Simcoe India Pale Ale: Darkwing Duck

Als nächstes stand ein weiteres IPA an mit dem Aroma Hopfen Simcoe. Der Simcoe-Hopfen ist ein Aromahopfen, der mit 13 % einen sehr hohen Anteil an Alphasäuren besitzt und somit auch schon zu den Bitterhopfen zählt. Trotz der Bitterkeit wird er als Hopfen mit fruchtigen aber auch holzigen Aromen beschrieben. Dieser Hopfen findet für verschiedene Biersorten, wie amerikanische Ales oder IPAs, Anwendung. Diese Beschreibung klang für uns sehr interessant, so dass wir ein Rezept bei Maische Malz und Mehr raus suchten und ein IPA damit brauen wollten.

Darkwing DuckBiertyp: American India Pale Ale
Hefe: Safale US-05 (Saccharomyces cerevisiae)
Malze: Pilsner, Münchner, Cara Hell, Cara Dunkel, Haferflocken
Hopfen: Simcoe
Stammwürze: 17,3 °P
Alkoholgehalt: 7,5 %

Hopfenstopfen: Cascade und Simcoe
Zugabe von Irish Moss und Gelatine

Das Bier riecht nicht ganz so fruchtig wie das Commander Keen und hat eine recht vordergründige Bitterkeit. Es hat ein tolle bernsteinerne Färbung. Mit seinen 7,5 % Alkohol und seinem ausgeprägten Malzkörper passt dieses bittere Bier sehr gut zu deftigen Essen und ist deshalb eher ein Herbst- als ein Sommerbier. Es könnte dem ein oder anderen zu bitter sein, ich mag es aber ganz gern und freu mich wieder einmal darüber, mit welchen Kleinigkeiten man den Geschmack eines Bieres so einfach variieren kann.
Darkwing Duck – 2-1-Risiko – ist der Schrecken der Bösewichte. Eigentlich handelte sich bei Darkwing Duck um eine Kinderserie von Disney, aber Nintendo brachte dazu auch das passende Spiel für den GameBoy auf den Markt. Wir mögen Darkwing Duck und fanden, dass der Name gut zum Bier passt.

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Cheers!

American Amber Ale: Yoshi

Für eine Feierlichkeit wollten wir ein Bier brauen, welches von jedem gemocht wird und gut trinkbar ist. Auf MaischeMalzundMehr sind wir auf ein Bier gestoßen, welches sich Pfoten Fresh nannte. Dort wird es als schönes fruchtiges Sommerbier bezeichnet. Dieses Bier ist ein American Amber Ale, welches normalerweise einen starken Malzkörper hat und eine fruchtige Note besitzt. Die Bezeichnung Amber Ale rührt von der Farbe her, da es meistens Bernsteinfarben – also Amber – ist.

YoshiBiertyp: American Amber Ale
Hefe: Nottingham Yeast (Saccharomyces cerevisiae)
Malze: Pilsner, Wienermalz, Cara Pils
Hopfen: Tradition, Cascade
Stammwürze: 13,3 °P
Alkoholgehalt: 5,8 %

Zugabe von Irish Moss und Gelatine

Es war ein sehr leckeres Bier, welches nicht zu bitter war, eine schöne Malznote und zusätzlich eine kleine fruchtige Note hatte. Perfekt für viele Leute mit verschiedenen Biergeschmäckern. Es war durch die Zugabe von Irish Moss und Gelatine auch sehr gut aus der Flasche trinkbar. Yoshi ist ein Freund und das Reittier von Mario aus Super Mario World. Yoshi ist irgendwie ein Charakter den jeder mag, er ist ein lieber Kerl, hat keine Ecken oder Kanten. Böse gesagt ist er recht unspektakulär. Deswegen passt es auch zum Bier. Wir wollten ein Bier, welches jeder mag und gut trinkbar ist und das haben wir auch erhalten. 🙂

Yoshi_Bier

Cheers!

Kane Head High IPA: Commander Keen

In unserer Sammlung selbstgebrauter Biere durfte natürlich auch kein IPA fehlen. Ein India Pale Ale (IPA) ist ein helles, starkes und hopfiges Bier. Die Legende sagt: Im 19. Jahrhundert haben die Schotten und Engländer Bier in indische Kolonien transportieren wollen. Damit das Bier noch trinkbar ist und während der Seefahrt nicht schlecht wurde, wurden die Biere mit mehr Alkohol und mehr Hopfen versetzt. Das Ziel war es das starke Bier (16 °P Stammwürze) in Indien 1:1 mit Wasser zu verdünnen, um ein normales Pale Ale zu bekommen. Allerdings schmeckte den Engländer/Schotten das Bier dann so gut, dass sie es unverdünnt ließen und ein India Pale Ale entstand. Wie wahr diese kleine Geschichte ist, wissen wir nicht, aber dennoch ist sie nett zu erzählen.

Bei unserem Bier haben wir uns wieder an ein Klon-Rezept von MaischeMalzundMehr gehalten. Das Rezept sollte ein Kane Head High IPA erbringen, allerdings haben wir es bereits etwas abgeändert.

