HUF Haus Aufbau – Tag 4

Am Freitag war uns endlich das Wetter hold – Zwar noch immer mit Minusgraden dafür mit strahlendem Sonnenschein, der zumindest etwas Wärme spendete. Allerdings hatte es über Nacht überraschenderweise etwas geschneit und so musste die HUF-Kolonne erst einmal Schnee entfernen, bevor es losgehen konnte.

In unserer Abwesenheit war der noch fehlende LKW mit den Dachteilen auch aufgetaucht, so dass diese aufgelegt werden konnten. Dank cleverem „Ketten-Neige-Ding“ lassen sich die Dachteile waagerecht vom Anhänger entnehmen und dann per Funk neigen, so dass die Dachteile im perfekten Winkel auf das Dach aufgelegt werden können. Dank Passgenauigkeit liegt das Dach schon richtig auf und muss nur noch per langen Schrauben (36cm!) gegenüber dem First und dem Trauf verschraubt werden. Eventuelles Justieren konnte der Trupp per Spanner und Stemmeisen millimetergenau vornehmen.

Nach dem Auflegen der Dachteile wurden noch die Regenrinnen und Dachabschlüsse montiert und auf gleiche Art justiert. Selbst wenn das Haus schon in Schutt und Asche liegt, werden mit sicherheit die Regenrinnen noch da sein – Diese sind so massiv und von so vielen massiven Stahl-Winkeln gehalten – Ob hier ein Großteil der 15T€ für „Konstruktiven Mehraufwand durch zu erwartende Schneelast“ vergraben liegt?

Die Kanten zwischen den Dachelementen wurden noch mit Dämmplatten und Mineralwolle verfüllt – Durch den leichten Verzug dank Wetter und dem am dritten Tag verspätet eintreffenden LKW wurden allerdings diese Woche die Dachpfannen nicht mehr gelegt – Diese folgen dann am Montag und ggf. noch Dienstag.

Zum Nachmittag waren einige Freunde & Familie zwar nicht zum Richtfest aber zum „das Haus steht“-Umtrunk eingeladen. Mit unseren Gästen konnten wir nun auch zum ersten Mal die Dachräume von Innen anschauen und die Proportionen erahnen – Der erste Eindruck ist, dass die Räume nicht zu klein sind (das war meine Sorge) und dass sowohl Treppenaufgang parallel zur Dachneigung sowie der Luxus einer Galerie genau richtig waren – Uns gefällts!

Die weiteren Abschnitte des Aufbaus werden wir leider nicht mehr so „live“ wie diese Woche verfolgen können – Nur diese Woche hatte ich Urlaub genommen, ab kommender Woche muss ich dann halt öfters herausfahren. Auf dem Plan für kommende Woche steht natürlich das Dach-Eindecken,  der Mehrspartenanschluss durch die ENCW sowie die weitere Vormontage der HUF-Gewerke.

HUF Haus Aufbau – Tag 3 – Gut Bedacht!

Jepp – Wie schon vermutet war die Montage-Kolonne aus Hartenfels gestern noch länger zugange. Als wir heute etwas später an der Baustelle ankamen erwarteten uns die Giebelspitzen und der First. Auch alle Innenwände des Obergeschosses samt Installationswänden waren bereits vorhanden.
Der Trupp war an der Vorbereitung für die Montage der Dachteile – Nur diese fehlten. Der LKW hatte wohl Verspätung und so wurden andere, kleinere Arbeiten durchgeführt – DIeser Fortschritt ist nur leider nicht so fotogen sichtbar, wie schwebende Dachteile.
Allerdings wurde das Wetter zum Abend hin deutlich besser dass es nun endlich brauchbare Fotos gibt.

