Ein Loch!

Meine Dokumentation wäre gar nicht nötig gewesen – Unser Tiefbauer hat mustergültig mitfotografiert und mir per Mail seine Bilder zukommen lassen (und natürlich auch die Rechnung :-)) Schon am Dienstag war er fertig. Ich hatte Sorge, dass jetzt die Baugrube zuschneit aber wie man auf den Bildern sieht, taut der Schnee auf der Sauberkeitsschicht recht schnell weg.

Leider hat mich Knecht Keller schon drauf eingestimmt, dass es wg. dem Wetter etwas Rückstau bei der Abarbeitung der Aufträge geben kann, so dass man mir die Bodenplatte für kommende Woche nicht zusagen wollte.

Der Wetterbericht ist zwar nicht optimal, aber zumindest sind die Temperaturen für kommende Woche so, dass sich wohl Beton verarbeiten ließe.

Wenn’s erst Dienstag oder Mittwoch werden sollte, gäb dies auch ENCW noch etwas Zeit. Der Elektriker hat den Baustromverteiler geliefert, konnte ihn aber nicht anschließen, da die im Boden liegende Leitung nur ca. 20cm aufs Grundstück ragt. Hier muss also erst ENCW verlängern, bevor sich etwas anschließen lässt.

 

Tiefbau-Zwischenstand

Heute gibt’s keine langen Romane, dafür ein paar Bilder vom Tiefbau für’s Haus.

Morgen bereits sollen die Arbeiten vom Tiefbauer für’s erste abgeschlossen sein.
Da ich aber ab Morgen für den Rest der Woche geschäftlich unterwegs bin, musste ich heute noch mal für ein bisschen Dokumentation vorbei. Ich befürchte beim nächsten Besuch ist alles mit Schnee überdeckt – Inklusive der schon zu sehenden Sauberkeitsschicht in der Baugrube. Mal sehen ob dann Knecht Keller überhaupt weitermachen kann…

Fakten schaffen.

 

Jetzt geht’s los – Fakten schaffen. Aus dem Wolkenschloss wird seit letztem Donnerstag ein sichtbares Vorhaben – Der Tiefbauer hat mit dem Baggern der Tiefbauarbeiten für unser HUF Haus angefangen:

Hierzu gab es vor schon ca. 2 Wochen einen Vorbereitungstermin mit Tiefbauer, Kellerbauer und Versorgungsträger um das Vorhaben Tiefbau zu besprechen. Zu klären galt es wie die Leitungen für Telefon, Kabel, Strom, Wasser zum Haus geführt werden, wo die Leitungen ins Haus gehen, wie die Entwässerung liegen soll und wo die Regenwasser-Zisterne liegen soll.

In bester Fachsprache verstanden sich die Kollegen bestens a la „Auf 2,30 Meter Achse Duraflex da so rüber?“ – „Ja passt.“. Gut – Die Leute sind vom Fach und machten einen kompetenten Eindruck, so ließ ich die Herren besprechen wie am schlauesten alles zu machen sei und stellte nur sicher, dass auch meine Belange berücksichtigt sind.

Die Ersten Ergebnisse der Besprechung sind nun schon geschaffen:
Der Tiefbauer fing gestern an die Schächte für die Zuleitungen vom Hausanschlusspunkt zu ziehen um dort dann Leerrohre einzuziehen. Die Schächte sind schon mittlerweile wieder verfüllt, um die Einfahrt zu schottern, so dass auch schwereres Baugerät seinen Weg zur Baugrube finden kann.

Als wir heute Nachmittag vorbeischauten war jedoch noch der beeindruckend tiefe Schacht zum Entwässerungseinlauf zu sehen. Entgegen den Aussagen der Stadt hatte dieser Schacht noch nicht die Anschlüsse vorgesehen, so dass der Tiefbauer erstmal mit Kernbohrungen sich Zugang zum Schachtinneren verschaffen musste. Über diese Bohrungen wird aber nun Regenwasser und Abwasser eingeleitet werden.
Erschreckend ist allerdings zu sehen, wie früh der Meissel eingesetzt werden muss, um ins Erdreich zu gelangen. Mal schauen, wie die Rechnung ausfällt :-/

Just während wir da waren markierte der Tiefbauer die Ränder der auszuhebenden Baugrube für das eigentliche Haus; wenn alles nach Plan verläuft soll bereits am Dienstag alles fertig sein. Wir werden am Wochenende noch einmal vorbeischauen wie weit sie gekommen sind.

Ich bin vom Tiefbauer bislang sehr beeindruckt – Er fängt überpünktlich an (Abgesprochen war Beginn in KW7), Denkt mit („Ich hab ihnen da noch ’nen Anschluss an die Entwässerung gemacht – Sie wollen doch das Regenwasser vom Carport irgendwohin abführen?“), Dokumentiert alles mit Fotos und ist zudem noch freundlich. Wenn dann nicht bei der Rechnung das böse Erwachen kommt kann hier zumindest wohl nichts mehr schief gehen.