CommanderKeenBiertyp: American IPA
Hefe: Safale US-05 (Saccharomyces cerevisiae)
Malze: Pilsner, Cara Pils, Dark Caramalt, Wheat flakes
Hopfen: Columbus, Chinook, Citra, Cascade, Centennial
Stammwürze: 18,0 °P
Alkoholgehalt: 6,5 %

Hopfenstopfen: Cascade, Citra und Columbus

Zugabe von Irish Moss und Gelatine

Hopfenstopfen oder auch Dryhopping bedeutet, dass nach der Hauptfermentation -also nach 4-5 Tagen- nochmals Hopfen in den Sud gegeben wird. Dazu haben wir eine Damensocke ausgekocht und mit den entsprechenden Hopfensorten gefüllt. Diese Socke wurde dann in den Sud gegeben und nochmals 3-6 Tage stehen gelassen. Erst dann folgte die Flaschengärung. Dieses Verfahren bewirkt, dass das Bier die feinen Aromen aus dem Hopfen aufnimmt, ohne dass das Bier bitterer wird.

Bastians Kommentar beim Probieren des Jungbieres vor der Flaschengärung war: „Ich glaub‘, das wird geil.“

Das Bier riecht nach Maracuja, Ananas und ein wenig nach Honigmelone. Es riecht also sehr fruchtig, was durch die Aromahopfen (Cascade, Citra, Centennial, Chinook) erzeugt wird. (Über die verschiedenen Hopfensorten und Malze werde ich vermutlich irgendwann nochmal einen eigenen Beitrag verfassen.) Das Bier hat eine für IPAs typische Bitternote und schmeckt blaubeerig und nach Ananas. Der Malzgeschmack hält sich dezent im Hintergrund. Leider hat es für meinen Geschmack etwas zu wenig Kohlensäure.

Bastian hat sich den Namen für dieses Bier überlegt. Es heißt Commander Keen. Commander Keen ist ein starker Typ, der nicht aggressiv ist. Zum einen mag Bastian Commander Keen und zum anderen passt es auch irgendwie, da das Bier recht stark ist, aber in der Bitterkeit nicht aggressiv daher kommt.

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Cheers!

Obergäriges Märzen: Bowser Jr.

Unser zweites Bier sollte ein leicht-trinkbares Bier werden, welches für jeden etwas ist. Wir wollten ein süffiges malziges Bier brauen, welches ungefähr einem Märzen entspricht und haben uns ein bisschen auf der Seite MaischeMalzundMehr umgeschaut und sind fündig geworden. Normalerweise handelt es sich bei einem Märzen allerdings um ein untergäriges Bier. Da wir im Moment erstmal nur bei Raumtemperatur fermentieren können, ist es ein obergäriges Bier geworden. BowserJr

Biertyp: obergäriges Märzen
Hefe: Danstar Nottingham Ale (Saccharomyces cerevisiae)
Malze: Wiener, Pilsner, Cara Hell
Hopfen: Perle, Magnum, Spalter, Cascade
Stammwürze: 15,0 °P
Alkoholgehalt: 6,9 %

cold crashing, Zugabe von Irish Moss und Gelatine

Das Bier war durch das cold crashing, die Zugabe von Irish Moss und Gelatine ein sehr klares Bier und war sehr gut trinkbar aus der Flasche. Es war  ein sehr süffiges Bier mit einem mittelstarken Malzkörper. Bowser Jr. ist aus den Mario-Spielen bekannt und der Sohn von Bowser. Ein Märzenbier ist normalerweise ein recht starkes Bier. Das Bier, welches wir hier gebraut haben, hat zwar durch den malzigen Geschmack an Körper gewonnen, ist dennoch kein richtig starkes Bier geworden. Deshalb ist es nur die kleine Variante von Bowser – nämlich Bowser Jr. geworden.

 

Cheers!

 

Sierre Nevada Pale Ale: Threepwood

Zunächst eine kleine Einführung zur Namensfindung: Wir haben uns länger darüber Gedanken gemacht, wie wir unsere Biere nennen wollen. Irgendwie kamen wir drauf, dass wir beide früher total gern Adventurespiele wie Monkey Island oder Jump-and-Run-Spiele wie DonkeyKong oder SuperMario gespielt haben. Als Bastian noch in Bremen wohnte, „zockten“ wir auch oft diese Spiele. Es gibt so viele Charaktere aus diversen solcher Spiele, dass wir es als gute Ideen empfanden, danach unsere Biere zu benennen.

Threepwood ist unser erstes Bier unter dem Brauereinamen Hopfkopf. Threepwood ist ein clone beer, weil es ein Replikat eines kommerziell erhältlichen Bieres ist, eines Sierra Nevada Pale Ales (SNPA). Ein Kleinbrauer hat das Bier nachgebraut und das Rezept online auf MaischeMalzundMehr gestellt.

Threepwood

Biertyp: American Pale Ale
Hefe: Safale US-05 (Saccharomyces cerevisiae)
Malze: Pale Malt, Caramünch II
Hopfen: Magnum, Perle, Cascade
Stammwürze: 12,4 °P
Alkoholgehalt: 5,4 %

 

 

Das Pale Ale wurde weder durch Irish Moss noch durch Gelatine geklärt, so dass es ein sehr trübes Bier geworden ist – irgendwie ein bisschen „trashy“. Guybrush Threepwood ist der Hauptcharakter in Monkey Island und will Pirat werden. Er ist eigentlich ein Antiheld und man muss ihn als Spieler durch verschiedene gewaltlose Gefahren bringen. Wir fanden Threepwood als Namen für unser erstes Bier sehr passend, da wir Monkey Island auch sehr gern spielten.

Geschmacklich hat es eine kleine Lakritz-Note und hat durch den Bitterhopfen eine bittere Note. Mir persönlich hat das Bier gut geschmeckt, es hat nach einem Pale Ale geschmeckt und es hatte eine hübsche Farbe. Bastian mochte Threepwood nie so gern, aber das lag sicher auch daran, dass man das Bier am besten aus dem Glas trinkt, damit der Heferest in der Flasche zurück bleiben konnte.

IMG_3509Cheers!