Gartengestaltung 2017

Nach längerer Pause möchte ich mal wieder ein kleines Update zu den kontinuierlichen Improvements rund ums HUF Haus geben.

Bereits im Herbst 2015 hatten wir uns nach einem Gartenarchitekten umgeschaut – Zu Enttäuschend waren die eigenen Ansätze die Gartenfläche hinter dem Haus selbst zu gestalten. Zum einen fehlte uns die kreative Eingebung, zum anderen die Radikalität einen „freien“ Raum vernünftig zu gliedern. Gleichzeitig vegetierten die am Rand des Rasens gepflanzten Pflanzen eher schlecht als recht vor sich hin auf Grund des verdammt lehmigen/festen Bodens. Unser Ansatz war daher, dass wir uns lieber einmal für etwas Geld einen Profi leisten, der ein tragfähiges auch langfristig funktionierendes Gartenkonzept aufstellt, so dass wir nicht uns langwierig per Trial & Error einen hinnehmbaren Zustand langsam annähern mussten.

Ich erstellte einige „Ausschreibungsunterlagen“ mit den technischen Eckdaten und vor allem einer „Wunschliste“ mit Ansprüchen die unser Wunschgarten erfüllen sollte. Hierauf fanden sich Punkte wie Platz für die Grills, Integration von Hopfenpflanzen, evtl. Hochbeeten, Schaffung von Privatsphäre, ein Farbschema in Blau/Violett, Integration mit dem Haus und – für mich mit der wichtigste Punkt – eine Pflanzenauswahl, die den Stil des Landschaftsarchitekten Piet Oudolf aufgreift.

Piet Oudolf Stil zeichnet sich für mich durch eine „naturnahe“ Bepflanzung auf, die nicht versucht artifiziell Strukturen zu schaffen sondern imitiert eher Naturwiesen, spielt aber gleichzeitig mit Formen/Farben/Geometrien – Gerade der Aspekt der Geometrie, Pflanzen mit interessanten Geäst, Blattstrukturen, Blütenständen machen seine Gärten auch im Winter interessant. Anstelle im Herbst alles einfach radikal abzuschneiden lässt man die meisten Stauden stehen und erfreut sich an den Strukturen im Schnee oder mit Raureif überzogen. Wer  in New York schon mal auf der Highline rund um den Meat Packing District spaziert ist, ist durch Pflanzungen und eine Anlage von Piet Oudolf gewandert.

Praktischerweise sind wir bei der Suche nach dem Gartenarchitekten direkt in Calw fündig geworden (hatten aber über 10 angeschrieben) – Mit Frau Grubricht von gartenconzepte.de haben wir eine Partnerin gefunden, die unsere Vorstellungen perfekt umsetzte und sich auch in der von uns angestrebten Ästhetik perfekt wiederfand.

In mehreren Sessions und Ortsbegehungen sprachen wir unsere Wünsche durch, Frau Grubricht entwickelte Lösungsvorschläge, die wir wiederum besprachen, Elemente der einzelnen Entwürfe zusammenfügten und uns so in einem Dialog einem Zielentwurf annäherten. Als der Entwurf stand, ging es in die Detaillierung. Da für uns klar war, dass wir nach möglich alles in Eigenregie umsetzen wollten, war uns wichtig die Planung auf ein ausführbares Niveau bis auf den Pflanzplan herunter zu detaillieren.

Wie auf den Bildern zu sehen war das Endergebnis super aufbereitet, so dass wir direkt in die Umsetzung starten konnten. Klar war, dass wir nicht per „one-shot“ den ganzen Garten umkrempeln konnten. Und so haben wir in 2017 an unzähligen Wochenenden, Brückentagen im Frühjahr und an ein paar Urlaubstagen die ersten Schritte unternommen:

