Kanu-Tour Schweden 2018

8 Tage Kanufahren rund um Lennartsfors mit Hund im September

Hinfahrt:

Nach einem Zwischenstopp bei der Familie in Neustadt und Bad Oeynhausen fuhren wir freitags ganz früh morgens Richtung Fjällbacka. In Fjällbacka wollten wir auf einem Zeltplatz übernachten, um am nächsten Morgen ins Camp Höglund zu fahren, wo wir unsere Kanus bekommen sollten. Fjällbacka ist ein kleines Fischerörtchen, wo Teile von Ronja Räubertochter gedreht wurden. Für einen Nachmittag und eine Nacht ist es dort sehr nett.

Kanufahren:

Camp Höglund

Das Camp Höglund ist das zentrale Camp, wo Scandtrack in Lennartsfors sitzt und mit Rat und Tat zur Seite steht. Wir sind morgens 10 Uhr angekommen und wurden sehr herzlich begrüßt. Zur Stärkung gab es dort Kaffee, Tee und Hotdogs. Selbst Lisa wurde mit einem Würstchen versorgt.

Im Camp bekamen wir auch unsere Ausrüstung: Kanu, Paddel, Versorgungstonne, weitere Utensilien wie Packsäcke, Klappspaten, Toilettenpapier, Axt, Säge, Messer, Brettchen, Seil, Tarp etc. Natürlich waren auch Zelt und Kocher dabei, da hatten wir aber unsere eigenen Sachen dabei, so dass die von Scandtrack eine Woche im Auto blieben. Wir haben uns noch einen Kanuwagen ausgeliehen, so dass das Umtragen des Kanus angenehmer ist.

Dank der guten Organisation von Scandtrack waren An- und Abreise problemlos.

Unsere Route

Wir hatten keine richtige Planung gemacht. Ich hatte Lust, Richtung Süden zur Torrskogs Källarbryggeri zu fahren. Also machten wir uns am ersten Tag Richtung Süden auf. Wir fuhren ungefähr bis Gyltenäs, wo wir die erste Nacht verbrachten. Konditionstechnisch wären wir vermutlich noch weitergekommen, aber der Südwind war recht stark und die Wellen im Vergleich zum Kanu recht hoch, so dass wir lieber kein Kenter-Risiko eingehen wollten und uns ein Schlafplätzchen suchten. Am nächsten Morgen hatte der Wind leider nicht nachgelassen. Dennoch wollten wir es Richtung Süden weiter probieren. Mit zwei anderen Kanukollegen hatten wir überlegt, es per Katamaran zu probieren. Wir verbrachten den Vormittag damit das vorzubereiten. Es funktionierte aber alles nicht und zum allen Überfluss fing es auch noch an zu regnen, so dass wir entschieden es Richtung Norden probieren zu wollen. Da hatten wir immerhin Rückenwind und den Regen nicht im Gesicht. Da durch die Umbauten bereits alles nass war (Schottland-Erinnerungen kamen hoch), steuerten wir das nähst gelegenste DANO an – DANO 71 – in der Hoffnung, dass es dort eine Schutzhütte gibt, wo wir unsere Klamotten trocknen könnten. Es gab eine Schutzhütte. Den Nachmittag über verbrachten wir damit das Zeug wieder trocken zu bekommen, was auch geklappt hatte, so dass wir am nächsten Tag mit trocknen Klamotten und Zelt (Dank Tarp-Dach) weiter fahren konnten. Wir entschieden uns den Foxen hochzufahren und eine Runde zu fahren. Durch kleine Inselgruppen ging es am Ufer entlang Richtung Nordosten mit Rückenwind. Es war wunderschön hier: dunkelblaues Wasser, blauer Himmel (mit Wolken) und grüne Ufer. Und es war überall still – traumhaft! Unsere dritte Nacht verbrachten wir in DANO 40, welches wir in dieser Nacht ganz für uns allein hatten. Wir machten ein Feuer und genossen den Abend. Für den nächsten Tag war leider Regen angesagt, so dass wir bis mittags im Zelt lagen und uns dann entschieden, doch weiter zu paddeln. Wir hatten den See für uns allein, kein anderer war unterwegs und der Regen wollten nicht aufhören. Wir waren tapfer und haben DANO 33 auserkoren als nächste Schlafstätte. Auf dieser Strecke lag für mich die blödeste Umtragestelle in Fellingsed. Sie war lang, steil, es regnete und ich war frustriert. Aber Dank eines Cornys und Bastian haben wir auch diese Stelle gemeistert. Am Abend kam tatsächlich die Sonne heraus, so dass wir auch diesen Abend unter freiem Himmel genießen konnten. Der nächste Tag war super: SONNE SONNE SONNE! Wir sind früh raus um so viel wie möglich vom Tag zu haben. In Ed kam eine kurze Umtragestelle und wir kamen zum Ned Blomsjön. Riesige Felsen kamen hier aus dem See, so dass man sich in seinem kleinen Kanu ganz schön klein fühlte. Und wir konnten unendlich weit sehen. Diese Art der Schönheit kann man eigentlich gar nicht in Worte fassen.

