Begleithundeprüfung 29.11.2009 in Magstadt

Da ich zur Zeit viel zu tun habe, ist in den letzten Wochen recht wenig passiert.

Heute waren wir allerdings bei der Begleithundeprüfung in Magstadt. Lisa und Bastian haben vorzüglich bestanden. Da die beiden die höchste Punktzahl von heute hatten (78 von 80 Punkten), mussten wir den Bericht schreiben. Lisa hat sogar einen Pokal bekommen. 😀 Aber nun der Bericht:

An einem kalten, etwas windigen, klarem 1. Advent (29.11.2009) trafen sich 11 Retriever und ihre Führer zur Begleithundeprüfung auf dem Gelände des Hundesportvereins in Magstadt. Damit die Prüfung rechtzeitig um 9 Uhr beginnen konnte, trafen sich alle 8:15 Uhr. Die Sonderleitung übernahm Silke Körper, die für jeden – auch für die Hunde – ein kleines Adventspaket mit Nervennahrung vorbereitet hatte. Nachdem alle ihre Papiere abgaben und sich die Hunde noch kurz lösen konnten, begrüßte uns unser heutiger Richter Frank Kienle. Durch seine fröhliche nette Art nahm er allen Teilnehmern die Anspannung. Er besprach kurz den Parcours mit uns und gab noch kleine Tipps. Am Start waren drei Goldens, ein Novia Scotia Duck Tolling, ein Flatcoated, ein Chesapeak Bay und vier Labrador Retriever. Sowohl Hund als auch Herrchen gaben ihr bestes und es war immer deutlich sichtbar, dass beide ein gutes Team bildeten. Bei drei der Teams war die Bindung allerdings so stark, dass es dem vier-pfötigen Teammitglied unmöglich erschien, den Partner außer Sichtweite zu lassen.

Da wir erst recht spät an der Reihe waren, haben wir häufig als Teilnehmer der in der Prüfung notwendigen „Menschenmenge“ gedient oder die Hundeführer – ohne Hund versteht sich – auf einen Spaziergang mitgenommen, um unsere durchgefrorenen Zehen wieder etwas warm zu bekommen.
Nach zweieinhalb spannenden – aber kalten – Stunden Warten und Zuschauen war es dann an uns, den Parcours zu bestreiten:

Überrascht vom schnellen Beginn unserer Prüfung durch den Abbruch der Prüfung unseres Vorgängers, hatten Herrchen Bastian und Labbi Lisa gar keine Zeit mehr aufgeregt zu werden, das kam dann erst während der Prüfung. Lisa war sehr konzentriert und folgte seinem Herrchen auf Schritt und Tritt. Lisas Paradedisziplin – Apportieren – meisterte sie mit Bravour. Bei den Zuschauern hörte man nur: „Das haben die vorher aber geübt.“ Bei der Platz-und-Bleib-Übung blieb sie ruhig und gelassen liegen und schaute dabei ab und zu ihrem Herrchen hinterher. Bei der letzten Disziplin, der Schussfestigkeit, hörte Lisa zum zweiten Mal in ihrem Leben Schüsse (Die ersten fielen beim Wesenstest). Als diese fielen, rannte sie nicht zu Gabi Weiland, die die Schüsse gab, sondern hinter die Zuschauer. Bastian pfiff sie zurück und Frank Kienle warf noch ein- bis zweimal das Dummy, so dass Lisa die Übung nicht mit etwas negativem verband. Schussfestigkeit sieht anders aus. Am Ende rannte sie doch noch zu Gabi Weiland, die sie dann mit ausreichend Leckerlies belohnte.

Nachdem auch die letzten Teams den Parcours bestritten hatten, wurde darauf verzichtet in die zu volle Gaststätte des Hundesportvereins einzukehren. Stattdessen wurden die nicht an Prüfungsteil B teilnehmenden Prüflinge verabschiedet und direkt mit Teil B, Sicherheit im Straßenverkehr, fortgefahren.

Es gibt sicherlich belebtere Orte als eine Kleinstadt an einem Sonntag Nachmittag, aber der Parkplatz eines Supermarktes forderte unsere Hunde mit Eisentreppen zum durchschauen, klappernden Einkaufswagen und einer befahrenen Hauptstraße doch heraus. Zudem begleitete die Teams permanent ein pöbelndes und sich auf dreiste Art in den Weg stellendes Dreiergespann aus Helfern, das die Prüflinge umkurven mussten. Alle fünf Teams zeigten sich von den gestellten Hindernissen recht unbeeindruckt, so dass alle den Prüfungsteil B bestanden.

Unsere erste Veranstaltung bei der Bezirksgruppe Schönbuch war durch und durch positiv und auch die Stimmung unter den Teilnehmern war gut. Alles in Allem war es ein sehr schöner und gelungener Tag. Vielen Dank an Silke Körper, die die Sonderleitung übernahm, an Frank Kienle, der eine sehr faire Prüfung machte und an Gabi Weiland und Arnold Körper, die mit ihren beiden Hunden ein ums andere Mal den zweibeinigen Teil des Prüflings-Teams außer Sichtweite des Hundes führten.

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