  • Über Weihnachten/Silvester 2016/2017 entstand ein Sichtschutz an der westlichen Hausseite um gegenüber den großen Fensterflächen Privatsphäre zu schaffen. Hierzu habe ich H-Träger einbetoniert, Pfosten aus sibirischer Lärche gesetzt und mit Rhombusleisten belangt – Gewinn an Wohnqualität im Innenbereich: Unbezahlbar.
  • Die Ursprüngliche Rundung der Terrasse im Südwestlichen Bereich haben wir zugunsten einer „negativen“ Ecke zurückgebaut um die Westseite und die Südseite der Terrasse räumlich/optisch zu trennen – Gute Entscheidung. Da die großen Jurakalk-Steine natürlich nicht „mal eben“ wegzuräumen waren, hab ich mehrere Wochenenden mit Bohrhammer und Elektromeissel verbracht die großen Steine auf handelbares Format zu reduzieren. Positiver Nebeneffekt war, dass damit „for free“ (bzw. gegen jede menge Schweiß) das Füllmaterial für die Gabionen entstand. Die jetzt zu sehenden Gabionen stehen auf ein paar Betonplatten und sind innen mit Folie gegen die Erde geschützt.
  • Ringsherum um die Rasenfläche haben wir eine Rotbuchen-Hecke gepflanzt. Nachdem die ursprünglichen Pflanzen seit der Pflanzung 2013 so gut wie gar nicht gewachsen waren, habe ich mich für die sichere Variante entschieden und per Minibagger rings herum einen Pflanzgraben, ca, 40x80cm ausgehoben und die Erde gegen vernünftigen Boden ausgetauscht. Aufwand: ca. 3 Tage baggern, 2 Flachcontainer Erde per Schubkarre befüllen und das gleiche mit angelieferten Oberbodengemisch von Corthum wieder befüllen. In dem Rahmen haben wir die Erde vor dem Sichtschutz und der neuen „Ecke“ gleich mit ausgetauscht gegen Staudenerde.
  • Die mit guter Staudenerde befüllten neuen Pflanzflächen konnten wir gemäß der Planung von Frau Grubricht bepflanzen – Wie auf den Bildern zu sehen ist gefällt wohl den Pflanzen der Boden und Standort gut – Und wir sind super-happy mit den neuen Pflanzungen.
  • Die Gabionen haben eine Bank-Sitzfläche aus Bankirai bekommen – War ein schönes Holz-Projekt und ist mittlerweile unser Lieblingsplatz um im Sommer vor der Arbeit den Morgenkaffee zu genießen oder auch um am Wochenende die Siesta abzuhalten.
  • Noch kurz vor Winter habe ich einen ähnlichen Sichtschutz auch auf der östlichen Grundstücksseite errichtet; Jetzt kann man ungestört auf der Terrasse fletzen.

 

Damit sind die Aussenmaßnahmen 2017 abgeschlossen. Zur vollständigen Umsetzung des Plans fehlen sicherlich noch 1-2 Saisons, so ca. ab August war aber um ehrlich zu sein bei uns ein bisschen „die Luft raus“ jede freie Minute im Garten zu verbringen. Mittlerweile – Schnee und Winter sei dank – steigt die Lust wieder, die nächsten Gartenprojekte anzugehen. So hoffe ich im Frühjahr 2018 die Ostseite rund um die eine Entwässerungskette des Haus ordentlich zu gestalten, den Hopfengarten zu errichten und eine Gartenskulptur, die mich schon länger beschäftigt umzusetzen. Auch eine weitere Grill-Terrassenfläche mit Feuerring reizt mich…

 

 

 

Rhododendron

Ein weiteres Kurzupdate:
Beim letzten Besuch der Eltern in Norddeutschland wurden 3 Rhododendren eingepackt – In der Hoffnung dass diese zu großen Büschen werden und eine Grüne / Blühende Hecke als Sichtschutz zum Nachbarn bieten.

3x Rhododendron

3x Rhododendron

Zaun / Pergola

Hier nur ein paar Bilder eines weiteren Home-Improvements:

Um etwas mehr Privatsphäre und Abtrennung von öffentlichen Bereich (=Einfahrt) und privaten Bereich (=Terrasse/Garten) zu bekommen habe ich eine kleine Zaun/Pergola-Kombination gebaut. Zum Einsatz kamen wieder einmal 7×7 Pfosten von Holz Reyer aus Calw. Das notwendige Fundament hatte ich schon beim Bau der Einfahrt gießen lassen.

Der Plan ist, dass die Pergola möglichst zügig mit Rankrosen zuwuchert und somit noch ein bisschen mehr die Sichtachse hin zum Garten durchbricht.

Bilder während des Baus hab ich nicht gemacht aber nachfolgend das fertige Produkt. Man sieht nebenbei übrigens dass meine Bank noch eine Lehne bekommen hat.