Kanu-Route

Hier merkten wir bereits, dass es wieder sehr windig war, sobald wir den Windschatten des Ufers verließen. Auf den Weg nach Blomma, kamen wir an eine sehr flache Stelle, wo es auch ziemlich windig war. Wir setzten auf und drehten uns zweimal auf der Stelle. Mit vereinigter Kraft schafften wir es aber uns frei zu fahren zum nächsten Ufer. Der restliche Weg nach Blomma war total schön: ein slalom-Weg ging durch Schilf wie ein kleiner Fluss, am Ende mussten wir das nächste Mal das Kanu umsetzen, aber das war heute gar nicht schlimm, da ja die Sonne schien und wir auch schon ein sehr eingespieltes Team waren. Wir kamen zu einer Bucht, wo wir das Kanu wieder ins Wasser gelassen haben. Allerdings waren hier die Wellen so hoch und der Wind so stark, dass wir lange überlegten, wie und ob wir für den Tag weiterfahren. Bei Windstärke 7 ist das schon ein bisschen beängstigend. Die Sorge des Kenterns mit den Sachen und dem Hund war groß. Ein anderes Paar überlegte es auch und entschied sich dann weiter zu fahren. Wir schauten uns an wie die beiden über die Bucht fuhren. Es sah anstrengend, aber machbar aus. Das können wir auch.  Wir schafften es immerhin bis zur anderen Seite der Bucht, wo es so schön war, dass wir hier über Nacht blieben. Hier genossen wir die Abendsonne und berat schlugen, wie es am nächsten Tag weiterginge. Laut Windvorhersage sollte es am nächsten Tag ganz früh Morgen besser sein, so dass wir am nächsten Tag 8 Uhr im Boot saßen. Ziel: gegenüberliegende Uferseite, um im Windschatten zu fahren. Wir schafften es sehr gut. Es war in der Tat wenig Wind, so dass wir auf der anderen Uferseite entschieden, Richtung Süden nach Torrskog zu fahren – vielleicht hat die Brauerei ja geöffnet. Genügend Zeit war noch. Dieser Tag war sehr entspannt. Wir fuhren am Ufer entlang Richtung Süden und kamen mittags in Torrskog an. Leider hatte die Brauerei geschlossen, aber die Kirche war es auch wert dorthin zufahren. Der Ort war sehr verschlafen, wir haben keinen Menschen gesehen – kein Eis, kein Kiosk. Nach einer Siesta fuhren wir zurück Richtung Norden zum DANO 67, wo wir unsere vorletzte Nacht verbrachten. Den letzten Tag verbrachten wir damit zurück nach Lennartsfors zu fahren, so dass wir auf DANO 72 nächtigen konnten. Samstagvormittag mussten wir nur noch zurück ins Camp Höglund, um alles wieder abzugeben.

