Link – German Pilsner

Schon lange wollten wir ein Pils brauen. Da Pils und Lager untergärige Biere sind, brauchten wir dazu einen Ort der konstant eine Temperatur von 10-14 °C hat. Obergäriges Bier wird im Vergleich bei 18-22 °C – also Kellertemperatur – fermentiert. Wir haben uns einen Kühlschrank besorgt, der von Bastian mit Temperatursensor, einer wärmende Glühbirne und einem Thermostat modifiziert wurde. Mittels einer Manschette wird der Sensor an das Bier angelegt und misst die Temperatur.

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Wir können jetzt eine Wunschtemperatur einstellen und der Kühlschrank hält durch Kühlung oder Wärmen die Temperatur konstant bei der Wunschtemperatur. Genau das richtige für unser Pils. 🙂

Ein Pils ist ein untergäriges Bier, d.h. die Fermentation findet bei 10-14 °C statt und die Hefe schwimmt nicht auf dem Bier wie bei obergärigem Bier, sondern sinkt auf den Boden. Daher kommt auch die Bezeichnung ober- und untergäriges Bier. Da die Temperatur niedriger ist, dauert die Fermentation auch länger, da alles träger ist.

Hier am Rande ein kleiner Exkurs in die Chemie: Es gibt eine Faustregel – die van’t Hoff’sche Regel oder auch RGT-Regel (Reaktion-Geschwindigkeit-Temperatur-Regel). Diese Regel besagt, dass chemische Reaktionen bei einer um 10 K erhöhten Temperatur doppelt bis viermal so schnell ablaufen. Wenn Zucker zu Alkohol umgewandelt wird haben wir nichts anderes als eine chemische Reaktion.

Die Fermenation für Pils dauert also ca. 4 Wochen bevor es in Flaschen abgefüllt wird. Das Pils wurde nach der tschechischen Stadt Pilsen benannt. Nicht nur die Fermentationstemperatur unterscheidet sich zu obergärigen Bieren sondern auch die Hopfensorten. So sind Pils und Lager hopfenbetont, d.h. sie haben ein ausgeprägtes Hopfenaroma. Unser Pils wurde nur mit Tettnanger Hopfen gebraut. Tettnanger Hopfen kommt vom Bodensee und wird zum Beispiel von der Alpirsbacher Brauerei für ihre Pils verwendet. Er zeichnet sich durch erdige, blumige und kräuterige Aromen aus und zählt mit seinem geringen Alpha Säure Gehalt zu den Aromahopfen.

Da die Fermentationstemperatur niedrig ist, werden wenig flüchtige Hopfenaromastoffe frei gesetzt. Untergärige Biere haben nicht diese typische Aroma-Fahne aus Zitrus oder Blumen wie obergärige Biere. Es zeichnet sich viel mehr durch seinen hopfigen (herberen, erdigen und grasigen) Geschmack aus.

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Biertyp: German Pilsner
Hefe: Saflager W34/70 (Saccharomyces cerevisiae
Malze: Pilsner
Hopfen: Tettnanger
Stammwürze: 12,2 °P
Alkoholgehalt: 5,6

Zugabe von Irish Moss

 

Wieder so ein Bier, was so lecker geschmeckt hat und so schnell verbraucht war, dass es kein Bild gibt. Es schmeckte wie ein leckeres sanftes Pils. Es hatte eine gelbe Farbe, war schön feinperlig und hatte eine schöne Schaumkrone.

Link ist der Hauptcharakter des Videospiels The Legend of Zelda. Wenn etwas nach Hopfen schmeckt, schmeckt es irgendwie erdig oder grasig. Link trägt eine grüne Tunika und eine grüne Zipfelmütze mit braunen Schuhen. Somit fanden wir Link als Bezeichnung für unser erstes Pils passend.

Cheers!

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