 

Garagen-Upgrade 2 – Mülltonnenverkleidung

Bis zum März diesen Jahres hatten die Mülltonnen keine feste Bleibe und so schön sind die nun wirklich nicht anzuschauen.
Auch hier hatten wir jedoch bereits beim Garagen-Kauf vorgesehen eine Lösung im Selbstbau zu finden.

Diese besteht aus einigen 8×8 Pfosten, die zwischen Pflaster und Carport-Dach verspannt sind und 4 Boxen für 4 Mülltonnen stützen. Die Verblendungen sind aus Lärchen-Rhombusleisten mit unterschiedlichem Abstand – Im oberen Bereich kommt noch etwas Licht durch trotz des gewonnenen Sichtschutzes, im unteren Bereich dann eher Variante „Blickdicht“

Kein Spaß war das ganze Unterfangen 4x zu streichen in der Reihenfolge Tiefengrund / Bläueschutz, Isoliergrund gegen Durchschlagen dunkler Astlöcher und dann 2x Deckfarbe.

In der Praxis bewährt sich die Lösung hervorragend und gefällt auch ästhetisch gut!

Einfahrt

Nachdem wir seit Mitte 2013 mit einer Schotter-Ödnis lebten hatten wir 2015 endlich das nötige Geld und den Plan beisammen, es sollte jedoch noch ein weiteres 3/4 Jahr dauern bis endlich ein Gartenbauer für uns zeit hatte. Unser erster Gartenbauer hatte uns ursprünglich einen Termin für Sommer 2015 zugesagt dann aber ein ums andere Mal versetzt so dass wir uns um einen neuen umschauen mussten. Letztendlich sind wir bei Herrn Cosan gelandet und sind mit den Arbeiten sehr zufrieden.

Stilistisch wollten wir mit dem Pflaster einen deutlichen Kontrast zum Haus – Da dieses ja schon streng geometrisch ist, sollte die Einfahrt da etwas Spannung hereinbringen durch einen „natürlichen“ Look.

Eigentlich wäre ein Kopfsteinpflaster unser Wunsch gewesen aber ein kurzer Blick allein auf die Materialkosten erledigte das Thema. Darauf hin haben wir zahlreiche Prospekte und Stein-Ausstellungen sondiert und sind letztendlich bei Arena Pflastersteinen gelandet. Durch die asymmetrische Form und die Verlegung im Wilden Verbund entsteht der gewünschte Kontrast zum Haus. Weiterhin erfüllt der Stein die Ökopflaster-Auflagen bzgl. der Versickerungsleistung so dass wir von der reduzierten Abwassergebühr hier profitieren können.

Da wir im Garten bereits die Jurakalksteine hatten lag es nahe, auch hier die Einfassungen in Jurakalk zu machen. Zunächst wollten wir Einfassungen in dunklem Granit aber auch hier war der Preis pro Meter deutlich höher. Im Nachhinein war glaub ich der Jurakalk-Stein eine gute Entscheidung.

Der auf einigen Bildern zu sehende „fleckige“ Look hat sich mittlerweile auch gelegt, das war der frische Anthrazite Split zum verfüllen des Pflasters, der sich mittlerweile vollständig in die Fugen verkrümelt hat.

Nach nun einigen Monaten mit der schönen Einfahrt kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, wie wir es so lange mit der Schotterwüste aushalten konnten.

 

 

Garagen-Upgrade 1 – Holzverblendung

Wie im Beitrag vorher schon geschrieben war von vornherein der Plan die Garage zu verschönern.

Nachdem die Garage von November 2014 bis Weihnachten 2015 so nackt herumstand habe ich die Weihnachtspause genutzt um hier unterstützt von meinem Vater endlich die Verschönerung anzugehen.

Um die Garage ästhetisch an das haus anzugleichen wurde rundherum eine Holzblende mit identischen Maßen wie das am HUF Haus umlaufende Holzband angebracht. Diese Blende ist zudem zur Einfahrt hin 15cm von der Garage abgesetzt, so dass das Garagentor vor Regen und hochspritzendem Dreck etwas geschützt ist. Als Distanzhalter dienten diese Pfostenträger.