DANOs und wild Campieren

Wir haben insgesamt auf 5 DANOs genächtigt. Alle hatte ein Plumpsklo und ausreichend viele flache Schlafplätze für die Zelte. Es gab immer mindestens eine Feuerstelle, die man sich meistens mit anderen geteilt hat, was immer sehr nett war und es gab meistens auch eine Schutzhütte. Die DANOs waren sehr gepflegt und ich habe mich dort sehr wohl gefühlt.

Schön waren aber auch unsere zwei wilden Camps. Hier gab es die Infrastruktur der DANOs natürlich nicht, aber das machte irgendwie auch nichts, ich persönlich brauche kein stinkiges Plumpsklo. 😀 Dadurch, dass in Schweden das Jedermannsrecht gilt, macht es die Route sehr entspannt. Man muss nicht zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein. Man kann einfach in den Tag leben oder paddeln.

Erste Sonnenstrahlen im DANO 72

Verpflegung

Scandtrack hat uns mit ausreichend Essen und Rezepten versorgt. Wir wären vermutlich nochmal 2-3 Tage länger mit der Verpflegung ausgekommen. Wir hatten verschiedene Dinge: Bratkartoffeln, selbst gemachte Pizza Calzone vom Feuer, Terence Hill Pfanne, Pilzpfanne, Pasta und Linseneintopf. Morgens hatten wir uns selbst etwas mitgenommen, da wir auf anderen Wanderungen schon gute Erfahrungen mit Oatmeal machten. Das gibt einen morgens gleich Kraft und Wärme.

Bohnensuppe auf dem Feuer

Kanu mit Hund

Lisa ist bereits 11,5 Jahre alt und normalerweise sind wir in unseren Outdoor-Reisen zu Fuß unterwegs. Da sie aber letztes Jahr schlapp machte, wollten wir dieses Jahr was passenderes für sie machen. Wir wollten den Outdoor-Spaß mit Lisa haben, so dass wir uns entschieden Kanu zu fahren. Hier muss sie wenig laufen, ist mit uns unterwegs und wir sind draußen.

Ich saß vorn im Kanu und Bastian und sie saßen hinten und übernahmen das Steuern des Kanus. Am schönsten waren für sie die Tage als die Sonne schien. Da hatte sie die Nase im Wind und hat die Sonne genossen. Regen ist auch für sie doof, weil sie dann nass und kalt war.

Ich habe für sie extra einen Schlafsack gekauft, so dass sie nachts nicht zu kalt wird. Das war eine gute Sache und sie hat den Schlafsack sehr gut angenommen. Ich glaube, sie hatte Spaß an dieser Tour.

Ein Müder Hund

Fazit:

Schweden ist toll! Scandtrack hat alles super im Griff und es hat sehr viel Spaß gemacht. Die Gegend war sehr sehr schön. Das nächste Mal würde ich die Route dem Wetter bzw. dem Wind entsprechend besser planen. 169 h ohne Handy und ohne Alltagsstress unter freiem Himmel zu sein ist Entspannung pur. Ich kann es nur jedem empfehlen. Wir kommen wieder!

Rückfahrt

Nach der Kanurückgabe machten wir uns auf den Weg nach Ängelholm, wo wir ein Hotel gebucht hatten. Auf dem Weg dorthin hielten wir noch in Grimeton, um uns die den Längstwellensender anzuschauen. Am nächsten Tag kamen wir nach einem Stopp in Barsbüttel um halb 1 nachts wieder in Calw an.

New England 2017

Nun sind wir schon eine Woche wieder zurück von unserem Road Trip durch New England. Wir hatten 14 Tage vor uns und flogen von Hannover nach New York City. Dort verbrachten wir die ersten 3 Tage und übernachteten am nord-westlichen Ende des Central Parks. Wir hatten ein sehr schönes Zimmer in toller Lage, was wir sehr empfehlen können. Da ich (Jule) noch nie in NYC war, haben wir uns während der 3 Tage primär die Hauptattraktionen angeschaut: Time Square, Freiheitsstatue, Chinatown, Brooklyn, Brooklyn Bridge, Central Park, 5th Ave, MoMa und das Guggenheim Museum.