Am Nachmittag kam der ersehnte LKW und konnte entladen werden werden.
Bis zur Dämmerung schwebten die Dachteile ein, wurden aufgesetzt und mit langen Schrauben fixiert. Unser Dach passt leider nicht auf einen LKW sondern braucht 2 – Nur dieser zweite LKW hat es heut nicht mehr zu uns geschafft, so dass für diese Nacht unser Haus noch nicht verschlossen ist. Morgen früh wird der LKW erwartet, es ist aber schon ersichtlich, dass am Freitag nicht alles fertig wird – Die Kolonne wird wohl zum Montag noch mal für die Dacheindeckung anreisen müssen.

Auch mit den schon vorhandenen Dachteilen lassen sich die finalen Abmessungen und Proportionen schon langsam erkennen – zunächst nur von Aussen, wir wollten den Zimmerleuten nicht im Weg herumstehen. Morgen wird’s dann also hoffentlich das Dachgeschoss von innen zu sehen geben.

HUF Haus Aufbau – Tag 2

Bis zum Dachfirst hat es heute dann doch nicht gereicht – zumindest nicht bis wir gegen kurz vor 18:00 die Baustelle verließen. Die Temperaturen waren im Vergleich zu gestern ja noch einmal gefallen, so dass wir trotz wärmenden Pausen im Bäckereicafé durchgefroren waren.

Gestern nach unserem Verlassen der Baustelle wurde zumindest für uns erkennbar noch der Balkon montiert. Auch ein weiterer Anhänger mit Teilen aus Hartenfels war gestern Abend noch angekommen – Dank Schneechaos mit über 4h Verspätung. Heute Morgen begann dann der Trupp mit der Montage der Treppen im Keller und zum OG. Dank guter Passgenauigkeit mussten beide nur per Kran eingesetzt werden und waren innerhalb einer halben Stunde montiert. Weiter ging’s mit der Vorbereitung zur Montage des Obergeschosses – Hier verlief der Ablauf quasi identisch mit dem EG – Ebenheit vermessen, Schaumstoffauflagen anbringen und Wände aufstellen.

Stairway to Heaven?

Nach den beiden Giebeln kamen die Traufseiten dran. So langsam kann man die Höhe des Hauses erahnen, auch wenn die Giebelspitzen noch fehlen.

Wir besichtigten unser halbfertiges Haus auch zum ersten mal von Innen – Es ist spannend die Proportionen der Räume zum ersten mal zu erahnen (da ja noch Fußbodenaufbau fehlt und einiges an Baumaterial herumsteht. Was auffällt – Der Ausblick aus dem Wohnzimmer ist schon mal so wie von uns vorgestellt – Die Küche kommt uns riesig vor – Gaderobe und Gästebad wirken nicht soo klein wie befürchtet. Weitläufigkeit sieht allerdings immernoch anders aus.

Die größte Überraschung gab’s für uns im Obergeschoss – Uns war bis dato nicht so bewusst, dass unser Haus ja perfekt in der Lücke zwischen den Vorderhäusern steht. Dadurch und durch die etwas höhere Lage hat man einen ganz schönen Blick über die Siedlung und Wimberg – Sehr schön! Auch zur Wald-Seite hinaus ist der Blick durch die riesigen Fensterscheiben beeindruckend!

Ausblick zum Wald – Sebastian meinte, wir sollten den Balkon zum Hochsitz umfunktionieren 🙂

Der Rest des Nachmittags war mit dem Stellen der Innenwände des Obergeschosses und Vorbereitung für den Dachfirst gefüllt. Dieser lag auch schon bereit. Ich vermute dass der HUF-Trupp diesen sogar heute noch gesetzt hat. Uns wurd’s aber eindeutig zu kalt, so dass wir uns morgen überraschen lassen.

HUF Haus Aufbau – Tag 1

Bei herrlichstem Sonnenschein nasskalter grauer Suppe ging heute der Aufbau unseres Art 2 Huf Hauses los – Als wir gegen 7:00 am Grundstück ankamen war die Aufbautruppe von HUF bereits vor Ort – Angereist von Hartenfels am gleichen Tag, die Jungs waren seit 03:00 unterwegs!
Allerdings war von Müdigkeit keine Spur – Schnell waren die Männerspielzeuge Hilti-Werkzeuge ausgeladen, die Kellerdecke gefegt und die von Grand Designs bekannte Sortimentsbox ausgeladen.

