14 Tage Schottland 2009

Tag 1 – 13.08.2009
Hannover-Bremen
Wir sind 6:00 Uhr in Mariensee gestartet und kamen gut durch, so dass wir 7:11Uhr am Flughafen in Bremen ankamen. Ohne Probleme konnten wir den Kocher mitnehmen. Unsere Fertiggerichte wurden überprüft, ob es sich auch wirklich nicht um Sprengstoff o.ä. handelt. 8:50 Uhr ging es pünktlich in den Flieger.

Bremen-Edinburgh
Nach 90 Minuten Flug mit wenig Schlaf sind wir in Edinburgh bei Sonnenschein gelandet. 10:15 Uhr hatten wir unser Gepäck und 10:30 Uhr saßen wir im Bus Richtung Innenstadt (Waverley Station). 25-30 Minuten braucht man vom Flughafen bis zur Waverley Station für 3 Pfund. In der Innenstadt kauften wir zwei große Gaskartuschen und zwei Paar Sandalen à 25 Pfund. Mittags aßen wir am Bahnhof, wo wir zwei Stunden auf unseren Zug nach Inverness warteten, Sandwich und Couscoussalat von Marks&Spencer aßen.

Edinburgh-Inverness
13:35 Uhr ging es mit ScotRail nach Inverness von Plattform 17. Dreieinhalb Stunden sind wird durch tolle Landschaft gefahren und wir waren voller Vorfreude. 17 Uhr kamen wir in Inverness an und machten uns auf den Weg zum Zeltplatz (ca 2km außerhalb). Dort bauten wir das Zelt auf, tranken Bier/Cola und aßen Pizza.
Lisa fehlt uns jetzt schon!

Flug nach Edinburgh

Tag 2 – 14.08.2009

Inverness-Durness
Da wir uns in Edinburgh noch einen Wecker kauften, war es für uns kein Problem morgens 6:30 Uhr aufzustehen. Nach 45 Minuten zusammenpacken, machten wir uns auf den Weg zur Busstation, wo der Bus 8:50 Uhr nach Durness losfuhr. Die Fahrt dauerte fünf Stunden und fünf Minuten und war wenig spektakulär. Voller Motivation stiegen wir gegen 14 Uhr aus und liefen zur Ferry, die uns zum Minibus bringen sollte, welcher uns zum Cape Wrath bringen sollte. Leider, stand am Schild von der Ferry, dass die nächste Fahrt erst am nächsten Morgen 9:30 Uhr sei. Wir machten uns im Dauerregen nach Durness „Downtown“ auf (ca. 3 km zu Fuß). Dort war gar nichts los. Netterweise bat uns ein Brite an, dass er uns ein Stück mitnehmen könne, was wir gerne annahmen. Wir bauten unser Zelt auf und lagen von 17 Uhr an im Teletubby-Land und campierten dort zwischen Kaninchen und warteten auf den nächsten Tag.  Bastian grüßt an dieser Stelle seine Eltern und alle, die ihn kennen 😉
Lisa hätte so viel Spaß gehabt auf den Wiesen zwischen den Kaninchen.

erste Übernachtung in der Natur

Tag 3 – 15.08.2009

Durness-Cape Wrath
An diesem Morgen brachte uns 9:30 Uhr eine Fähre auf die andere Seite der Bucht und von dort aus ging es 40 Minuten in einem Minibus weiter. Die Fähre war für acht Leute plus Kapitän mit Hund und der Minibus für 16 Leute. Beides waren sehr klapprige Angelegenheiten. Die Straße zum Cape Wrath wurde bereits 1820 gebaut und wahrscheinlich seit dem nie wieder erneuert. Am Cape gingen wir spazieren und 11:00 Uhr ging unsere Wanderung endlich los!