Unser Road Trip Richtung Norden startete in Manhattan bei Regen. Es sollte auch am nächsten Tag regnen, aber das hielt uns nicht davon ab, den Cliff Walk in Newport (Rhode Island) zu machen. Ein sehr schöner Weg in Newport an der Steilküste. Der Atlantik hatte riesen Wellen und zeigte sich eher von seiner rauen Seite. Nach einem Stopp in Provincetown auf Cape Code (wo es so sehr regnete, dass wir leider kaum aussteigen konnten), fuhren wir weiter nach Boston. Für Boston hatten wir einen Tag geplant, wo wir den Freedom Trail abliefen und ein lebendes Museum über die Bostoner Tea Party anschauten. Über Salem führte uns der Weg weiter nach Portland in Maine – die Bier Hauptstadt. (Apropos Bier: Wir haben selbstverständlich viele verschiedene und leckere Biere getrunken. Darüber schreibe ich aber vielleicht mal in einem separaten Blogeintrag.) Immer weiter an der Atlantikküste entlang, fuhren wir in den Acadia Nationalpark. Dort wanderten wir bei strahlend blauen Himmel und 90F auf den Mt. Cadillac (höchster Punkt). Es war traumhaft schön. Auch abseits der Küste hat der Park ein paar sehr schöne Stellen, die wir mit dem Kanu erpaddelt haben.

Da wir noch ein bisschen mehr Indian Summer erleben wollten, zog es uns ein bisschen ins Landesinnere. So war unser nächster Halt die White Mountains in New Hampshire, wo sich die Blätter langsam verfärbten. Auch wenn wir vermutlich 2 Wochen zu früh dran waren für den richtigen Indian Summer, hatten wir schon einige schöne Stellen zwischen drin. Die Strecke von Maine nach Vermont über New Hampshire zurück nach Connecticut war wirklich sehr schön: immer wieder schöne Wälder (Green Mountains), wo sich rote, grüne, gelbe Blätter abwechselten und ein schönes Farbspiel zeigten.  Hier war eindeutig der Weg das Ziel.

Für den Gaumen gab es neben Bier auch andere Köstlichkeiten wie BBQ, Ben and Jerry’s Eis und Maple Syrup aus Vermont. Zum Abschluss unserer Tour stoppten wir im Storm King Sculpture Garden. Das war Bastians Lieblingsplatz, als er dienstlich öfters in Montvale, NY war. Skulpturen von u.a. Alexander Calder oder Alexander Libermann sind dort in schöne Landschaft gestellt. Da sollte man unbedingt hinfahren, wenn man in der Gegend ist.

Nach 2 Wochen war der Trip dann leider auch schon zu Ende. Es ging viel zu schnell vorbei. Aber die Runde von ca. 3000 km lohnt sich auf jeden Fall. Vermutlich wären mehr Tage im Acadia Nationalpark besser gewesen, aber wir kommen bestimmt mal wieder.

Bis bald!

