztendlich haben wir also die bequeme Lieferung per Spedition gewählt.

Nachdem also klar war, dass auf der Grillterrrasse der Ring stehen wird musste natürlich der Stellplatz mit eingeplant werden. Hierzu haben wir mittig im vorderen Bereich einen ca. 2x2m großen Kieskasten mit eingebaut, auf dem nun mittig der Ring stehen kann, so dass evtl. übertropfendes Fett nicht auf das Holz tropft sondern im Kies verrinnt.

Die Terrasse selbst ist von der Konstruktion sehr ähnlich zur ersten rund ums Haus, steht ebenfalls auf Kunststoff-Füßen und ist wieder mit Bankirai belegt. Durch die Erfahrung der ersten Terrasse ging der Bau schnell von der Hand. Zur Verankerung im Erdreich sind die äusseren Unterkonstruktions-Leisten auf 8 Bodenhülsen mit höhenverstellbaren Terrassenlagern abgestütz. Da das Gelände leicht abschüssig ist und ich keine Lust auf Erdarbeiten hatte, wurde der Höhenunterschied mit Kunststoff-Füßen unterschiedlicher Höhen ausgeglichen. Der Boden ist recht harter Mutterboden mit Rasen, hier habe ich zur Vorbereitung einfach den Rasen so kurz wie möglich gemäht, ein dickes Unkrautvlies as Kunststoff ausgelegt und die Füße daraufgestellt. Bislang kann ich an der Methode nichts negatives finden. Die Terrasse ist stabil, ich höre keine Füße klappern, die auf Absenkungen zurückschließen ließen o.ä. Für Langfrist-Erfahrungen ist es natürlich noch zu früh.
Als Planungs-Hilfe kann ich wie schon 2014 diese (kostenpflichtige) Anleitung als PDF empfehlen.

Die Terrasse wurde Mitte Mai fertig gestellt, Just in Time zur Lieferung des Rings.

Unterkonstruktion auf Kunststoff-Füßen

Der Ring kam gut verpackt in einer Holzkiste, die sich praktischerweise gleich verfeuern lässt 🙂
Auch wenn ich vorgewarnt war, war ich etwas zu optimistisch, dass ich den Grill alleine aufstellen könnte. 220kg Metall sind halt ein Wort.
Insbesondere das Gartentor, durch das der Ring nur hochkant passt, war eine kleine Herausforderung.
Meine erste Idee war Schwerlastrollen an die Box anzuschrauben, diese dann Hochkant zu stellen und durchs Gartentor zu rollen. Leider gaben die Rollen schon beim Aufrichten der Box nach und beim Pflaster mit den großen Spalten knickten sie dann sofort um. Plan B war dann den Ring auszupacken und auf Baudielen in Wipp-Bewegungen zu bewegen. Beim Gartentor gelang es dann mit mutigen Wipp-Bewegungen zu zweit den Ring auf die Kante zu „wippen“ und dann Durchzurollen. (Alles auf Untergrund von Bau-Dielen und alten OSB-Platten – Sonst gäb’s sicher Kratzer und Macken).
In gleicher Technik – Wippen + Drehen + Schieben – über Dielen und OSB-Platten lies sich der Ring auf die Terrasse auch bergan rangieren.

Transport-Box

Nach 3-4 Tagen mit dem Ring auf der neuen Terrasse bin ich höchst zufrieden!
Das Grillen klappt gut (siehe Bilder); Die Feuerstelle spendet Wärme und Gemütlichkeit und auch der Blick aus dem Fenster oder von der Terrasse ist schön und die Skulptur fügt sich gut in die Umgebung ein.

 

 

 

Dienstreisen im Februar/März

Nachdem ich ende letzten Jahres den Job wieder gewechselt habe, ergeben sich auch wieder mehr Dienstreise-Gelegenheiten – und genau diese häuften sich im Februar/März, so dass ich in Los Angeles (USA), Kuala Lumpur (Malaysia) und Taipei (Taiwan) unterwegs war. In Summe bleibt Taipei mit einem guten Eindruck zurück – Sauberer und organisierter als ich es von Mainland China kenne, aber man findet dennoch die „typisch Chinesischen“ Ecken mit Streetfood und authentischem Charme abseits der globalisierten polierten Zivilisation. Nachfolgend ein paar Impressionen

Gartengestaltung 2017

Nach längerer Pause möchte ich mal wieder ein kleines Update zu den kontinuierlichen Improvements rund ums HUF Haus geben.