Cape Wrath-Sandwood Bay
Der Himmel sah sehr freundlich aus und die ersten beiden Flüsse ließen sich problemlos überqueren, so dass wir froher Dinge waren. Irgendwann wurde der Wind sehr viel stärker. Dieser kam von vorn, was das Wandern auf sumpfigen unebenen Boden nicht gerade vereinfachte. Nach ca. 7 km mussten wir das erste Mal die Schuhe wechseln (Wanderschuhe <-> Sandalen), weil wir durch einen Fluss waten mussten. Weiter ging es auf und ab bei starkem Gegenwind (ca. Windstärke acht) und teilweise Regen. Der tat weh wie 1000 Nadeln. Das Auf und Ab durch sumpfige Landschaft schlauchte sehr. Aber das Tagesziel war immer mal zu sehen. Durch Schafherden ging  es weiter. Bei Kilometer 9 bis 10 mussten wir den schwierigsten Fluss überqueren, bei dem ich beinahe hingefallen wäre, aber alles ist gut gegangen. Nur noch ein Berg musste überquert werden und wir hatten eine wunderbare Aussicht auf Sandwood Bay, wo wir den letzten Fluss für den Tag überqueren mussten. Ein herrlicher langer einsamer Strand, wie in der Südsee. Abends lagen wir in den Dünen im Zelt bei starkem Wind und Regen zwischen Schafen in einer Ruine. Unsere Bäuche waren gefüllt mit Chili con carne.
Auch heute fehlte uns Lisa!!

Sandwood Bay

Tag 4 – 16.08.2009

Sandwood Bay-Sumpf zwischen Rhiconich und Lachstach Lodge
Die letzte Nacht war ziemlich laut. Es goss stundenlang und der Wind war sehr laut. Bastian würde es krasser ausdrücken: „Es hat sich ein Sturm über uns ergossen.“ Dennoch sind wir 7:30 Uhr aufgestanden und haben uns 8:45 Uhr auf die nächste Etappe gemacht. Es ging über Berge an Seen vorbei und die Landschaft sah teilweise richtig trist aus. Nach 6 km hatten wir einen wunderschönen Panoramablick auf Blairmore und dem Atlantik. Im Atlantik war ein großer Fels zu sehen, an dem sich die Wellen brachen. Hinzukam, dass die Wolken sehr tief hangen, was das ganze Bild sehr mystisch machte. Nach einer kurzen Pinkelpause in einer öffentlichen Toilette, die in einem Dorf mit fünf Häusern war, ging es weiter auf einer Straße Richtung Rhiconich. Die Straße zog sich 12 km hin und war super unbequem für die Füße. Nach 6 km machten wir eine Mittagspause mit Rührei und Speck. Wir haben den Speck angebraten, was eine schlechte Idee war, weil der so salzig war, dass wir den ganzen Tag Durst hatten. Rhiconich besteht aus einem Hotel, einer Kreuzung, einer Polizei und einer öffentlichen Toilette. Die Toiletten nutzen wir, um unseren Wasservorrat aufzufrischen. In Rhiconich waren wir bereits 16 km gelaufen, also fehlten noch 4 km bis zum Tagesziel. Wir liefen also noch weiter, allerdings kam kein geeigneter Schlafplatz: entweder zu nass wegen Sumpf oder es lag am Hang. Wir liefen und liefen und suchten und suchten. Einen größeren Fluss haben wir dabei überquert. Bastian hatte einen guten Einfall, denn am Flussufer lag ein Eisengestell, welches wir gemeinsam auf die andere Seite rollten. So ging das Überqueren schnell und wir konnten uns gut festhalten 🙂 . Danach die Strecke war nur noch anstrengend, ich war einem Nervenzusammenbruch nah und wollte nur noch nach Hause: kein Weg, Sumpf, Stein und steiles Seeufer. Alles nicht so schön in Kombination. Eigentlich wollten wir so weit gehen, dass wir den Weg, der bald kommen sollte, erreichen. Aber nach 26 km hatten wir platte Füße und die Midgets nervten. Schlimmer als gedacht: Schwarze Midgetswolken überall und dann überall an unseren Körpern… Deswegen sind wir schnell ins Zelt auf einem Hügel im Sumpf geschlüpft.
Lisa hätte sicher viel Spaß gehabt. 🙂