Bei dieser Übererfüllung des Zeitplans bin ich ja schon versucht dem Kellerbauer bescheid zu geben, dass auch hier früher angefangen werden könnte. Allerdings bin ich nächste Woche beruflich unterwegs, so dass ich keine Chance hab‘ mir dann das Gießen der Bodenplatte anzuschauen. So wird das wohl bis zur KW8 warten müssen. Das gibt auch dem E-Installateur ein bisschen mehr Flexibilität den Baustromkasten anzuschließen.

Während unseres heutigen Vor-Ort-Besuchs haben wir auch noch kurz einen Wasserzähler am Nachbarhaus angeschlossen. Unsere Nachbarn haben praktischerweise einen frostsicheren Wasserhahn an der zu uns zeigenden Hauswand, so dass wir nach Absprache von Dort unser Bauwasser beziehen können und nicht in dieser Frostperiode uns Sorgen um einen einfrierenden Bauwasser-Anschluss machen müssen…

Neben dem Highlight des Tiefbau-Starts gab’s natürlich in den letzten Wochen noch einigen Schriftverkehr mit Knecht bzgl. der Kellerpläne. Bis auf eine Kleinigkeit sind diese nun auch fertig, so dass die Kellerteile produziert werden können.
Von HUF kamen heute Pläne, die nicht mehr AP-, Dispositions, Vorab- oder Sonstwie-Pläne heißen sondern heute hieß es im Anschreiben sinngemäß „Anbei zur Info die Ausführungspläne. Änderungen nicht mehr möglich. Ihr Haus wird bereits gebaut.“
Cool 😎

In zwei Wochen sind wir dann auch noch einmal in Hartenfels um uns „unser“ Haus in der Produktion anzuschauen.

Jetzt geht’s los….

 

Tiefbau-Vorbereitungen

2013 hat begonnen und wird wohl das Jahr werden, in dem sich ein derzeit noch jungfräuliches Baugrundstück in Calw Wimberg in unser Haus verwandeln wird. Für die zweite Januarwoche rechnen wir mit der Bestätigung des Bauantrags, der uns erlauben wird das Haus wie geplant auf das Grundstück zu stellen. Hoffen wir mal dass die moderaten Ausnahmen, die wir teilweise bereits angefragt hatten (Siehe Blogeintrag „Mail von der Stadt“) und die minimalen Ergänzungen wie Überschreitung der Höhe um 6cm und eine etwas höhere Traufe nicht für Unmut sorgen. Ein Nachbar zeigte sich etwas besorgt – wir treffen uns morgen und ich bin guten Mutes, dass wenn dieser unser Vorhaben detaillierter gezeigt bekommen hat wir uns einig werden, dass unsere Maßnahmen nicht zu seinem Schaden sind. Gerade das Drehen des Dachfirstes beschert unserem Nachbarn eine freiere Sicht aus seinem Wohnzimmer.

Vor Weihnachten war der Terminkalender voll mit allem ausser Hausbau so dass es schleppend voranging. Da wir ja keinen HUF- sondern einen Knechtkeller bauen, galt es einige ToDos abzuarbeiten:

Als erstes wäre da das Keller-Ausstattungsprotokoll. Noch halb betäubt von einem Zahnarztbesuch war ich mitte Dezember in der Outletcity Metzingen, wo auch Knecht seinen Sitz hat – praktisch da nur 30 Minuten von uns entfernt und nicht wie Hartenfels mit einer Vier-Stunden-Anfahrt verbunden.
Zunächst gab es eine Führung durch die Kellerproduktion mit Armierungsstahl-Biege-und-Schweißanlagen, Beton-Rüttelplatten, Wandschalungen, …
Auch hier fühlte ich mich wieder überzeugt, dass Vorfertigung unter Fabrikbedingungen doch besser sein muss als die Arbeit in der Baugrube. Mal sehen ob sich das auch so bewahrheitet.
Auch die Möglichkeiten im Ausstattungsprotokoll waren zahlreicher als Gedacht: Sollen bereits in den Betonwänden Kabelkanäle vergossen werden oder nur Rinnen gezogen werden zum späteren verputzen? Wo sollen Porenbetonsteine in die Betonwand eingesetzt werden so dass sich später in Eigenregie Wanddurchbrüche für Kabel leisten lassen? Fenster & Lichtschächte? Isolation?
Alles was nur nach meinem Geschmack entschieden werden musste war einfach allerdings hat ja HUF auch noch ein paar Vorstellungen wo die Heizung hin soll und da zwar der Keller von Knecht ist aber von HUF eine Treppe IN den Knecht-Keller führt und auch dieser Treppenbereich von HUF ausgebaut wird, müssen die Kellerpläne auch noch mal bei HUF für Aussparungen, Durchbrüche und Maße vorbei.
Weiterhin nutzte ich die Gelegenheit die HUF-seitige PDF-Broschüre, die für Bauseitige Keller bereitgestellt wird mit dem Herrn Knecht-Ausstattungsprotokoll einmal durchzugehen um sicherzustellen, dass die Infos von HUF angekommen sind. So sind einige Details wie bspw. dass die obersten 10cm der Ausseninstallation erst nach Hausaufbau angebracht werden sollen wohl nicht usus für Fertigkeller.
Ein paar Tage nach Keller-AP erreichten mich die entsprechenden Protokolle und oh wunder – das veranschlage Budget wurde mit nur 300€ Abweichung eingehalten. Top!