Ordnung muss sein

Währenddessen war auch der Kran schon aufgebaut und der Tieflader-Auflieger enthüllt. Nachdem die Kellerdecke noch einmal vermessen wurde und somit die notwendigen Niveau-Ausgleichsplättchen grob bestimmt werden konnten, schwebte die erste Wand gegen halb 9 ein. Diese wurde mit zwei Stützen festgesetzt und grob ausgerichtet, und schon folgten die weiteren Wände. Bevor die Grundform geschlossen wurde, wurden bereits die Innenwände gestellt. Als letztes schloss die letzte Aussenwand das Rechteck und die Feinjustage konnte durchgeführt werden. Das Aufstellen der Wände hatte grad mal 2 1/2 Stunden gedauert! Danach folgten ca. 2h an Einmessen, Wände mit Kuhfüßen anheben und verrücken, Ausgleichsbleche unterschieben und weitermessen.

Open Air mit schön viel Tageslicht von oben

Wir flüchteten über Mittag in ein Café zum Aufwärmen – auch der HUF Trupp machte kurz Pause. Danach ging’s nicht mehr so spektakulär schnell weiter aber es folgten die Doppelzange, auf der sich die Deckenelemente abstützen und die Wände wurden weiter miteinander verschraubt.

Zwischenzeitlich war auch LKW 2 angekommen, mit Dachelementen und dem Balkon im Gepäck. Als es ans Montieren der Deckenelemente ging, stockte der Fortschritt kurzzeitig – Ich meinte dem HUF-Trupp anmerken zu können, dass es wohl das erste Art 2 mit Holz-Decken anstelle der sonst bei den größeren HUF Häusern üblichen Betondeckenelementen war. Dennoch war um halb 6 das EG verdeckelt. Während wir uns durchgefroren von dannen machten, dachte der HUF Trupp noch nicht ans aufhören: Zumindest der Balkon sollte heute noch dran, ausserdem wird es ja erst um 19:00 dunkel…

Morgen sind wir wieder ab 8 dabei – Ich denke wir werden Kniestock und Dachfirsten sehen.

Keller verfüllt und bereit zum Aufbau

Die vergangene Woche war spannend – HUF Haus hatte ja sich zur KW11 – also kommende Woche zum Aufbau angekündigt und der Keller wollte nicht fertig werden.

Am Montag wollte Knecht Keller die Klebung für die restliche Isolierung aufbringen, tat dies auch aber musste diese dann wieder abkratzen, weil’s doch noch zu Kalt war.
Der Zweite Anlauf war für Dienstag geplant, so dass ich den Tiefbauer auf Mittwoch bestellte – Dem sagte Fa. Knecht ab, mir jedoch nicht – so stand ich Mittwoch früh auf der Baustelle und wollte mir den fertigen Keller anschauen – War nix. Zum Glück hatte ja immerhin der Tiefbauer bescheid bekommen, ansich sollte er ab Mittwoch verfüllen. Also mit Knecht telefoniert – Ja, Donnerstag wird dann aber der Keller fertig sein mit Noppenbahn und allem… Mein Tiefbauer hat die gleiche Aussage bekommen.Also stand mein Tiefbauer am Freitag früh mit 2 LKWs Verfüllmaterial und Mannschaft an der Baustelle … vor einem unfertigen Keller!