Ostsee-Segeln 2017

Vergangene Woche ging es für mich für eine Woche auf die Ostsee. Ausgangs- und Endpunkt war Stralsund auf Rügen.
Wir hatten eine Dehler Variante 44 Yacht, auf der es ein Traum war zu segeln. In der spitze haben wir es auf 11 Knoten geschafft und sie läuft auch noch wunderbar hoch am Wind. Das Wetter war mit uns und so haben wir es auf sagenhafte 324 Seemeilen (600km) in 7 Tagen geschafft. Von Stralsund ging es nach Klintholm, anschließend auf einem langen Schlag nach Kopenhagen, wo wir einen 3/4-Tag Landgang einlegten. Ich nutzte die Gelegenheit mit dem Rad Kopenhagen zu erkunden. Gegen Nachmittag starteten wir zur Nachtfahrt nach Bornholm, wo wir gegen 8:00 morgens einliefen. Auf Bornholm nutzten wir die Gelegenheit per Mietwagen die Insel zu umrunden – Ein wirklich lohnendes Urlaubsziel. Schöne Häfen, Schöne Wälder, Tolle Ausblicke. Anschließend ging es schon zurück ‚gen Rügen. Erst nach Lohme, dann mit der Morgensonne noch mal den Königsstuhl und die Kreidefelsen mitgenommen und anschließend über eine letzte Nacht in Barhöft zurück nach Stralsund. Viel besser kann eine Segelwoche nicht verlaufen!

Hüttentour und Klettersteige in Alta Badia

Nun sind wir schon ein paar Tage wieder zurück von unserer Tour in den Dolomiten – genauer gesagt Alta Badia. Wir sind Samstagmorgen in aller Herrgotts Früh gestartet, um mittags am Lift in Badia zu sein, da wir noch 4 h Strecke vor uns hatten. Das glaubten wir zu diesem Zeitpunkt zumindest noch, aber dazu mehr später. Nach dem wir von der Autobahn abgefahren waren, ging es über mini kleine Straßen nach Alta Badia. Das Navi sagte 20 km, Ankunft in einer Stunde. Und wenn ich von mini kleinen Straßen rede, meine ich nicht das Zavelsteiner Sträßle in Calw… Diese wäre im Vergleich eine 3 spurige Autobahn. Unsere Straßen waren fast schmaler als unser Auto. Aber das haben wir gemeistert und kamen 13 Uhr (2 h später als geplant) am Lift an. Es war auch kein Problem Lisa im Sessellift nach oben zu nehmen „wir nehmen alles mit, Hunde, Fahrräder, Kinderwagen, einfach alles“ war die Aussage. Sehr Sympathisch! Höchst motiviert liefen wir los und freuten uns, dass die Sonne lachte und keine einzige Wolke am Himmel war. An der Steinwand des Kreuzkofels wurden wir aber schon ganz schön gebraten. Nach ca. 30 Minuten kamen wir an eine Stelle, bei der wir Lisa hätten tragen müssen. Nach nur 30 Minuten schon… Wir haben mal auf die Karte geschaut und festgestellt, dass es von diesen Stellen wohl noch einige geben wird. Dies bestätigte uns auch ein Wanderer, der vorbei kam. Frust! Nach dem steinernen Meer aus dem letzten Jahr hatten wir eigentlich ausgemacht, dass wir mit Lisa nicht mehr solche Wege gehen wollen, die eher grenzwertig sind für den Hund. Ein weiterer Blick auf die Karte. Ah da gibt es einen weiteren Weg weiter unten, der über eine Scharte führt. Nur 10 km bis zur Fanes Hütte. Wir könnten es noch bis zum Abendessen schaffen. Wir liefen also 30 Minuten zurück, und nahmen den unteren Weg. Der ging durch einen schönen Wald und wir bogen irgendwann links ab. 3 h und 50 Minuten bis zur Fanes Hütte stand an dem Schild. Es war schon 16 Uhr, das mit dem pünktlichen Abendessen konnten wir knicken. Es half alles nichts, wir mussten den Berg hoch. Aufgeben kam nicht in Frage. Wir motivierten uns gegenseitig die Höhenmeter zu meistern. Ich weiß nicht wie viele es waren, aber es war anstrengend – 2h hat es bis zur Scharte gedauert. Ab da ging es nur noch bergab bis zur Hütte (1 h 30 Minuten) stand am Schild. Wir brauchten 2 h. Am Ende kamen wir 20:30 Uhr total k.o. bei der Fanes Hütte an, bekamen Maccaroni mit Tomatensauce und ein Weizenbier. Dann wurde uns das Zimmer gezeigt. Ich wusste ja schon, dass es die teuerste Hütte auf der gesamten Tour war, aber ein Hotelzimmer mit eigener Dusche, habe ich nicht erwartet. Völlig überzogen für eine Hütte mitten in den Bergen. Wir haben uns nicht beschwert. Denn so eine Dusche nach so einem Tag, tat extrem gut. (Randnotiz: Wenn man mit Hund in den Bergen unterwegs ist, hat man wenig Auswahl welches Zimmer oder Lager man nehmen möchte. Es wird zugeteilt. Wir mussten das Luxus-Zimmer nehmen, da nur in diesem Zimmer Hunde schlafen durften).