Sumpf hinter Rhiconich

Tag 5 – 17.08.2009

Sumpf zwischen Rhiconich und Lachstach Lodge-Sumpf 10 km vor Kylesku
NASS, NASS, NASS -> Regen Heute Morgen gingen wir nach einer guten Nacht noch 800 m durch den Sumpf und trafen auf einen Weg. Immerhin war es nun von unten wieder trocken. 5 km ging der Weg und wir kamen in Lochstach Lodge an. Hier war nichts los. Nun war es endlich von unten trocken und es fing an zu regnen. Es folgte ein langer Aufstieg. Tja und nach dem Aufstieg kam Sumpf –  also Nässe von oben und unten. Die Sumpfstrecke kam mir ewig vor und das erste Mal war auch Bastian ein bisschen maulig. Nach vielen Metern oder sogar Kilometern kamen wir in einen Wald, der eigentlich sehr schön war, aber bei Regen konnten wir ihn gar nicht richtig genießen. Wir hofften irgendwo eine Schutzhütte zu finden, um eine Mittagspause einigermaßen im Trocknen einzulegen. Leider kam keine, also liefen wir weiter und weiter. Nach ca. 8 km kamen wir in Achfary an. Auch hier war tote Hose – nichts los: keine Toilette, kein Einkaufsladen, nur ein schwarzweißes Telefonhäuschen. Als wir hier ankamen, waren wir bereits 15 km gelaufen und richtig nass. Wir waren kurz davor aufzugeben und zu trampen. Auf der Karte nach geschaut: Wir waren am Arsch der Welt: keine größere Ortschaft in der Nähe außer Kylesku, die man von dort aus nur zu Fuß erreichen kann. Wir entschieden uns doch für den 5 km Anstieg (von ca 80 m über NN auf 400 m über NN) zu wagen. Für mich war der Anstieg schwer und seeeehr lang. Zwischendurch aßen wir Landjäger und BP-5. Aber irgendwie waren wir dann schneller oben als gedacht. Wir haben das Zelt bereits 16:30 Uhr aufgestellt – ich glaube wegen mir. Es regnete den ganzen Abend. Obwohl wir alle Sachen aufgehängt haben, sind die Klamotten nicht trocken geworden. Ich hab sehr gefroren, so dass Bastian uns einen Tee/Kaffee machte. An Wasser mangelte es an dieser Stelle sehr, so dass wir an diesem Abend weniger als 1 L Wasser übrig hatten. Einer von uns beiden musste also noch mal raus in den Regen zum Bach, um welches zu holen. Bastian übernahm die Aufgabe als es gerade nicht regnete. Dafür musste er sich mit Midgets rumärgern.
Heute musste ich oft an Lisa denken, sie hätte mich sicher heute oft getröstet. Kuss an Lisa!

