Wandern in der Pfalz

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Schon lange planten wir mit Nora und Florian gemeinsam wandern zu gehen. Für das lange Wochenende des 1. Mai plante Bastian eine ca. 80 km-Tour durch den Pfälzer-Wald mit Übernachtungen auf sogenannten Trekking-Camp-Plätzen, auf denen Zelten für einen kleinen Preis im Wald erlaubt ist. Mit etwas Verspätung (weil wir Flo und Nora erst aus dem Bett klingeln mussten) begann unsere Tour in Leinsweiler an einem Kneippbecken. Unser erstes Ziel war die Ruine Madenburg, auf die wir stiegen und eine kurze Verschnaufpause einlegten, um die Aussicht über’s Land und über den Pfälzer Wald zu genießen. Es ging am Pfälzer Weinstieg entlang an Weinbergen, durch kleine süße Pfälzer Orte nach Bad Bergzabern. Es fühlte sich durch die Sonne und die kleinen idyllischen Orte schon richtig wie Urlaub an. In Bad Bergzabern stärkten wir uns für die letzten 5 km zum Schlafplatz mit Weinschorle (Nora und ich) und Radler (Bastian und Flo). Am nächsten Tag ging unsere Tour zunächst ohne Frühstück los, da wir etwas Wassermangel hatten. In Reisdorf (nach 5 km bergab) kamen wir zu einem Brunnen, an dem wir uns erfrischten und unsere Wasservorräte auffüllen konnten. Weiter ging es Richtung Lindelbrunnen, wo uns ein Biergarten erwartete. Nach Lindelbrunnen ging es weiter Richtung Wernersberg. Diese Strecke hatte wenig Höhenmeter, die zu überwinden waren, so dass wir recht flott unterwegs waren.  Leider fing es in Wernersberg an zu regnen, so dass wir am Schlafplatz unsere Zelte im Regen aufschlagen mussten. Während der Regenpause konnten  wir dann trotzdem am Lagerfeuer essen (gekocht wurde allerdings mit einem Kocher).
Der nächste Tag führte uns zunächst nach Annweiler, wo uns Florian und Nora verließen, da es Nora nicht so gut ging (das war sehr schade!!!). Nach Annweiler ging es stetig bergauf über eine Alm mit Kälbern und Kühen. Kurz vor Dernbach machten Bastian und ich unsere Mittagspause. Es folgte ein Weg über 3 km bergan zur Ruine Neu-Scharfeneck, wo wir den Ausblick über den Pfälzer Wald genossen. Auf dem Abstieg Richtung Modenbachertal (wo unsere Schlafmöglichkeit war) kamen wir an der Waldhütte Drei-Buchen vorbei, wo wir uns eine kleine Stärkung gönnten. Endlich kam Bastian zu seinem Handkäs‘ mit Musik. 🙂
In unseren letzten Nacht hat es gewittert, geblitzt, gedonnert und geregnet. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, aber es war irgendwie cool der Natur so nah zu sein. Da wir recht früh ins Bett sind, kann es gut möglich sein, dass sich das Gewitter noch vor Mitternacht ereignete, da wir gegen 7 Uhr aufwachten und recht fit waren. Gegen 9 Uhr ging es zurück nach Leinsweiler. Kurz vor Frankweiler kamen wir an einer Walddusche und einem Kneippbecken vorbei. Das Kneippbecken war sehr angenehm für unsere Füße und die Dusche erfrischte unsere Gesichter. Nach Frankweiler kamen wir durch die Ortschaften Siebldingen und Birkweiler vorbei. Dabei gingen wir größtenteils auf dem Weinwanderweg der deutschen Weinstraße. Die Sonne strahlte und wir bekamen wieder viel Sonne ab. Kurz vor Leinsweiler kamen wir am Kolbinger Haus vorbei, wo wir uns beide eine Weinschorle, Handkäs‘ mit Musik und zwei Würste mit Brot gönnten. Dieser kleiner Snack war ein gelungener Ausklang unserer Wanderung. Allerdings lagen noch 4 km vor uns zum Auto, so dass es fröhlich und vergnügt zurück zum Auto ging, wo wir noch drei Runden im Kneippbecken drehten.
Es war mal wieder viel zu schnell vorbei und wir hatten eine schöne Runde. Wirklich schade, dass Flo und Nora nur die Hälfte erlebt haben, aber wir hoffen auf eine Wiederholung. 🙂 Mir persönlich hat die Pfalz sehr gut gefallen. Auf der 85 km-Runde haben wir nur nette und sympathische Leute getroffen, so dass wir viel viel Spaß hatten.

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