Nach einer sehr sehr guten Nacht ging es weiter Richtung Rifugio Lagazuoi. Ein klein wenig bergan führte uns der Weg über eine Alm. Dabei kamen wir an einem Teil einer Kunstausstellung vorbei (SMACH2017). Überall in den Dolomiten wurden Kunstwerke unter dem Thema Kontraste verteilt. So kamen wir an einem aus Holz geschnitzten Astronauten vorbei. Man muss nicht bis zum Mond fliegen, um die schönen und wertvollen Dinge in der Welt zu finden. Relativ flach führte uns der Weg über die Alm an Kühen vorbei. Wir haben vom Stubaier Höhenweg gelernt und machten große Bögen um die Kühe herum. Später ging der Weg links ab und führte uns über die Forcella del Lago (Seescharte, 2488 m). Es ging stetig bergauf, aber oben angekommen, konnte man erstens das Tagesziel sehen und zweitens einen Bergsee (Lech de Lagacio), der auserwählt wurde, um dort Pause zu machen. Es ging über Holzstufen 300 Höhenmeter bergab. Ich hatte Sorgen, dass mein Knie Probleme machen könnte. Aber durch die neuen Einlagen in den Schuhen und durch mein Sportprogramm, ging das ohne Probleme. Ich war sooo glücklich. Es war ein herrlicher Sommertag, der dazu einlud, einfach in den See zu springen. Diese Idee hatten auch andere. Die hatten aber Schwimmzeug dabei – Wir nicht. Also German Style: nackig machen und ab in den See. Kalt! Aber nach so 3 Minuten ging’s und es war super angenehm. Kleine Stichlinge fanden unsere Haut auch ganz lecker und knabberten an uns. Auch Lisa kühlte sich im See ab und schlief dann eine Runde. Nach 1 h chillen, mussten wir aber weiter, schließlich lagen noch 500 Höhenmeter vor uns. Rifugio Lagazuoi lag nämlich auf 2700 m. Frisch gestärkt und erfrischt, ging es also los. Es war gar nicht schlimm, denn irgendwann waren wir einfach oben. Die schwarzen Regenwolken die aufzogen, schafften es glücklicherweise erst über den Berg als wir bereits in der Hütte waren.
Kurz was zur Hütte: ich mochte diese Hütte nicht und ich finde das war die dööfste von allen die wir je schon besucht haben. Das Essen war gut. Die Nacht war schlecht, weil Lager und ein Schnarcher. Aber damit hätte ich leben können: das war die erste Hütte, auf der Lisa nicht bei uns schlafen durfte. Sie musste im Eingang schlafen. Quasi im Windfang. In der Nacht hat es gestürmt und gewittert. Sie hatte sicher große Angst. Ich fand’s schrecklich und ich würde es nicht nochmal so machen. Ich wurde natürlich im Vorfeld darauf hingewiesen, dass der Hund nicht im Lager schlafen darf, sondern in einem gesonderten Raum, der innen ist. Ich dachte an Schuhlager oder so – an einen Raum, der zumindest warm ist. Sehr Hunde-unfreundlich! Und ihr kennt mich: wer kein Freund von Lisa ist, ist auch nicht mein Freund.