Die Knecht-Leute waren wohl noch bis Mittags zugange, den Keller fertig zu stellen. Der Tiefbauer bereitete seine Sachen so gut vor wie es eben ging und arbeitete den Nachmittag über – War aber natürlich nicht fertig geworden.
Wer allerdings diese tote Zeit vom Tiefbauer bezahlt wird noch zu klären sein, ich ahne schon, wer auf den Kosten sitzen bleibt, schriftliche Terminzusagen gab es leider keine :-/

Zustand des Kellers am Mittwoch morgen

Erfreulicher ist allerdings, dass mein Tiefbauer seine Leute auch am Samstag mobilisiert bekam und mich am Samstag nachmittag anrief um mir mitzuteilen, dass der Keller fertig verfüllt sei! Yay! Damit ist der Stress aus dem Termindruck für den Hausaufbau weg 🙂

Vielen Dank an dieser Stelle noch mal an unseren Tiefbauern Herrn Kaiser von Abbruch Kaiser – Die ganzen Arbeiten samt Koordination, Abstimmung, Dokumentation und vor allem Flexibilität waren hervorragend. Ich werde Sie bestimmt weiterempfehlen!

Am Donnerstag früh war zwischendurch noch unser Bauleiter von HUF vor Ort um sich ein Bild der Lage zu machen. Auch er war sich nicht ganz sicher, ob es das Beste sei in KW11 das Haus aufzubauen – Immerhin fand er ja auch noch einen nicht vollständig isolierten Keller vor und es war ja schon Donnerstag. Nach kurzem Telefonat mit Hartenfels verschoben wir dann den Hausaufbau von Montag auf Dienstag, so dass notfalls unser Tiefbauer noch einen Tag gehabt hätte – Diesen Puffer brauchen wir nun ja zum Glück nicht. Besorgter war unser Bauleiter für die Maße des Kellers. Am Montag hatte der Vermesser die Aussenmaße und Höhenpunkte vom Keller genommen, so dass HUF schon aus der Ferne erkennen kann, ob das Haus auch wirklich auf den Keller passt.
Während der Keller wunderbar eben war, fehlte laut Vermesser dem Keller 4-5cm in Länge und Breite!
Für mich wäre das zwar verwunderlich – da Fertigkeller – aber nicht hochdramatisch gewesen. Für HUF wäre aber eine neue Kellerstatik-Zusage notwendig gewesen. Diese hatte ich bereits bei Knecht angefragt.
Unser HUF-Bauleiter maß aber selber noch einmal nach, da er sich auch über diese Maßabweichungen wunderte und – kam auf die genau richtigen Maße!
Daraufhin bestellten wir den Vermesser erneut zur Baustelle zum Nachmessen und musste zu seiner Schande seine Messungen korrigieren. Schon ein wenig peinlich, wenn man von berufswegen Vermesser ist…
Somit konnte ich auch an Knecht Entwarnung geben – Neue Statik-Aussage wird also nicht benötigt.

Keller verfüllt – die letzten cm Isolierung kommen nach Hausaufbau

Heute vormittag waren wir dann vor Ort um uns die Verfüllung anzuschauen – sieht gut aus und dank Kies kommt man derzeit auch einigermaßen sauberen Fußes auf den Keller.

Lediglich die Balkon-Entwässerung fehlt. Allerdings war diese auch nicht in der ursprünglichen Entwässerungsplanung eingezeichnet von HUF und ist in den Plänen auch nur als unscheinbares RR 50mm zu erkennen. Ich hoffe, diese wird sich noch an die Entwässerung der Regenkette anschließen lassen.

Am Keller trafen wir auch unsere östlichen Nachbarn, die uns freundlicherweise mit einer Leiter aushalfen, so dass ich erstmalig in den Keller hineinkonnte. Die Deckenhöhe von 2,68m ist schon beeindruckend hoch für einen Keller – Durch den Fußbodenaufbau schwindet natürlich davon bald wieder etwas. Auch die grundflächen der Räume sind größer als ich es von Aussen vermutet hätte.
Von innen konnte ich auch feststellen, dass der ursprünglich vergessene Durchbruch für den Mehrspartenanschluss nun gebohrt wurde und auch die Erdung mittlerweile in den Keller geführt war. Für Detailbetrachtungen war heute keine Zeit, die Nachbarn warteten ja oben am Kellerloch.