Bereits im Herbst 2015 hatten wir uns nach einem Gartenarchitekten umgeschaut – Zu Enttäuschend waren die eigenen Ansätze die Gartenfläche hinter dem Haus selbst zu gestalten. Zum einen fehlte uns die kreative Eingebung, zum anderen die Radikalität einen „freien“ Raum vernünftig zu gliedern. Gleichzeitig vegetierten die am Rand des Rasens gepflanzten Pflanzen eher schlecht als recht vor sich hin auf Grund des verdammt lehmigen/festen Bodens. Unser Ansatz war daher, dass wir uns lieber einmal für etwas Geld einen Profi leisten, der ein tragfähiges auch langfristig funktionierendes Gartenkonzept aufstellt, so dass wir nicht uns langwierig per Trial & Error einen hinnehmbaren Zustand langsam annähern mussten.

Ich erstellte einige „Ausschreibungsunterlagen“ mit den technischen Eckdaten und vor allem einer „Wunschliste“ mit Ansprüchen die unser Wunschgarten erfüllen sollte. Hierauf fanden sich Punkte wie Platz für die Grills, Integration von Hopfenpflanzen, evtl. Hochbeeten, Schaffung von Privatsphäre, ein Farbschema in Blau/Violett, Integration mit dem Haus und – für mich mit der wichtigste Punkt – eine Pflanzenauswahl, die den Stil des Landschaftsarchitekten Piet Oudolf aufgreift.

Piet Oudolf Stil zeichnet sich für mich durch eine „naturnahe“ Bepflanzung auf, die nicht versucht artifiziell Strukturen zu schaffen sondern imitiert eher Naturwiesen, spielt aber gleichzeitig mit Formen/Farben/Geometrien – Gerade der Aspekt der Geometrie, Pflanzen mit interessanten Geäst, Blattstrukturen, Blütenständen machen seine Gärten auch im Winter interessant. Anstelle im Herbst alles einfach radikal abzuschneiden lässt man die meisten Stauden stehen und erfreut sich an den Strukturen im Schnee oder mit Raureif überzogen. Wer  in New York schon mal auf der Highline rund um den Meat Packing District spaziert ist, ist durch Pflanzungen und eine Anlage von Piet Oudolf gewandert.

Praktischerweise sind wir bei der Suche nach dem Gartenarchitekten direkt in Calw fündig geworden (hatten aber über 10 angeschrieben) – Mit Frau Grubricht von gartenconzepte.de haben wir eine Partnerin gefunden, die unsere Vorstellungen perfekt umsetzte und sich auch in der von uns angestrebten Ästhetik perfekt wiederfand.

In mehreren Sessions und Ortsbegehungen sprachen wir unsere Wünsche durch, Frau Grubricht entwickelte Lösungsvorschläge, die wir wiederum besprachen, Elemente der einzelnen Entwürfe zusammenfügten und uns so in einem Dialog einem Zielentwurf annäherten. Als der Entwurf stand, ging es in die Detaillierung. Da für uns klar war, dass wir nach möglich alles in Eigenregie umsetzen wollten, war uns wichtig die Planung auf ein ausführbares Niveau bis auf den Pflanzplan herunter zu detaillieren.

Wie auf den Bildern zu sehen war das Endergebnis super aufbereitet, so dass wir direkt in die Umsetzung starten konnten. Klar war, dass wir nicht per „one-shot“ den ganzen Garten umkrempeln konnten. Und so haben wir in 2017 an unzähligen Wochenenden, Brückentagen im Frühjahr und an ein paar Urlaubstagen die ersten Schritte unternommen:

  • Über Weihnachten/Silvester 2016/2017 entstand ein Sichtschutz an der westlichen Hausseite um gegenüber den großen Fensterflächen Privatsphäre zu schaffen. Hierzu habe ich H-Träger einbetoniert, Pfosten aus sibirischer Lärche gesetzt und mit Rhombusleisten belangt – Gewinn an Wohnqualität im Innenbereich: Unbezahlbar.
  • Die Ursprüngliche Rundung der Terrasse im Südwestlichen Bereich haben wir zugunsten einer „negativen“ Ecke zurückgebaut um die Westseite und die Südseite der Terrasse räumlich/optisch zu trennen – Gute Entscheidung. Da die großen Jurakalk-Steine natürlich nicht „mal eben“ wegzuräumen waren, hab ich mehrere Wochenenden mit Bohrhammer und Elektromeissel verbracht die großen Steine auf handelbares Format zu reduzieren. Positiver Nebeneffekt war, dass damit „for free“ (bzw. gegen jede menge Schweiß) das Füllmaterial für die Gabionen entstand. Die jetzt zu sehenden Gabionen stehen auf ein paar Betonplatten und sind innen mit Folie gegen die Erde geschützt.
  • Ringsherum um die Rasenfläche haben wir eine Rotbuchen-Hecke gepflanzt. Nachdem die ursprünglichen Pflanzen seit der Pflanzung 2013 so gut wie gar nicht gewachsen waren, habe ich mich für die sichere Variante entschieden und per Minibagger rings herum einen Pflanzgraben, ca, 40x80cm ausgehoben und die Erde gegen vernünftigen Boden ausgetauscht. Aufwand: ca. 3 Tage baggern, 2 Flachcontainer Erde per Schubkarre befüllen und das gleiche mit angelieferten Oberbodengemisch von Corthum wieder befüllen. In dem Rahmen haben wir die Erde vor dem Sichtschutz und der neuen „Ecke“ gleich mit ausgetauscht gegen Staudenerde.
  • Die mit guter Staudenerde befüllten neuen Pflanzflächen konnten wir gemäß der Planung von Frau Grubricht bepflanzen – Wie auf den Bildern zu sehen ist gefällt wohl den Pflanzen der Boden und Standort gut – Und wir sind super-happy mit den neuen Pflanzungen.
  • Die Gabionen haben eine Bank-Sitzfläche aus Bankirai bekommen – War ein schönes Holz-Projekt und ist mittlerweile unser Lieblingsplatz um im Sommer vor der Arbeit den Morgenkaffee zu genießen oder auch um am Wochenende die Siesta abzuhalten.
  • Noch kurz vor Winter habe ich einen ähnlichen Sichtschutz auch auf der östlichen Grundstücksseite errichtet; Jetzt kann man ungestört auf der Terrasse fletzen.

 

Damit sind die Aussenmaßnahmen 2017 abgeschlossen. Zur vollständigen Umsetzung des Plans fehlen sicherlich noch 1-2 Saisons, so ca. ab August war aber um ehrlich zu sein bei uns ein bisschen „die Luft raus“ jede freie Minute im Garten zu verbringen. Mittlerweile – Schnee und Winter sei dank – steigt die Lust wieder, die nächsten Gartenprojekte anzugehen. So hoffe ich im Frühjahr 2018 die Ostseite rund um die eine Entwässerungskette des Haus ordentlich zu gestalten, den Hopfengarten zu errichten und eine Gartenskulptur, die mich schon länger beschäftigt umzusetzen. Auch eine weitere Grill-Terrassenfläche mit Feuerring reizt mich…

 

 

 

New England 2017

Nun sind wir schon eine Woche wieder zurück von unserem Road Trip durch New England. Wir hatten 14 Tage vor uns und flogen von Hannover nach New York City. Dort verbrachten wir die ersten 3 Tage und übernachteten am nord-westlichen Ende des Central Parks. Wir hatten ein sehr schönes Zimmer in toller Lage, was wir sehr empfehlen können. Da ich (Jule) noch nie in NYC war, haben wir uns während der 3 Tage primär die Hauptattraktionen angeschaut: Time Square, Freiheitsstatue, Chinatown, Brooklyn, Brooklyn Bridge, Central Park, 5th Ave, MoMa und das Guggenheim Museum.

Unser Road Trip Richtung Norden startete in Manhattan bei Regen. Es sollte auch am nächsten Tag regnen, aber das hielt uns nicht davon ab, den Cliff Walk in Newport (Rhode Island) zu machen. Ein sehr schöner Weg in Newport an der Steilküste. Der Atlantik hatte riesen Wellen und zeigte sich eher von seiner rauen Seite. Nach einem Stopp in Provincetown auf Cape Code (wo es so sehr regnete, dass wir leider kaum aussteigen konnten), fuhren wir weiter nach Boston. Für Boston hatten wir einen Tag geplant, wo wir den Freedom Trail abliefen und ein lebendes Museum über die Bostoner Tea Party anschauten. Über Salem führte uns der Weg weiter nach Portland in Maine – die Bier Hauptstadt. (Apropos Bier: Wir haben selbstverständlich viele verschiedene und leckere Biere getrunken. Darüber schreibe ich aber vielleicht mal in einem separaten Blogeintrag.) Immer weiter an der Atlantikküste entlang, fuhren wir in den Acadia Nationalpark. Dort wanderten wir bei strahlend blauen Himmel und 90F auf den Mt. Cadillac (höchster Punkt). Es war traumhaft schön. Auch abseits der Küste hat der Park ein paar sehr schöne Stellen, die wir mit dem Kanu erpaddelt haben.