Zudem wurde der gewonnene Spalt für eine Beleuchtung, die mit dem Aussenlicht des Hauses geschaltet wird genutzt.

Leider nicht in Bildern festgehalten ist die Abdeckung von oben via Aluminium-Blech und Bitumen-Klebeband.

Etwas nervig aber nicht anders zu lösen war die Durchführung: Wir haben die gesamte Verblendung kpl. fertiggestellt und montiert um die passenden Maße und Ausrichtung zu erhalten, dann aber noch einmal sämtliche Holzteile zum streichen (Tiefengrund + 2x Schwarz) demontiert und dann wieder montiert. Das ganze zog sich so ca. 2 Monate – Genau die Zeit in der die Einfahrt auch endlich gepflastert wurde. Hierzu kommt bei Zeiten noch ein weiterer Beitrag.

Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden – Projekt Angleichung geglückt.

 

 

Eine Rekers-Garage fürs HUF Haus

Nur weil es seit Ewigkeiten kein Update mehr zum Thema Hausbau gab heißt es nicht, dass es nicht voranging. Nur die Motivation zum verbloggen ist nicht mehr die, die es mal war.

Ich hole heute mal einen Betrag von 2014 nach – Ich war eigentlich in China unterwegs aber war im November genau rechtzeitig kurz in Deutschland um den Garagen- Carport von Rekers in Empfang zu nehmen. Die Fundamente hatten wir zuvor von einem lokalen GaLa Bauer setzen lassen.

Eine HUF-Garage war im Budget nicht drin gewesen, daher wurde es zunächst die Standard-Betonlösung aus Garage (3x3x7m) und Carport (3x7m), wobei ich schon von vornherein die spätere Verschönerung vorgesehen hatte. Hierzu kommt bei Zeiten noch ein separater Beitrag.

Bei Rekers waren wir letztlich gelandet da unser Nachbar auch eine solche bestellt hatte und der Preis nach Vergleich bei Ott, Kemmler und Zapf einfach am interessantesten war. Die Beratung war unkompliziert bei uns vor Ort, es ging um Maße, Tore, Türen und natürlich Preise. Einzige Kompliziertheit war das Loch was wir im Garagenboden brauchten, um den Revisionsschacht vom Abwasser zugänglich zu halten. Komplizierter war da schon der Aufbau. Um den Kran zum Abladen musste ich mich selbst kümmern was an sich nicht schwer war. Ungeschickt wurde es nur, als sich herausstellte, dass es bei Rekers wohl ein Kommunikations-Problem gegeben hatte: Der LKW-Fahrer hätte zusammen mit dem Monteur da bleiben sollen um das Carport-Dach zu montieren (man brauch hier 2 Leute für die Stützen). Der war jedoch direkt wieder nach abladen der Garage weggefahren. Ich durfte wg. Haftung nicht selber mit anfassen und so mussten wir ca 2,5h mit Carport-Dach am Kran schwebende warten bis doch noch ein weiterer Monteur dazu kam. Die entstandenen Kran-Mehrkosten hat Rekers jedoch anstandslos ersetzt so dass ausser den 2,5h Zeitverzug kein Schaden für uns entstand.

Nach dem Aufstellen gab es noch einige Rest-Arbeiten die im Rahmen eines Service-Termins ein paar Wochen später durchgeführt wurden:

  • Garage kpl. Gestrichen weil sie am Tag der Lieferung durch Regen auf der Autobahn recht viel Dreck abbekommen hatte
  • Der Putz am Carportdach war beim Transport punktuell abgeplatzt. Hier wurde nachgebessert
  • Die Elektrik hatte einen Schaltungsfehler: Die Lichtschalter schalteten den Strom fürs Garagentor und Licht war dauernd an.
  • Die Träger fürs Carport Dach wurden noch mit Blenden versehen.

Zum Zeitpunkt des Artikel-Schreibens steht die Garage jetzt ja schon knapp 2 Jahre und ich bin recht zufrieden. Bis auf o.g. Punkte sind keine weiteren Mängel aufgetreten. In Summe würd ich die Firma weiterempfehlen.

Ein paar Bilder fürs Haus

…endlich habe ich mein WordPress mal wieder re-aktiviert, so dass es auch wieder ein bisschen Content geben kann. Zum Einstieg ein paar Bilder, die seit gestern Ihren Platz im Haus haben.