Die Kellertreppe (vorläufige Variante)

Keller verdeckelt

Am Samstag hatten wir Gelegenheit den Keller in Augenschein zu nehmen – Leider nur von Aussen in Ermangelung einer Leiter. So langsam kann man sich die Proportionen vorstellen.

Ich befürchte jedoch dass der Kellerbauer Knecht zwei Durchführungen vergessen hat: Für den Mehrspartenanschluss und die Erdungsfahne konnte ich keine Löcher erkennen. Weder von Aussen in der Isolierung noch von Innen – Soweit ich das durch die Löcher für die Luft-Wasser-Wärmepumpe erkennen konnte.

Knecht hat schon die Email im Kasten – Der Elektiker ist bereits auf Dienstag geplant, da es ja am Freitag hieß, der Keller würde am Montag fertig werden. Morgen soll ja noch die Isolierung und Verfüllschutz angebracht werden. Idelaerweise wird dabei gleich das fehlende Loch mit gemacht.

 

Fast schon ein Keller

Beinahe hätten wir die Bodenplatte as such verpasst. Bei unserem heutigen Baustellentermin kamen wir gerade noch rechtzeitig um die Bodenplatte ohne Aufbau zu sehen. Die Knecht Keller Truppe war noch gerade dabei die Wandmarkierungen und Nivellierungsplättchen auszulegen und somit alles für die Wandteile vorzubereiten.

Auch Kran und LKWs mit den Kellerteilen waren bereits vor Ort und ready to start.
Das Stellen der Kellerwände sieht eigentlich ganz einfach aus: Teil an die Haken nehmen, auf die Bodenplatte stellen und dabei in die herausragenden Armierungsstahl-Bögen einfädeln, mit Wasserwage ausrichten. Löcher mit schickem Hilti Akku-Borhammer in Bodenplatte für Stützen bohren und dann mit anderem schicken Hilti-Akku-Schrauber Stützen an Wand und Bodenplatte verschrauben und festsetzen.

Unsere vollen Terminkalender erlaubten es leider nicht den ganzen Kelleraufbau zu verfolgen aber wenigstens ein paar Elemente konnten wir einschweben sehen.
Am Wochenende sehen wir dann voraussichtlich unseren fertigen Keller.

Wenn ich jetzt auch noch morgen den Elektriker für die Erdung erwische, damit dieser am Dienstag zur Tat schreiten kann…

 

Fast schon eine Bodenplatte

Heute Nachmittag gab’s eine kleine Überraschung bei unserer Baustelle.

Wir waren eigentlich nur zum Wimberg gefahren um unseren Nachbarn auf dem Wendehammer bescheid zu geben dass ab kommender Woche wir zeitweilig den Wendehammer frei brauchen, damit Knecht Keller vernünftig rangieren kann.

In meinem Telefonat mit dem Knecht Bauleiter am Freitag hatte ich ihn so verstanden, dass wegen der Kälte das ganze Thema Bodenplatte auf kommende Woche vertagt worden sei. Um so größer war die Überraschung als eine Bodenplatte ohne Beton, aber schon mit Armierungsstahl und Schalung vollständig vorbereitet in unserer Baugrube lag. Sehr schön!

Dank stehengelassener Leiter in der Baugrube konnte ich nun endlich mal auch hinuntersteigen und mich umschauen. Man sieht auf 1-2 der Bilder wie felsig/steinig der Untergrund wirklich ist und auch wie quasi keine schwarze Erde vorliegt sondern gleich der lehmige Buntsandsteinboden einsetzt.

Auch der Baustromverteiler war nun angeschlossen, so dass nun aber auch alles für den Keller bereit ist.