Regenreicher Abend im Sumpf vor Kylesku

Tag 6 – 18.08.2009

Sumpf 10 km vor Kylesku-Sumpf auf Berg vor Inchnadamph
Es war ein sehr guter Tag. Es hat nicht geregnet (zumindest nicht in Strömen, nur einmal getröpfelt) und es gab bis auf morgens keine Midgets. Wir liefen auf einem steinigen Weg 10 km nach Kylesku. Dabei sahen wir Rehe und einen Hirsch und ziegenähnliche Schafe. Es war ein sehr schöner Weg. Lange hatten wir Sicht auf Kylesku von oben. Dabei muss gesagt werden, dass Kylesku aus ein bis zwei Fischerhäusern, einer Post-Office und einem Hotel und ganz wichtig einer öffentlichen Toilette bestand. Unsere Entscheidung abzubrechen konnten wir auch beim Mittagessen (BP-5, Landjäger und Mousse au Chocolat <- LECKER) nicht fällen. Wir trafen einen jungen Kerl, der unsere Strecke in die andere Richtung lief und fragten ihn wie sich der Weg fortsetze. Wir unterhielten uns eine Weile und entschieden uns weiter zu laufen. Es folgte eine lange Strecke auf der Straße. Erst nach 7 km konnten wir diese wieder verlassen. Es ging weiter durch sumpfiges Gebiet, auf einem kleinen Weg, der gut gepflegt war, so dass wir kaum nasse Füße bekamen. Wir stiegen steil bergan. Als wir oben waren, kamen wir zu einem See. Ich fand das gemein, weil es einem hier so vorkam als ob wir unten wären, obwohl wir die ganze Zeit bergan stiegen. Es war ein See eingekesselt von zwei höheren Bergen. Es ging weiter sehr steil bergan, aber wir wurden mit einem schönen Ausblick auf den höchsten Wasserfall Schottlands belohnt. Es folgte ein seichter Abstieg weiterhin mit dem schönen Ausblick. Nach 22 km schlugen wir unser Zelt auf einem Berg im Sumpf auf, auch mit dem Ausblick auf den Wasserfall.
Kuss an Lisa!

bei Kylesku

Tag 7 – 19.08.2009

Sumpf auf Berg vor Inchnadamph-Inchnadamph
Morgens wachte ich 6:55 Uhr auf und war froh, dass es windig war und nicht regnete. Es konnte also ein richtig guter Tag werden. Dieser Frohsinn schwand 20 Minuten später dahin, als es anfing zu regnen. Wir hofften auf einen kleinen Schauer und warteten bis 9:30 Uhr ab. Es wurde nicht besser. Gegen 10 Uhr machten wir uns auf die nächste Etappe bei leichtem Nieselregen, der zu strömenden Regen wurde. In kürzester Zeit waren wir beide sehr nass. Aber wir mussten weiter. Die Wolken hangen sehr tief, somit war es sehr spooky so kurz vor den Bergen, über die wir drüber mussten. Ein Anstieg auf 600 m  von 100 m stand uns bevor. Wir waren sehr langsam unterwegs. Als wir endlich oben waren, wurden wir nicht mal mit einem tollen Ausblick belohnt, da wir mitten in den Wolken standen. Zum Regen kam nun auch noch kalter Wind von der Seite, aber es ging nun stetig und seicht bergab. Um die Mittagszeit hörte es sogar auf zu regnen und ich war wieder voller Hoffnung, dass nun alles besser wird. 13:40 Uhr kamen wir nach 10 km in Inchnadamph an. Es war windstill und schon kamen lauter kleine Midgets. NERVIG! Da wir beide nass waren, froren und angenervt waren von den Midgets, entschieden wir uns 17:30 Uhr den Bus zunehmen, um nach Inverness zu fahren. Inchnadamph besteht aus einem Hostel/Bed and Breakfast. Dort fragten wir, ob wir eine heiße Dusche nehmen könnten, auch wenn wir nicht blieben. Sie willigten ein. Allerdings gefiel es uns so gut, dass wir doch eine Nacht blieben. Wir nahmen eine heiße Dusche, tranken Tee bzw. Kaffee und unsere Sachen trockneten im Drying Room. Abends aßen wir unsere Pfannkuchen und tranken Bier. Bastian brachte mir bei, wie man Backgammon spielt und wir buchten für Edinburgh drei weitere Nächte im Castle Rock Hostel. Später am Abend saßen wir noch mit zwei Deutschen zusammen und tranken Whisky (nicht mein Fall). Für Lisi wäre der Regen und die Midgets auch nichts gewesen.