Also schnell weg von dieser Hütte. 7:30 Uhr waren wir am nächsten Morgen etwas müde bereit. Die Wegbeschreibung führte uns durch einen alten Kriegsstollen. Ein Felstunnel, der über 1,2 km 500 Höhenmeter nach unten ging. Eine Stirnlampe sei empfehlenswert stand in der Wegbeschreibung. Ich würde sagen: Geht diesen weg NUR mit Stirnlampe, die ist zwingend notwendig. Denn der Tunnel hat nur vereinzelt Gucklöcher nach außen. Größtenteils ist es dunkel. Es war spannend, furchteinflössend, nass, glitschig und anstrengend zu gleich. Die armen Soldaten im ersten Weltkrieg, die diesen Tunnel graben mussten. Das war sicher richtig anstrengend. Österreich gegen Italien (für mehr Infos: lest hier nach). Die gewählte Etappe für diesen Tag war sehr lang: knapp 20 km – für Bergwandern ziemlich viel. Es ging durch ein grünes Tal, an einem Felsen entlang. Zunächst sehr eben. Da konnten wir gut Strecke schaffen. Kurz vor Mittag ging es dann über felsige Schrofen über eine weitere Scharte. Der Aufstieg kam mir an diesem Tag sehr zäh vor, aber Bastian motivierte mich und dann ging es auch gleich schon besser. Hinter der Scharte führte uns der Weg über eine große lange Wiese. Das war so cool, hinter uns lagen die felsigen Berge und vorher uns auch. Aber dazwischen war einfach so ein weites grünes Tal mit so vielen Wiesen. Total schön. Der Weg machte Spaß und war recht eben, so dass wir wieder gut Strecke schafften. Dennoch entschieden wir uns am Rifugio Trieste nach einer Cola einen Lift talabwärts zu nehmen. Denn obwohl wir über Wiesen liefen, waren wir noch recht weit oben. Vor uns lagen 300 Höhenmeter runter, um dann wieder 500 m hoch zu laufen, um zur Rifugio Franz Kostner zu kommen. Der Lift endete etwas außerhalb von Corvara. Wir liefen nach Corvara (45 Minuten) rein und nahmen die Gondel Boé und anschließend den Lift Vallon hoch zur Rifugio Kostner. Wir waren müde, es regnete und über eine Ski-Piste im Sommer hoch zu laufen, ist wenig attraktiv. Diese Hütte war wunderschön! Liebevoll bewirtet. Einfach klasse. Wir hatten ein zwei-Bett Zimmer unterm Dach mit rotkarierten Kissen und einer Wärmflasche. Die Hüttenwirte haben sich extrem bemüht, dass es ihren Gästen gut geht. So schön und Hunde freundlich. Sehr zu empfehlen!

Am nächsten Tag sollte es eigentlich weiter zu Pisciadù Hütte gehen, allerdings wollte Lisa wohl nicht mehr so recht laufen. Sie lief sehr unrund und jedes aufstehen und laufen sah sehr qualvoll für sie aus. Wir buchten noch an der Franz Kostner Hütte eine Pension in La Villa Stern für zwei Nächte und nahmen die Bahn nach Corvara zurück. In Corvara nahmen wir den Bus nach Badia zum Auto. Lisa brachten wir in die Pension (Ciasa Montanara), die ich auch sehr empfehlen kann und wir fuhren zum Grödner Joch. Von dort aus bestiegen wir per Klettersteig die kleine Cirspitze. Das war mein allererster Klettersteig und diente als Vorbereitung für den Klettersteig am nächsten Tag. Ich sag Euch was, das macht Spaß. Ich war ein bisschen enttäuscht, dass es so schnell vorbei war. Zum Glück hatten wir ja schon einen weiteren für den nächsten Tag geplant.