Da wir noch ein bisschen mehr Indian Summer erleben wollten, zog es uns ein bisschen ins Landesinnere. So war unser nächster Halt die White Mountains in New Hampshire, wo sich die Blätter langsam verfärbten. Auch wenn wir vermutlich 2 Wochen zu früh dran waren für den richtigen Indian Summer, hatten wir schon einige schöne Stellen zwischen drin. Die Strecke von Maine nach Vermont über New Hampshire zurück nach Connecticut war wirklich sehr schön: immer wieder schöne Wälder (Green Mountains), wo sich rote, grüne, gelbe Blätter abwechselten und ein schönes Farbspiel zeigten.  Hier war eindeutig der Weg das Ziel.

Für den Gaumen gab es neben Bier auch andere Köstlichkeiten wie BBQ, Ben and Jerry’s Eis und Maple Syrup aus Vermont. Zum Abschluss unserer Tour stoppten wir im Storm King Sculpture Garden. Das war Bastians Lieblingsplatz, als er dienstlich öfters in Montvale, NY war. Skulpturen von u.a. Alexander Calder oder Alexander Libermann sind dort in schöne Landschaft gestellt. Da sollte man unbedingt hinfahren, wenn man in der Gegend ist.

Nach 2 Wochen war der Trip dann leider auch schon zu Ende. Es ging viel zu schnell vorbei. Aber die Runde von ca. 3000 km lohnt sich auf jeden Fall. Vermutlich wären mehr Tage im Acadia Nationalpark besser gewesen, aber wir kommen bestimmt mal wieder.

Bis bald!

Ostsee-Segeln 2017

Vergangene Woche ging es für mich für eine Woche auf die Ostsee. Ausgangs- und Endpunkt war Stralsund auf Rügen.
Wir hatten eine Dehler Variante 44 Yacht, auf der es ein Traum war zu segeln. In der spitze haben wir es auf 11 Knoten geschafft und sie läuft auch noch wunderbar hoch am Wind. Das Wetter war mit uns und so haben wir es auf sagenhafte 324 Seemeilen (600km) in 7 Tagen geschafft. Von Stralsund ging es nach Klintholm, anschließend auf einem langen Schlag nach Kopenhagen, wo wir einen 3/4-Tag Landgang einlegten. Ich nutzte die Gelegenheit mit dem Rad Kopenhagen zu erkunden. Gegen Nachmittag starteten wir zur Nachtfahrt nach Bornholm, wo wir gegen 8:00 morgens einliefen. Auf Bornholm nutzten wir die Gelegenheit per Mietwagen die Insel zu umrunden – Ein wirklich lohnendes Urlaubsziel. Schöne Häfen, Schöne Wälder, Tolle Ausblicke. Anschließend ging es schon zurück ‚gen Rügen. Erst nach Lohme, dann mit der Morgensonne noch mal den Königsstuhl und die Kreidefelsen mitgenommen und anschließend über eine letzte Nacht in Barhöft zurück nach Stralsund. Viel besser kann eine Segelwoche nicht verlaufen!

