Mail von der Stadt

Ihr Anliegen wurde heute Morgen in der Bau-Dienstbesprechung geklärt.

Aufgrund der besseren passiven Sonnenenergienutzung auf der Giebelseite und der Lage in der zweiten Reihe kann eine Befreiung von der festgesetzten Firstrichtung in Aussicht gestellt werden.

Eine zusätzliche Beteiligung der städtischen Gremien (Bau- und Umweltausschuss) wurde nicht für notwendig erachtet.

… Diese Mail erreichte mich am späteren  Dienstag nachmittag. Da ich die Woche aber geschäftlich unterwegs war komme ich erst jetzt dazu der Welt die frohe Kunde mitzuteilen.

Hooray.

Herr Architekt hatte im Vorfeld an die „Baudienstbesprechung“ den Kollegen von der Stadtverwaltung noch einige Informationen, warum denn der First zu drehen sei bereitgestellt. Die Kernargumente, die scheinbar die Kollegen von der Stadt Calw überzeugten:

  • Die notwendigen Abstandsflächen zu den Grenzen können komfortabel eingehalten werden.
  • Mit den in Osten und Westen angrenzenden Nachbarn stehen wir nicht mehr mit den Giebeln dicht an dicht. Sowohl für die Nachbarn, als auch für uns, entspannt und verbessert sich die Situation durch drehen der Firstausrichtung erheblich.
  • An der Grenze zu den Nachbarn steht jetzt nicht unsere hohe Giebelwand.Dadurch daß unser First fast in unserer Grundstücksmitte liegt, und die viel niedrigere Traufwandhöhe zu den Nachbarn, bekommen die Nachbaren mehr Licht und Sonne.
  • Ein entscheidender energetischer Vorteil unserer solaren Architektur ist unser Ganzglasgiebel. Um die passive Solarenergie bestmöglich zu nutzen, ist die ideale Ausrichtung des Ganzglasgiebels (und damit auch die Firstrichtung) eine Südausrichtung.Die im Winter und Frühjahr tief stehende Sonne trifft so auf das Glas, sodaß sich die Innenräume allein durch die Sonneneinstrahlung behaglich erwärmen. Die Heizung erkennt diese Wärmegewinne und regelt runter.Im Sommer, wenn die Sonne fast senkrecht steht, schützen unsere weiten Dachüberstände die Innenräume auf der Südseite vor dem Erhitzen. Von dem Nordgiebel sind keine Sonneneinträge zu erwarten. Der Idealfall.
    Ganz anders verhält sich unser Haus mit einer Ost-West-Ausrichtung.Hier steht die im Sommer sehr intensive Morgen- und Abendsonne in beiden Giebeln.Eine mechanische, kostenintensive Beschattungsanlage wäre bei dieser Hausstellung unerläßlich.

In der Mail von Herrn Architekt ist auch eine erste Skizze unserer Planungsdiskussionen zu sehen. Ich will nicht alles vorwegnehmen, nur eine Frontansicht sei schon mal gegönnt:

Den Rest will ich gesondert erläutern.

Kommenden Dienstag (als ob Dienstag unser Hausbau-Tag sei) wird ein Kollege vom Herrn Architekt – nennen wir ihn Herrn Huf-Finanz – uns gegen Abend besuchen. In diesem Termin gilt es zu klären, ob denn überhaupt das uns vorschwebende Haus leistbar ist. Um ehrlich zu sein – ich bin skeptisch. Die Kollegen auf der Arbeit rechts und links von mir haben für wesentlich weniger finanziert. Aber um herauszufinden ob das uns vorschwebende Projekt leistbar ist muss man wohl in der Planung weit genug gehen.

Zur Vorbereitung des Finanzierungsgesprächs kam mir die aktuelle Ausgabe der Wirtschaftswoche noch mal wie gerufen: „Superzinsen: Vorfinanzieren, umschulden, neu abschließen – die besten Kniffe für Ihren Immobilienkredit“. Gekauft und festgestellt, dass der Informationsgehalt der reisserischen Überschrift nicht standhalten kann. Die Quintessenz: Ja. die Zinsen sind günstig. Ja. Es ist ein guter Zeitpunkt in eine Immobilien zu investieren. Nein, man sollte keinen Schrott kaufen.
Also nichts neues. Immerhin gibt’s ne schöne Tabelle wer welche Zinsen grad bietet. Mal sehen was Herr Huf-Finanz so anbietet.

Also heißt es für heute wieder: Crossing fingers for tuesday.

 

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