Die Nachbarn erreichten wir nicht, so dass wir nur Zettel da lassen konnten, aber immerhin waren die Wildschweine im nahegelegenen Gehege da, so dass sich der Ausflug gelohnt hat.

 

Tiefbau-Vorbereitungen

2013 hat begonnen und wird wohl das Jahr werden, in dem sich ein derzeit noch jungfräuliches Baugrundstück in Calw Wimberg in unser Haus verwandeln wird. Für die zweite Januarwoche rechnen wir mit der Bestätigung des Bauantrags, der uns erlauben wird das Haus wie geplant auf das Grundstück zu stellen. Hoffen wir mal dass die moderaten Ausnahmen, die wir teilweise bereits angefragt hatten (Siehe Blogeintrag „Mail von der Stadt“) und die minimalen Ergänzungen wie Überschreitung der Höhe um 6cm und eine etwas höhere Traufe nicht für Unmut sorgen. Ein Nachbar zeigte sich etwas besorgt – wir treffen uns morgen und ich bin guten Mutes, dass wenn dieser unser Vorhaben detaillierter gezeigt bekommen hat wir uns einig werden, dass unsere Maßnahmen nicht zu seinem Schaden sind. Gerade das Drehen des Dachfirstes beschert unserem Nachbarn eine freiere Sicht aus seinem Wohnzimmer.

Vor Weihnachten war der Terminkalender voll mit allem ausser Hausbau so dass es schleppend voranging. Da wir ja keinen HUF- sondern einen Knechtkeller bauen, galt es einige ToDos abzuarbeiten:

Als erstes wäre da das Keller-Ausstattungsprotokoll. Noch halb betäubt von einem Zahnarztbesuch war ich mitte Dezember in der Outletcity Metzingen, wo auch Knecht seinen Sitz hat – praktisch da nur 30 Minuten von uns entfernt und nicht wie Hartenfels mit einer Vier-Stunden-Anfahrt verbunden.
Zunächst gab es eine Führung durch die Kellerproduktion mit Armierungsstahl-Biege-und-Schweißanlagen, Beton-Rüttelplatten, Wandschalungen, …
Auch hier fühlte ich mich wieder überzeugt, dass Vorfertigung unter Fabrikbedingungen doch besser sein muss als die Arbeit in der Baugrube. Mal sehen ob sich das auch so bewahrheitet.
Auch die Möglichkeiten im Ausstattungsprotokoll waren zahlreicher als Gedacht: Sollen bereits in den Betonwänden Kabelkanäle vergossen werden oder nur Rinnen gezogen werden zum späteren verputzen? Wo sollen Porenbetonsteine in die Betonwand eingesetzt werden so dass sich später in Eigenregie Wanddurchbrüche für Kabel leisten lassen? Fenster & Lichtschächte? Isolation?
Alles was nur nach meinem Geschmack entschieden werden musste war einfach allerdings hat ja HUF auch noch ein paar Vorstellungen wo die Heizung hin soll und da zwar der Keller von Knecht ist aber von HUF eine Treppe IN den Knecht-Keller führt und auch dieser Treppenbereich von HUF ausgebaut wird, müssen die Kellerpläne auch noch mal bei HUF für Aussparungen, Durchbrüche und Maße vorbei.
Weiterhin nutzte ich die Gelegenheit die HUF-seitige PDF-Broschüre, die für Bauseitige Keller bereitgestellt wird mit dem Herrn Knecht-Ausstattungsprotokoll einmal durchzugehen um sicherzustellen, dass die Infos von HUF angekommen sind. So sind einige Details wie bspw. dass die obersten 10cm der Ausseninstallation erst nach Hausaufbau angebracht werden sollen wohl nicht usus für Fertigkeller.
Ein paar Tage nach Keller-AP erreichten mich die entsprechenden Protokolle und oh wunder – das veranschlage Budget wurde mit nur 300€ Abweichung eingehalten. Top!