Zelt mit Ausblick auf den höchsten Wasserfall Schottlands

Tag 8 – 20.08.2009

Inchnadamph-Inverness
Der Tag fing mal wieder mit Regen an und wir blieben bis 12 Uhr im Hostel (Bastian las und ich puzzelte). Dann hörte der Regen auf und die Sonne kam raus – sehr gemein! Wir liefen 2 km zu den Bone Caves und schauten sie uns an. Sie waren allerdings nicht sehr aufregende, dafür hatten wir auf dem Rückweg einen tollen Ausblick auf Loch Assynt. Die Midgets hingegen fanden uns sehr interessant, so dass wir unsere Selbstauslöser-Photoaktion abbrechen mussten. Bei Wind und schönstem Wetter liefen wir zurück zum Hostel und holten unsere Rucksäcke. Es war mittlerweile 14:30 Uhr. Am Loch Assynt schauten wir uns eine Ruine an. An der Ruine Ardvreck aßen wir Banok mit Gouda und Landjäger und warteten dort zwei Stunden auf den Bus. Halb sechs standen wir an der Straße und winkten den Bus nach Inverness ran. Klappte auch prima. Zwei Stunden ging die Fahrt. In Inverness angekommen, kauften wir noch was ein und gingen zum Zeltplatz. Draußen in der Natur ist es 1000mal schöner als hier. Im Nachhinein war es vielleicht ein Fehler abzubrechen. Aber nun war es so.
Morgens lernten wir den Hund Fay aus dem Hostel kennen. Fay ist fast genauso alt wie Lisa, die beiden hätten sich sicher gut verstanden.

HostelRuine Ardvreck bei Loch Assynt

Tag 9 – 21.08.2009

Inverness
Morgens sind wir 7:00 Uhr von einem Rasenmäher geweckt worden. Trotzdem sind wir erst gegen halb neun aufgestanden. Nach dem Duschen und Frühstücken haben wir uns auf den Weg nach Inverness Downtown gemacht, um von dort aus den großen Tiso-Laden (Outdoorladen) zu suchen, den wir vom Bus aus sahen. Dabei kamen wir durch ziemlich ärmliche Viertel. Nach ein paar Fehlversuchen haben wird den Outdoor-Laden endlich gefunden. Dort hat sich Bastian einen Daypack von Deuter gekauft. Nun konnten wir endlich unsere Jacken verstauen. Danach ging es zurück in die Innenstadt zu Marks&Spencer, um Mittag zu kaufen (zwei Salate und zwei Sandwiches). Im Eastquarter Center waren wir ein bisschen shoppen und haben Ben&Jerry’s Ice gegessen (Baked Alaska). Bei Costa tranken wir Kaffee und aßen einen Lemonmuffin. Gegen 19 Uhr waren wir zurück auf’m Zeltplatz und aßen Chicken Tikka Masala mit Reis aus der Dose. Es ist sehr windig und kalt, also nichts mit lauschigem Sommerabenden. Lisa fehlt!
Nachtrag: Wir waren heute auch im Primark und das ist ja soooo ein schrecklicher Ramschladen, da bekamen Bastian und ich gleich schlechte Laune!

Inverness

Tag 10 – 22.08.2009

Inverness
Also Inverness ist eine super langweilige Stadt… Nach dem Frühstück machten wir uns auf, um den Historical Way of Inverness zu erkunden. Puh, war das öde. Die Sights waren sehr unspektakulär, so dass Bastian und ich schnell genug davon hatten. Am Inverness Castle aßen wir Salat und Sandwich. Das Castle selbst war auch nicht spannend, da es zu neu war (erbaut 1830). Gegen halb drei gingen wir ins Inverness Museum. Das war ganz interessant. Es ging um die Geschichte der Highlands, Schottlands und Inverness. Dort verbrachten wir ca. drei Stunden. Bei Costa tranken wir wieder Kaffee und aßen einen Tripple Chocolate Muffin. Gegen halb sieben waren wir zurück am Zelt und haben Reis mit Lambcurry (aus der Dose) gegessen. Neben uns hatten drei Männer ihr Zelt aufgeschlagen, mit denen wir uns dann eine Weile unterhielten (ganz schöne Spinner ^^). Der Teil des Campingplatzes, auf dem die Zelte standen, war zu 90% mit Deutschen besetzt. An diesem Abend haben wir uns sehr gefreut, am nächsten Tag endlich nach Edinburgh fahren zu können. Und die Zeit bis wir Lisa wiedersehen war auch nicht mehr lang.

