Werksbesichtigung – Unser HUF Haus in der Produktion

Am Freitag stand ein Termin an, auf den wir uns schon lange gefreut hatten:Die Besichtigung unseres Art 2 Hauses in der Produktion im Werk in Hartenfels!
Zu dem Termin begleiteten uns meine Eltern, die seit der Channel4 Grand Designs Folge auch unbedingt unser Haus in der Produktion sehen wollten.

Überpünktlich um halb 10 waren wir im Hufdorf und nutzten auch die Gelegenheit uns noch mal mit dem für bauseitige Keller zuständigen Herrn zusammenzusetzen. Durch die Kälte der Vergangenen Tage gab es hier etwas Verzug und so wollten wir durchsprechen wann was bei uns passiert sein muss damit das Haus in KW11 dann auch gestellt werden kann. Letztendlich muss HUF halt rechtzeitig wissen, dass der Keller steht, die Maße passen und die Baustelle ansonsten vorbereitet ist (Kranstellplatz, Keller verfüllt, …), so dass die Montagekolonne nicht umsonst anreist.

Just für diesen Freitag war auch das Gießen der Bodenplatte durch Firma Knecht auf unserem Grundstück geplant. Das ist jedoch nichts geworden, durch die kalten Temperaturen (Freitags waren es bis zu -8°C) war an Beton nicht zu denken. Der neue Fahrplan für die Firma Knecht sieht vor nun am Montag die Bodenplatte fertigzustellen und dann am Donnerstag den Keller aufzubauen.Die Isolation wird allerdings wohl erst Anfang KW10 fertig.Das lässt dem Installateur für Erdung, Stadtwerken für Hausanschlüsse und Tiefbauer für’s Verfüllen nicht viel Zeit – Daher gehe ich davon aus dass der Hausaufbau sich um 1-2 Wochen verschiebt. Mal schauen was HUF dazu sagt und wie flexibel sich der Termin schieben lässt. Die entsprechenden Kollegen bei HUF waren am Freitag Nachmittag nicht mehr zu erreichen um das direkt vor Ort zu klären.

Vor dem eigentlichen Anlass des Besuchs gab’s noch etwas Zeit noch mal durch’s HUF-Dorf zu schlendern – meine Eltern waren ja zum ersten mal da – und so inspizierten wir vor allem das green[r]evolution Art 5 und erklärten den Eltern welche Details sich (hoffentlich) bei uns später auch finden lassen werden.

Die würden bei uns auch gut hinpassen...

Die würden bei uns auch gut hinpassen…

Dann zum Highlight: Wir wurden durch die Produktion geführt entlang dem Weg, den auch ein jedes HUF Haus durch die Werkshallen nehmen muss. Zu Beginn der beiden großen Hallen werden mit Hilfe automatisierter Bearbeitungsstraßen die angelieferten Balken auf Form gebracht und anschließend in Handarbeit weiterbearbeitet & Astlöcher/Fehlstellen behoben. Die Verbindungstechniken mit Nut & Feder aber auch Gewindestange & Nuss zur Sicherung kommen dem geübten IKEA-Aufbauer nicht unbekannt vor – nur dass halt der Maßstab und die Qualität deutlich vom schwedischen Blau-Gelben Anbieter abweicht. Danach geht’s weiter zum Anstrich – Interessanterweise auf einer Anlage, die für verschiedene Farben komplett gereinigt werden muss.Das Umfeld der Farbwerkstatt sieht aus, als hätte Jackson Pollock hier sein Atelier.

Jackson Pollock's Atelier

Jackson Pollock’s Atelier

Weiter ging’s an der Werkstatt für feinere Sachen wie Treppen oder Oberlicht-Einfassungen vorbei in die nächste Halle, wo das Holzpuzzle zusammengebaut wird. Aus den einzelnen Sparren werden Dach-Module zusammengebaut, Isolierung, Folie, Dampfsperre, etc. eingebaut und auch schon bereits die Innenseite der Dachflächen weiß gestrichen. Es ist beeindruckend zu sehen wie hier mit optimalen Werkzeug und optimalen Arbeitsbedingungen gearbeitet werden kann. Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass sich diese Verarbeitungsqualität auf der Baustelle erreicht werden kann.

Am Ende der Dach-Sektion sahen wir dann die ersten Lebenszeichen unseres Hauses – Auf einem Wagen stapelten sich bereits die Dachteile für „BV Stahmer“ :-)Gerade noch wurde auf eine Giebelseite die letzte Schicht Farbe aufgebracht.Anhand der Dachteile kann man sich noch kein Bild vom Haus machen aber nur ein paar Meter weiter stießen wir auf den Rest des Hauses:Unsere Giebelspitzen sind bereits fertig mit allen Glasflächen eingesetzt und auch die die großen Fensterflächen des Obergeschosses, die in den Garten und Wald schauen werden standen dort bereits größtenteils fertig. Erstmalig konnten wir also ansatzweise uns die Raumgrößen vorstellen. Die Größe der Fenster ist wirklich beeindruckend. Das wird cool!

Lisa scheint mit der Farbe der Haustür unglücklich zu sein

Lisa scheint mit der Haustür unglücklich zu sein

Wiederum ein paar Meter weiter wartete bereits das Erdgeschoss auf uns – Alle 4 Aussenwände konnten wir bereits in Augenschein nehmen. Inclusive der roten Eingangstür. Es ist schon cool nach einem halben Jahr des Planens und Kopfkinos wie denn das Haus nun werden wird jetzt auf einmal vor den schon fertigen Wänden zu stehen und die Dimensionen erfassen zu können.
Zwischen Freitag und dem Hausaufbau werden an den Wänden noch Kleinigkeiten wie Silikonfugen vorgenommen und dann werden auch diese Wände auf einen Tieflader verladen und gut verpackt.
Damit war die Führung nun auch schon vorbei, in ca. einer Stunde haben wir sehen können, was unser Haus seit ca. 4 Wochen durchgemacht hat – 4 Wochen ist wohl die typische Durchlaufzeit durch die Produktion.

Vielen Dank nach Hartenfels für den Termin – Organisation & Betreuung war wieder hervorragend!