Hüttentour und Klettersteige in Alta Badia

Nun sind wir schon ein paar Tage wieder zurück von unserer Tour in den Dolomiten – genauer gesagt Alta Badia. Wir sind Samstagmorgen in aller Herrgotts Früh gestartet, um mittags am Lift in Badia zu sein, da wir noch 4 h Strecke vor uns hatten. Das glaubten wir zu diesem Zeitpunkt zumindest noch, aber dazu mehr später. Nach dem wir von der Autobahn abgefahren waren, ging es über mini kleine Straßen nach Alta Badia. Das Navi sagte 20 km, Ankunft in einer Stunde. Und wenn ich von mini kleinen Straßen rede, meine ich nicht das Zavelsteiner Sträßle in Calw… Diese wäre im Vergleich eine 3 spurige Autobahn. Unsere Straßen waren fast schmaler als unser Auto. Aber das haben wir gemeistert und kamen 13 Uhr (2 h später als geplant) am Lift an. Es war auch kein Problem Lisa im Sessellift nach oben zu nehmen „wir nehmen alles mit, Hunde, Fahrräder, Kinderwagen, einfach alles“ war die Aussage. Sehr Sympathisch! Höchst motiviert liefen wir los und freuten uns, dass die Sonne lachte und keine einzige Wolke am Himmel war. An der Steinwand des Kreuzkofels wurden wir aber schon ganz schön gebraten. Nach ca. 30 Minuten kamen wir an eine Stelle, bei der wir Lisa hätten tragen müssen. Nach nur 30 Minuten schon… Wir haben mal auf die Karte geschaut und festgestellt, dass es von diesen Stellen wohl noch einige geben wird. Dies bestätigte uns auch ein Wanderer, der vorbei kam. Frust! Nach dem steinernen Meer aus dem letzten Jahr hatten wir eigentlich ausgemacht, dass wir mit Lisa nicht mehr solche Wege gehen wollen, die eher grenzwertig sind für den Hund. Ein weiterer Blick auf die Karte. Ah da gibt es einen weiteren Weg weiter unten, der über eine Scharte führt. Nur 10 km bis zur Fanes Hütte. Wir könnten es noch bis zum Abendessen schaffen. Wir liefen also 30 Minuten zurück, und nahmen den unteren Weg. Der ging durch einen schönen Wald und wir bogen irgendwann links ab. 3 h und 50 Minuten bis zur Fanes Hütte stand an dem Schild. Es war schon 16 Uhr, das mit dem pünktlichen Abendessen konnten wir knicken. Es half alles nichts, wir mussten den Berg hoch. Aufgeben kam nicht in Frage. Wir motivierten uns gegenseitig die Höhenmeter zu meistern. Ich weiß nicht wie viele es waren, aber es war anstrengend – 2h hat es bis zur Scharte gedauert. Ab da ging es nur noch bergab bis zur Hütte (1 h 30 Minuten) stand am Schild. Wir brauchten 2 h. Am Ende kamen wir 20:30 Uhr total k.o. bei der Fanes Hütte an, bekamen Maccaroni mit Tomatensauce und ein Weizenbier. Dann wurde uns das Zimmer gezeigt. Ich wusste ja schon, dass es die teuerste Hütte auf der gesamten Tour war, aber ein Hotelzimmer mit eigener Dusche, habe ich nicht erwartet. Völlig überzogen für eine Hütte mitten in den Bergen. Wir haben uns nicht beschwert. Denn so eine Dusche nach so einem Tag, tat extrem gut. (Randnotiz: Wenn man mit Hund in den Bergen unterwegs ist, hat man wenig Auswahl welches Zimmer oder Lager man nehmen möchte. Es wird zugeteilt. Wir mussten das Luxus-Zimmer nehmen, da nur in diesem Zimmer Hunde schlafen durften).

Nach einer sehr sehr guten Nacht ging es weiter Richtung Rifugio Lagazuoi. Ein klein wenig bergan führte uns der Weg über eine Alm. Dabei kamen wir an einem Teil einer Kunstausstellung vorbei (SMACH2017). Überall in den Dolomiten wurden Kunstwerke unter dem Thema Kontraste verteilt. So kamen wir an einem aus Holz geschnitzten Astronauten vorbei. Man muss nicht bis zum Mond fliegen, um die schönen und wertvollen Dinge in der Welt zu finden. Relativ flach führte uns der Weg über die Alm an Kühen vorbei. Wir haben vom Stubaier Höhenweg gelernt und machten große Bögen um die Kühe herum. Später ging der Weg links ab und führte uns über die Forcella del Lago (Seescharte, 2488 m). Es ging stetig bergauf, aber oben angekommen, konnte man erstens das Tagesziel sehen und zweitens einen Bergsee (Lech de Lagacio), der auserwählt wurde, um dort Pause zu machen. Es ging über Holzstufen 300 Höhenmeter bergab. Ich hatte Sorgen, dass mein Knie Probleme machen könnte. Aber durch die neuen Einlagen in den Schuhen und durch mein Sportprogramm, ging das ohne Probleme. Ich war sooo glücklich. Es war ein herrlicher Sommertag, der dazu einlud, einfach in den See zu springen. Diese Idee hatten auch andere. Die hatten aber Schwimmzeug dabei – Wir nicht. Also German Style: nackig machen und ab in den See. Kalt! Aber nach so 3 Minuten ging’s und es war super angenehm. Kleine Stichlinge fanden unsere Haut auch ganz lecker und knabberten an uns. Auch Lisa kühlte sich im See ab und schlief dann eine Runde. Nach 1 h chillen, mussten wir aber weiter, schließlich lagen noch 500 Höhenmeter vor uns. Rifugio Lagazuoi lag nämlich auf 2700 m. Frisch gestärkt und erfrischt, ging es also los. Es war gar nicht schlimm, denn irgendwann waren wir einfach oben. Die schwarzen Regenwolken die aufzogen, schafften es glücklicherweise erst über den Berg als wir bereits in der Hütte waren.
Kurz was zur Hütte: ich mochte diese Hütte nicht und ich finde das war die dööfste von allen die wir je schon besucht haben. Das Essen war gut. Die Nacht war schlecht, weil Lager und ein Schnarcher. Aber damit hätte ich leben können: das war die erste Hütte, auf der Lisa nicht bei uns schlafen durfte. Sie musste im Eingang schlafen. Quasi im Windfang. In der Nacht hat es gestürmt und gewittert. Sie hatte sicher große Angst. Ich fand’s schrecklich und ich würde es nicht nochmal so machen. Ich wurde natürlich im Vorfeld darauf hingewiesen, dass der Hund nicht im Lager schlafen darf, sondern in einem gesonderten Raum, der innen ist. Ich dachte an Schuhlager oder so – an einen Raum, der zumindest warm ist. Sehr Hunde-unfreundlich! Und ihr kennt mich: wer kein Freund von Lisa ist, ist auch nicht mein Freund.