Bastian war langweilig ;-)

Tag 11 – 23.08.2009

Inverness – Edingburgh
Wie sollte es auch anders sein, es regnete die ganze Nacht… d.h. unser Zelt war wieder nass. Zwischen 7:00 und 7:30 Uhr standen wir auf und packten unsere Sachen zusammen, so dass wir 8:45 Uhr los gingen zum Bahnhof. Wir fühlten uns wie zwei Packesel, weil wir beide noch eine extra Tasche hatten. 20 Minuten vor Abfahrt des Zuges waren wir am Bahnhof und hatten Glück einen Sitzplatz im Zug zu bekommen. Die Zugfahrt dauerte dreieinhalb Stunden, so dass wir lasen und uns die Highlands anschauten. 13:45 Uhr kam wir im Castle Rock Hostel an (es liegt auf dem Berg in der Nähe des Edinburgh Castles). Die ganze Stadt war voller Menschen, da im August  immer Festivals sind. Nach dem wir alle  Rucksäcke bzw. Taschen ins 10er Dorm gebracht hatten, liefen wir ein wenig in Edinburgh rum. Primär waren wir auf der Suche nach einem Geldautomaten und nach was zum Essen. Für beides wurden wir in Waverley Station fündig – auch wenn es ein Whopper und ein Angry Whopper von Burger King war. Wir liefen weiter auf der Princess Street und waren ein bisschen shoppen. Später am Nachmittag/früher Abend waren wir in einem Pub „The White Hat“ und tranken Bier bzw. Coca Cola (Bastian trank ein Honigbier). Zum Abend gab es eine Falafel und wir kauften Dosenbier in einem Quickmarket ein. Bis 23 Uhr saßen wir in einem der drei Aufenthaltsräume und tranken Bier, lasen und hörten Musik.
Lisa fehlt!

Edinburgh

Tag 12 – 24.08.2009

Edinburgh
Wir haben gut geschlafen und sind gegen 8 Uhr zum Duschen gegangen und 8:30 Uhr zum Frühstück. 9:05 Uhr standen wir vor dem Eingang zum Castle of Edinburgh. Dummerweise hatten wir nicht geschaut, wann es öffnete, so mussten wir 25 Minuten warten, dass wir hinein konnten. 9:30 Uhr waren wir dann die 10. oder so, die drin waren. Das Castle ist ein sehr schön erhaltenes altes Schloss mitten in Edinburgh. Man hat eine richtig gute Aussicht. Danach liefen wir auf der Royal Mile hinunter bis zum Holyrood Park. Zwischen durch aßen wir ein Focaccia und kamen am Scottish Parliament vorbei. Eigentich wollten wir ins Parliament, aber Bastian hatte sein Taschenmesser dabei, welches eigentlich in UK verboten ist, so dass wir nicht ins Gebäude konnten. Deshalb haben wir das auf den nächsten Tag verschoben. An Stelle dessen liefen wir hoch zum Arthur’s Seat (höchster Punkt Edinburghs). Der Gipfel ist 251 m hoch und wir hatten einen super schönen Blick über Edinburgh. Da man mehr als eine halbe Stunde hoch brauchte, sind dort oben nicht allzu viele andere Touristen, so dass man den Ausblick wirklich genießen konnte. Beim Auf- und Abstieg wünschten wir uns unsere Wanderschuhe und ich mir meine Knieschoner. Danach liefen wir zum Clapton Hill. Der ist nicht ganz so hoch, aber dennoch schön. Zurück in Newtown kauften wir uns Spaghetti mit Arabiatasauce. Abends chillten wir im Hostel und hörten der Military Band zu, denn es war auch gerade Tatoo Military Festival. Die spielten 7mal die Woche…
Nur noch zwei Tage und wir sehen Lisa wieder 😀