Der schwierigere Punkt war und ist, dass ja so ein Keller auch irgendwo stehen muss. Vorzugsweise in einer entsprechenden Baugrube auf kapillarbrechenden Schicht, um sich herum einen Ringerder liegen hat und die Versorgungsleitungen sowie Abwasser angeschlossen ist.

Damit all das auch so passiert bietet HUF für den Tiefbau das sogenannte begleitende Projektmanagement an, die Ausschreibung solcher Gewerke gemeinsam mit Baustrom, Bauwasser, Baustellenabsicherungen, etc. koordiniert. Also das Rundumsorglos-Paket.
Aufgemerkt: Es wird lediglich die Koordination mit Ausschreibung, Terminplanung, Rechnungsprüfung, Dokumentation, … angeboten. Die Leistungen selber werden von ortsansässigen Firmen durchgeführt.
Genau dieses Projektmanagement hätten wir gerne in Anspruch genommen weil wir von all diesen Sachen genau keine Ahung haben. Als Knecht-Keller-Kunden wird uns dieser Leistungsumfang jedoch nicht angeboten.
Was kommt am nähesten an dieses Paket heran? Ein Architekt, der diese Leistungen uns anbietet. Dazu müsste man nur erstmal einen geeigneten Architekten finden.
Von ca. 30 angeschriebenen Architekten erhielten wie ca 20 Absagen weil ausgelastet oder zu weit weg, 7 antworteten nicht und 2 boten Arbeit auf Stundenbasis an. Nur ein Angebot nach Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) erreichte uns. Was man dafür aber wirklich für sein Geld bekommt ist mir noch nicht ganz klar.
Durch die Feiertage ging der Fortschritt nun schleppend voran, gab mir aber Gelegenheit noch mal über die anstehenden Arbeiten Gedanken zu machen und mittlerweile bin ich nicht mehr überzeugt, ob wir wirklich einen Architekten für die Leistungen brauchen.:
Einen Tiefbauer habe ich mir von unseren neuen Nachbarn empfehlen lassen – diese waren sehr zufrieden. Der Tiefbauer kennt also unser Baugebiet, den Boden, die Anfahrt, etc. bereits gut. Auch hat dieser bereits mit oder für Knecht gearbeitet und sowohl Herr Knecht-Ausstattungsprotokoll als auch Herr Tiefbauer erweckten den Anschein, als wenn diese keinen gesteigerten Wert auf einen zusätzlichen Architekten legen.
Somit bliebe nur noch der Anschluss an die Versorger und der Ringerder zu finden, nebst Baustellenabsicherung und natürlich der Koordination vor Ort.

Aber ist das wirklich so kompliziert und mehrere Tausend Euro Wert?
Mut macht mir René’s Artikel zu seinem Tiefbau, den er aus England „fernsteuerte“ und auch den HUF-Kriterien genügte. Auch die Bauherreninformationen die mich von den Stadtwerken Calw erreichten sehen nicht sehr Furchteinflössend aus.
Ich werde daher Herrn Architekt aus dem Musterhaus welcher ja auch unseren Bauantrag gestellt hat noch einmal konsultieren was er als Fachmann dazu sagt und worauf zu achten ist.

Morgen ist ja endlich wieder ein „normaler“ Arbeitstag so dass man einige Leute erreichen kann – nur in Hartenfels und Metzingen sind noch Betriebsferien bis nächsten Montag.
Mal sehen wie weit ich in Sachen Tiefbau noch in meiner Urlaubswoche komme.
Wünschenswert wäre dass sich Anfang Februar die Schaufeln des Tiefbau-Baggers in den Boden rammen. (Utopisch? We’ll see.)
Der diesjährige Winter darf also gerne so Mild bleiben wie er derzeit ist.

Übrigens bin ich René’s Aufruf gefolgt und hab mich auch mal auf bautagebuch-liste.de eingetragen. Mal schauen was für Heerscharen (?) an Lesern das hier hereinspült.