Also schnell weg von dieser Hütte. 7:30 Uhr waren wir am nächsten Morgen etwas müde bereit. Die Wegbeschreibung führte uns durch einen alten Kriegsstollen. Ein Felstunnel, der über 1,2 km 500 Höhenmeter nach unten ging. Eine Stirnlampe sei empfehlenswert stand in der Wegbeschreibung. Ich würde sagen: Geht diesen weg NUR mit Stirnlampe, die ist zwingend notwendig. Denn der Tunnel hat nur vereinzelt Gucklöcher nach außen. Größtenteils ist es dunkel. Es war spannend, furchteinflössend, nass, glitschig und anstrengend zu gleich. Die armen Soldaten im ersten Weltkrieg, die diesen Tunnel graben mussten. Das war sicher richtig anstrengend. Österreich gegen Italien (für mehr Infos: lest hier nach). Die gewählte Etappe für diesen Tag war sehr lang: knapp 20 km – für Bergwandern ziemlich viel. Es ging durch ein grünes Tal, an einem Felsen entlang. Zunächst sehr eben. Da konnten wir gut Strecke schaffen. Kurz vor Mittag ging es dann über felsige Schrofen über eine weitere Scharte. Der Aufstieg kam mir an diesem Tag sehr zäh vor, aber Bastian motivierte mich und dann ging es auch gleich schon besser. Hinter der Scharte führte uns der Weg über eine große lange Wiese. Das war so cool, hinter uns lagen die felsigen Berge und vorher uns auch. Aber dazwischen war einfach so ein weites grünes Tal mit so vielen Wiesen. Total schön. Der Weg machte Spaß und war recht eben, so dass wir wieder gut Strecke schafften. Dennoch entschieden wir uns am Rifugio Trieste nach einer Cola einen Lift talabwärts zu nehmen. Denn obwohl wir über Wiesen liefen, waren wir noch recht weit oben. Vor uns lagen 300 Höhenmeter runter, um dann wieder 500 m hoch zu laufen, um zur Rifugio Franz Kostner zu kommen. Der Lift endete etwas außerhalb von Corvara. Wir liefen nach Corvara (45 Minuten) rein und nahmen die Gondel Boé und anschließend den Lift Vallon hoch zur Rifugio Kostner. Wir waren müde, es regnete und über eine Ski-Piste im Sommer hoch zu laufen, ist wenig attraktiv. Diese Hütte war wunderschön! Liebevoll bewirtet. Einfach klasse. Wir hatten ein zwei-Bett Zimmer unterm Dach mit rotkarierten Kissen und einer Wärmflasche. Die Hüttenwirte haben sich extrem bemüht, dass es ihren Gästen gut geht. So schön und Hunde freundlich. Sehr zu empfehlen!

Am nächsten Tag sollte es eigentlich weiter zu Pisciadù Hütte gehen, allerdings wollte Lisa wohl nicht mehr so recht laufen. Sie lief sehr unrund und jedes aufstehen und laufen sah sehr qualvoll für sie aus. Wir buchten noch an der Franz Kostner Hütte eine Pension in La Villa Stern für zwei Nächte und nahmen die Bahn nach Corvara zurück. In Corvara nahmen wir den Bus nach Badia zum Auto. Lisa brachten wir in die Pension (Ciasa Montanara), die ich auch sehr empfehlen kann und wir fuhren zum Grödner Joch. Von dort aus bestiegen wir per Klettersteig die kleine Cirspitze. Das war mein allererster Klettersteig und diente als Vorbereitung für den Klettersteig am nächsten Tag. Ich sag Euch was, das macht Spaß. Ich war ein bisschen enttäuscht, dass es so schnell vorbei war. Zum Glück hatten wir ja schon einen weiteren für den nächsten Tag geplant.