Arthur's Seat

Tag 13 – 25.08.2009
Edinburgh

Da wir am Tag vorher nicht im Scottish Parliament waren, holten wir das heute nach (dieses Mal ohne Taschenmesser). Wir haben keine Tour gemacht. Innen war eine Photoausstellung, die ich persönlich sehr heftig fand. Es gab viele Bilder von Menschen nach Attentaten oder Erdbeben, die nicht gestellt waren. Das sah grausam aus. Aber es gab auch schöne Bilder von Natur oder Sport. Von außen sieht das Scottish Parliament sehr interessant aus, aber ich fand es nicht schön. Wir fuhren dann mit dem Bus zum Ocean Terminal, einem großen Shopping Center, von dem man sich die Royal Yacht Britannia anschauen konnte. Dies ist ein Schiff, mit dem die Queen bis 1997 durch die Welt reiste. Es war gar nicht so pompös, wie man denken könnte, sondern eher sehr schlicht. Der Rundgang mit Deutschem Audio Guide dauerte ca. zwei Stunden und war sehr interessant. Es war sehr amüsant, denn mit uns ging ein Asiatisches Pärchen, die viele viele Photos machten und auf jedem Photo poste einer von beiden. Jedes kleinste Detail wurde photographiert und immer war einer von beiden mit drauf. Nachdem wir kurz was gegessen haben, fuhren wir mit dem Bus ins Westend, um uns den Royal Botannic Garden anzuschauen. Dort tranken wir Coca Cola und aßen einen Blueberry und Raspberry Muffin. Der Garten ist ein sehr schön kultivierter Garten, in dem wir gut entspannen konnten. Gegen halb sieben waren wir zurück im Hostel.
Lisa fehlt!

Botanischer Garten

Tag 14 – 26.08.2009

Edinburgh
Unser letzter Tag 🙁 und es regnete. Die beiden letzten Tage waren so schön: blauer Himmel und Sonne. Aber diesen Tag wollten wir eh für Museen nutzen. Das erste Museum war die Scottish National Gallery. Obwohl Kunstausstellungen sonst nicht so meins sind, fand ich die Ausstellung sehr interessant. Sie hatten eine große Sammlung Niederländischer Maler und es gab viele Hunde auf den Werken. Halb eins liefen wir ins Westend zur Scottisch National Gallery of Modern Art. Da ich schon etwas müde war, hab ich mir nicht mehr jedes Hinweisschild durchgelesen. Damien Hirst find ich komisch: Er empfindet es als Kunst, eingelegte Fische oder ein eingelegtes Schaf auszustellen. Für mich ist das eher Biologie. Bastian sagte aber, dass die Art und Weise der Anordnung die Kunst sei. Nach zwei Stunden Museum liefen wir ins Eastend, um uns das kleine Museum über Prints anzusehen. Wir konnten in die Werkstatt gucken und beobachten, wie ein Siebdruck gemacht wurde. Nach viereinhalb Stunden Kultur waren Bastian und ich sehr hungrig und müde. Wir gingen zurück zur Waverley Bridge, um heraus zu finden, von wo der Bus am nächsten Morgen zum Flughafen abfährt. Zurück im Hostel packten wir unsere Rucksäcke und verbrannten das restliche Gas. (MERKE: 460 g Gas reichen dicke aus für 14 Tage für Bastian und mich!) Am Abend waren wir im Suruchi Indian Restaurant essen. Gegen 3:15 Uhr haben wir das Hostel verlassen und sind zum Flughafen gefahren.

Wir hatten einen super schönen Urlaub, freuten uns aber dann auch auf zu Hause auf Lisa, die bei meinen Eltern eine schöne Zeit hatte!

Castle of Edinburgh

(für alle Photos hier klicken)

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