Osterwochenende im Südschwarzwald

Für die Lesefaulen, diesmal die Photos gleich am Anfang (aufs Photo klicken):

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Für das Osterwochenende hatte Bastian und ich uns vorgenommen mal wieder eine Mehrtagestour zu machen, da wir das schon lange nicht mehr gemacht haben. Wir hatten drei Tage Zeit und haben dementsprechend eine Route rausgesucht (bzw. eigentlich war es nur Bastian). Wir haben uns also Freitag Morgen auf den Weg nach Geschwend gemacht. Geschwend ist eine Gemeinde der Stadt Todtnau im Südschwarzwald. Wir haben uns beeilt, so dass wir dort einen Bus um 9:02 Uhr nach Titisee nehmen konnten. Nach 50 Minuten Fahrt ging unsere Runde in Titisee los.

Tag 1: Titisee – Krummes Kreuz (23 km)
Der Weg von Titisee Bahnhof führte uns über eine Rodelbahn hinauf nach Saig. Von dort aus ging es weiter nach Lenzkirch, wo wir auf den Schluchtensteig trafen. Der Schluchtensteig führte uns durch Wälder, Wiesen und über eine Alm zum Bildstein hinauf. Vom Bildstein hatten wir eine super Aussicht auf den Schluchsee, so dass wir dort unsere Mittagspause hatten. Unsere nächste Station war Aha am Schluchsee, wo ich ein Eis aß und Bastian ein alkoholfreies  Weizen trank. Die Route führte uns auf die andere Seite des Schluchsees, wo wir einen Biergarten vorfanden, den wir vor unserem nächsten Anstieg auch nutzten. Bastian trank ein Alster und ich eine Cola. Dort konnten wir auch unsere Wasservorräte auffüllen, so dass wir später am Abend auch genügend zum Kochen und trinken hatten. Unser nächstes Ziel war das Krumme Kreuz, wo wir unser Nachtlager aufschlagen wollten. Wir kamen an einer schönen Naturwiese vorbei und einer Picknickstelle, mit Ausblick auf den Schluchsee. Am Krummen Kreuz angekommen, genossen wir die restliche Abendsonne und haben Schwarzwälder Pilztopf zum Abendbrot gegessen. Gegen 20 Uhr haben wir uns ins Zelt verzogen und wären fast eingeschlafen, als ein Auto direkt neben dem Zelt parkte und ein netter Forstverwalter uns darauf hinwies, dass das eigentlich nicht erlaubt sei hier zu zelten. Er lies uns aber da schlafen und wir mussten versprechen, dass wir alles sauber hinterlassen. Das ist aber selbstverständlich.

Tag 2: Krummes Kreuz – Todtmoos (28 km)
Nach dem Frühstücken und dem Zähneputzen mit eiskaltem Quellwasser machten wir uns auf den Weg unserer nächsten Etappe. Zunächst führte uns der Schluchtensteig hinab ins Muchenland (eine Siedlung von Glasbläsern). Weiter ging es in eine weitere Siedlung von Glasbläsern nach Althütten. Diese Siedlung hatte sogar eine kleine Kapelle, die zur Wallfahrt genutzt wird. Von dort aus folgte eine Abstieg durch eine Schlucht nach St. Blasien, einem heilklimatischen Kneipp-Kurort mit einem Internat für Jungs und Mädchen. Dort aßen wir ein Eis im Kurgarten. Anschließend ging es über den Victoriaweg hinauf zum Lehenkopf, wo wir unsere Mittagspause mit Ei und Brot hatten. Es ging weiter über diverse Viehweiden mit schönen Ausblicken zu einem Klosterweiher, der nicht weiter spektakulär war. Ein kurzer Anstieg leitete den Weg hinauf auf die Hochfläche und hinüber nach Ibach. Immer wieder gingen wir durch Tore, die uns auf eine Viehweide oder hinaus führten. Nach einer kurzen weiteren Pause (20 km) wollte ich nur noch mein persönliches Tagesziel erreichen: Ibacher Kreuz, um zu schauen ob wir da schlafen könnten. Dummerweise handelte es sich dabei um einen Parkplatz an einer Straße. Also ging es weiter Richtung Todtmoos. Immer auf der Suche nach einem Schlafplatz ging es durch die Hohwehraschlucht an einem historischen Bierkeller vorbei und irgendwann kamen wir in Todtmoos an. Dort entschieden wir uns, da wir mittlerweile 28 km gelaufen waren, in einem Hotel zu schlafen, da ich sehr sehr sehr müde war. Todtmoos ist ein kleiner Kurort, wo es Läden gibt, die T-Shirts haben für Kinder mit der Aufschrift: „Omas und Opas Prinzessin“ oder „Wenn Mama und Papa nein sagen, frag ich Oma und Opa“. Wir waren wahrscheinlich mit die jüngsten in dem Ort ;-D Wir aßen Abendbrot und gingen recht schnell zu Bett.

Tag 3: Todtmoos – Geschwend (12 km)
Früh am Morgen hatte es geregnet und es war bewölkt. Wir haben gefrühstückt und machten uns auf den Weg nach Geschwend, wo unser Auto stand. In Todtmoos verließen wir den Schluchtensteig (der in Wehr endet) wieder. Wir gingen über Wiesen, durch Wälder und durch kleine Ortschaften wieder auf und ab. Da es bewölkt war, brannte heute die Sonne nicht so. Nach knapp 3 Stunden wandern, kamen wir auch schon wieder am Auto an.

Es war eine sehr schöne Runde mit tollen Ausblicken und viel Sonne. Wir hatten dabei viel Spaß. Leider war ich am 2. Tag so kaputt, dass wir nur eine Nacht im Zelt geschlafen haben. Wir waren das letzte Mal mehrere Tage vor zwei Jahren wandern. Meine Beinmuskulatur hat mich das sehr spüren lassen, so dass jeder Abstieg sehr unangenehm wurde. Ich muss also trainieren, dass ich das nächste Mal nicht schlapp mache.

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