Gleich nach dem Frühstück am nächsten Morgen waren wir 8.30 Uhr am Parkplatz zum Klettersteig Pisciadù. Der beliebteste in der Gegend. Man solle ihn wohl unbedingt am Wochenende vermeiden und sehr früh da sein, damit man nicht wie in einer Ameisenstraße empor klettert. Diese Info haben wohl auch andere gelesen. Aber es war noch nicht zu voll. Der Pisciadù Klettersteig ist nicht zu schwer, hat ein paar luftige Stellen. Ich dachte aber nie „zum Glück bin ich gesichert“. Es ging über Leitern, Tritte und am Ende über eine Hängebrücke stetig bergauf. Nach 2 Stunden kamen wir dann irgendwann bei der Hütte an. Die Hütte, in der wir eigentlich die Nacht zu vor verbringen wollten. Es war erst halb 11. Und der Gipfel von Pisciadù lachte uns an. Ja das machen wir. Wir haben nur knapp die 3000er Grenze unterboten, denn der Gipfel ist auf 2980 m. Mist! Aber das machte nichts, denn der Ausblick von dort oben war gar wundervoll. Über den gleichen Weg ging es zurück zur Hütte. Und jetzt haben wir uns auch den heißgeliebten Kaiserschmarren verdient. Die schmecken nur so gut, wenn man zu einer Hütte gewandert ist! Wir nahmen dann einen anderen Weg zurück zum Auto. Um die Knie zu schonen, schließlich ging es 500 Höhenmeter wieder bergab, gingen wir recht flott den Berg hinunter. Nach nur einer Stunde waren wir schon wieder am Auto. Dieser Tag endete nach 1000 Höhenmeter hoch und wieder runter mit einer italienischen Pizza nahe unserer Unterkunft.

Zusammenfassung: Die Dolomiten sind beeindruckend und wunderschön. Wir hatten tolles Wetter. Wir hatten extrem viel Spaß. Es geht auch immer soo schnell vorbei.

Short Trip nach Indien

Dienstlich ging es für eine Woche nach Bangalore und Pune – Beide Städte erinnerten mich stark an China, nur eine spur extremer hinsichtlich Armut und Dreck.

Sam – Weißbier

An diesem Brautag Mitte Mai 2016 stand ein Weißbier auf dem Programm. Ein obergäriges Bier also, was trüb serviert wird. Dieses Bier diente dazu unsere Reste an Malz aufzubrauchen. Wenn immer 100 g bei jedem Sud übrig bleiben, hat man irgendwann sehr viele kleine Reste. Deswegen sind auch 5 verschiedene Malze drin: Weizen Hell, Wiener, Cara Pils, Cara Hell und Münchner. Da der größte Anteil Weizen Hell war, war die Entscheidung schnell gefallen ein Weißbier zu brauen. Weizenmalz wird statt aus Weizen aus Braugerste hergestellt und besitzt kein Spelze. Bier nur mit Weizenmalz zu brauen ist deshalb nicht empfehlenswert, da sich dann keine Treberschicht ausbilden kann und es zu keiner Filterung während des Läuterns kommen kann. Deswegen mischt man Weizenmalz mit anderen Malzen, die aus Braugerste hergestellt sind. Cara Hell und Cara Pils dienen vor allem der Farbe und geben dem eine dunklere Farbe. Münchner und Wiener Malz betonen die Vollmundigkeit, sprich den Malzkörper. Wir haben noch Weizenflocken dazu gegeben. Dies dient ebenfalls zur Verbesserung der Vollmundigkeit und der Schaumkrone. Die Schaumkrone wird dadurch samtig, weich und vor allem hält sie lange.

Als Bitterhopfen haben wir Nugget verwendet. Ein Hopfen, der ursprünglich aus den USA kommt – ebenso wie der Aromahopfen Citra.

Biertyp: Weißbier
Hefe: Safbrew Wheat (Saccharomyces cerevisiae
Malze: Weizen Hell, Wiener, Cara Pils, Cara Hell, Weizenflocken, Münchner
Hopfen: Nugget, Citra
Stammwürze: 12,5 °P
Alkoholgehalt: 5,3 %

Zugabe von Irish Moss

 

Sam ist ein menschenähnlicher Hund aus dem Adventure Spiel Sam & Max Hit the Road von LucasArt. Warum wir das Bier so genannt haben, ist mir entfallen. Ich denke es erinnerte uns einfach an Sam – ein gemütlicher Charakter, der zusammen mit seinem psychopathischen und angriffslustigen weißen Hasen-Freund Max einen verschwunden Yeti sucht.