Gleich nach dem Frühstück am nächsten Morgen waren wir 8.30 Uhr am Parkplatz zum Klettersteig Pisciadù. Der beliebteste in der Gegend. Man solle ihn wohl unbedingt am Wochenende vermeiden und sehr früh da sein, damit man nicht wie in einer Ameisenstraße empor klettert. Diese Info haben wohl auch andere gelesen. Aber es war noch nicht zu voll. Der Pisciadù Klettersteig ist nicht zu schwer, hat ein paar luftige Stellen. Ich dachte aber nie „zum Glück bin ich gesichert“. Es ging über Leitern, Tritte und am Ende über eine Hängebrücke stetig bergauf. Nach 2 Stunden kamen wir dann irgendwann bei der Hütte an. Die Hütte, in der wir eigentlich die Nacht zu vor verbringen wollten. Es war erst halb 11. Und der Gipfel von Pisciadù lachte uns an. Ja das machen wir. Wir haben nur knapp die 3000er Grenze unterboten, denn der Gipfel ist auf 2980 m. Mist! Aber das machte nichts, denn der Ausblick von dort oben war gar wundervoll. Über den gleichen Weg ging es zurück zur Hütte. Und jetzt haben wir uns auch den heißgeliebten Kaiserschmarren verdient. Die schmecken nur so gut, wenn man zu einer Hütte gewandert ist! Wir nahmen dann einen anderen Weg zurück zum Auto. Um die Knie zu schonen, schließlich ging es 500 Höhenmeter wieder bergab, gingen wir recht flott den Berg hinunter. Nach nur einer Stunde waren wir schon wieder am Auto. Dieser Tag endete nach 1000 Höhenmeter hoch und wieder runter mit einer italienischen Pizza nahe unserer Unterkunft.

Zusammenfassung: Die Dolomiten sind beeindruckend und wunderschön. Wir hatten tolles Wetter. Wir hatten extrem viel Spaß. Es geht auch immer soo schnell vorbei.

Inversionswetterlage auf der Hornisgrinde

Am letzten Tag des Jahres 2016 waren wir auf der Hornisgrinde im Nordschwarzwald unterwegs. Im Tal -5°C, oben dann gefühlte 15°C – Inversionswetterlage.

Ostsee Segeltörn 2016

In der zweiten Septemberwoche ging es ähnlich wie im letzten Jahr zum Segeln auf einer Sun Odyssey 39i auf die Ostsee – Start von Dyvig in Dänemark nach Assens, Ballen, Søby (über Svendborg), Maasholm (Deutschland), weiter nach Bagenkop und schließlich über Sønderborg zurück nach Dyvig.
Das Schiff war für uns drei Leute mehr als groß genug, für mich hätte es ruhig ein bisschen sportlicher sein dürfen aber bei im Schnitt 4 Windstärken aus Südost war es bei strahlender Sonne ein erholsamer Trip.

 

Rund um den Königssee

Letzte Woche ging es von Carl-von-Stahl-Haus über die Wasseralm zum Kärlingerhaus und abschließend zum Wimbachgrieshütte einmal rund um den Königssee.

Ostee Segeltörn 2015

In der ersten Septemberwoche ging es zusammen mit 11 Arbeitskollegen auf 3 Schiffen von Mola von Flensburg aus in die Dänische Südsee mit Umrundung der Inseln Als & Barsø, sowie Anlaufen von Langeland.
Halt machten wir in Høruphav, Bagenkop, Fynshav, Ankern in der Bucht von Dyvik und im Sønderborger Stadthafen. Hier ein paar Eindrücke.

Chuandixia

Über’s Wochenende gings auf eine geführte Wanderung mit Übernachtung via BeijingHikers nach Chuandixia, circa zwei Stunden entfernt von Beijing, Die Übernachtung war in einfachen Matratzenlagern in dem idyllischen Ming-Dynastie-Dörfchen, die Wanderung mit 27km anspruchsvoll aber kurzweilig ob der Landschaft und den mitwandernden Begleitern.

Stubaier Höhenweg

Im Juli ging’s ein paar Tage auf den Stubaier Höhenweg. Nachfolgend ein paar Impressionen.