Es war kein besonderes Weißbier. Es ist bereits vergriffen und ich kann mich in der Tat kaum erinnern wie es geschmeckt hat. Also kann es kein besonders schlechtes aber auch kein besonderes gutes Bier gewesen sein. 🙂 Aber es gibt nen Bild 😀

Freut Euch auf den nächsten Beitrag, in dem ich Euch von unserem Pils berichten werden.

Cheers!

Honey Bee – Honey Ale

Thanks Obama! Obama brachte im Jahr 2011 ein Homebrewing Kit mit ins Weiße Haus. Mitarbeiter im weißen Haus unter denen auch Hobbybrauer sind, taten sich zusammen und brauten Bier. Ihre besondere Zutat in jedem Bier, welche die Biere wiedererkennbar macht, ist die Zugabe von Honig.
Laut Überlieferungen ist Obama der erste Präsident, der im weißen Haus Bier gebraut hat. Washington braute im Mt Vernon sein Bier und Jefferson machte Wein im weißen Haus. Bier wurde dort wohl noch nie gebraut.

Zwei Rezepte ihrer Biere haben sie online gestellt: White House Honey Ale und White House Honey Porter. Wir wollten die Zutat Honig auch ausprobieren und sind bei der Internet Recherche auf das White House Honey Ale gestoßen. Honig soll dem Bier ein reiches Aroma und ein schöne Note geben, ohne es süßen. Wir waren gespannt.

Da es unser Bier werden sollte und nicht exakt das gleiche wie das von Obama, haben wir das Rezept (was wir auf der Seite des weißen Hauses gefunden haben) etwas abgeändert. Wir versuchen darauf zu achten, dass wir nicht zu viele Reste übrig behalten oder dass wir auch kleine Reste beim Brauen aufbrauchen.

Unser Honey Bee Honey Ale ist ein obergäriges Bier mit zwei verschiedenen Malzen: Pale Ale und Amber Malt. Pale Ale Malz ist ein Standard Basismalz und Amber Malz dient vor allem der Farbe, weil es Biere rötlich macht. Durch sein etwas stärkere Röstung (im Vergleich zu Pale Ale Malz) bringt es einen leicht karamelligen Geschmack ins Bier.
East Kent Golding und Tettnanger wählten wir als Hopfen aus. Beide Hopfensorten sind eher Aromahopfen, haben also ein geringeren Anteil an alpha-Säure. Das heißt aber nicht, dass diese Hopfensorten dem Bier nicht auch einen bitteren Geschmack geben. Es ist nur weniger bitter. East Kent Golding ist der König der englischen Hopfen und hat ein leicht süßes, würziges und feines Aroma. Tettnanger hingegen ist ein Deutscher Hopfen vom Bodensee und hat eher erdige, kräuterige und blumige Aromen. Die Aromen zusammen gefasst erinnern doch irgendwie auch an Honig, weshalb Honig gut in dieses Bier passen muss.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass wir nach Deutschem Reinheitsgebot also kein Bier gebraut haben, denn Honig ist eine Fremdzutat. Ganz genau genommen haben wir hier ein Biermischgetränk, was nichts daran ändert, dass es ganz gut gelungen ist.

Biertyp: Honey Ale
Hefe: Danstar Windsor(Saccharomyces cerevisiae
Malze: Pale Ale, Amber
Hopfen: East Kent Golding, Tettnanger
Stammwürze: 15,2 °P
Alkoholgehalt: 6,6 %

Zugabe von Irish Moss und Honig

 

 

Geschmacklich hat es mir sehr gut gefallen. Bastian war kein großer Fan. Der Honiggeschmack war sehr deutlich, was ich gern mochte. Es hatte eine schöne Carbonisierung und die Farbe war auch schön. Trotz seiner 6.6 % Alkohol konnte man es gut trinken und war nicht zu dominant in einem der Geschmäcker.

HoneyBee ist eine gemeine Biene im Super Mario Land 2 auf dem GameBoy. Die Level spielten in einem Baum (tree zone). Vielleicht erinnert sich der ein oder andere. Es ist wohl naheliegend, dass ein Bier mit Honig auch einen Namen bekommt, der mit Honig oder Bienen zu tun hat. 🙂 Wir mussten aber lange überlegen bis wir auf die Bienenidee kamen.

Auf Barack Obama – hast Du gut gemacht. Cheers!

Inversionswetterlage auf der Hornisgrinde

Am letzten Tag des Jahres 2016 waren wir auf der Hornisgrinde im Nordschwarzwald unterwegs. Im Tal -5°C, oben dann gefühlte 15°C – Inversionswetterlage.