Der schwierigere Punkt war und ist, dass ja so ein Keller auch irgendwo stehen muss. Vorzugsweise in einer entsprechenden Baugrube auf kapillarbrechenden Schicht, um sich herum einen Ringerder liegen hat und die Versorgungsleitungen sowie Abwasser angeschlossen ist.

Damit all das auch so passiert bietet HUF für den Tiefbau das sogenannte begleitende Projektmanagement an, die Ausschreibung solcher Gewerke gemeinsam mit Baustrom, Bauwasser, Baustellenabsicherungen, etc. koordiniert. Also das Rundumsorglos-Paket.
Aufgemerkt: Es wird lediglich die Koordination mit Ausschreibung, Terminplanung, Rechnungsprüfung, Dokumentation, … angeboten. Die Leistungen selber werden von ortsansässigen Firmen durchgeführt.
Genau dieses Projektmanagement hätten wir gerne in Anspruch genommen weil wir von all diesen Sachen genau keine Ahung haben. Als Knecht-Keller-Kunden wird uns dieser Leistungsumfang jedoch nicht angeboten.
Was kommt am nähesten an dieses Paket heran? Ein Architekt, der diese Leistungen uns anbietet. Dazu müsste man nur erstmal einen geeigneten Architekten finden.
Von ca. 30 angeschriebenen Architekten erhielten wie ca 20 Absagen weil ausgelastet oder zu weit weg, 7 antworteten nicht und 2 boten Arbeit auf Stundenbasis an. Nur ein Angebot nach Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) erreichte uns. Was man dafür aber wirklich für sein Geld bekommt ist mir noch nicht ganz klar.
Durch die Feiertage ging der Fortschritt nun schleppend voran, gab mir aber Gelegenheit noch mal über die anstehenden Arbeiten Gedanken zu machen und mittlerweile bin ich nicht mehr überzeugt, ob wir wirklich einen Architekten für die Leistungen brauchen.:
Einen Tiefbauer habe ich mir von unseren neuen Nachbarn empfehlen lassen – diese waren sehr zufrieden. Der Tiefbauer kennt also unser Baugebiet, den Boden, die Anfahrt, etc. bereits gut. Auch hat dieser bereits mit oder für Knecht gearbeitet und sowohl Herr Knecht-Ausstattungsprotokoll als auch Herr Tiefbauer erweckten den Anschein, als wenn diese keinen gesteigerten Wert auf einen zusätzlichen Architekten legen.
Somit bliebe nur noch der Anschluss an die Versorger und der Ringerder zu finden, nebst Baustellenabsicherung und natürlich der Koordination vor Ort.

Aber ist das wirklich so kompliziert und mehrere Tausend Euro Wert?
Mut macht mir René’s Artikel zu seinem Tiefbau, den er aus England „fernsteuerte“ und auch den HUF-Kriterien genügte. Auch die Bauherreninformationen die mich von den Stadtwerken Calw erreichten sehen nicht sehr Furchteinflössend aus.
Ich werde daher Herrn Architekt aus dem Musterhaus welcher ja auch unseren Bauantrag gestellt hat noch einmal konsultieren was er als Fachmann dazu sagt und worauf zu achten ist.

Morgen ist ja endlich wieder ein „normaler“ Arbeitstag so dass man einige Leute erreichen kann – nur in Hartenfels und Metzingen sind noch Betriebsferien bis nächsten Montag.
Mal sehen wie weit ich in Sachen Tiefbau noch in meiner Urlaubswoche komme.
Wünschenswert wäre dass sich Anfang Februar die Schaufeln des Tiefbau-Baggers in den Boden rammen. (Utopisch? We’ll see.)
Der diesjährige Winter darf also gerne so Mild bleiben wie er derzeit ist.

Übrigens bin ich René’s Aufruf gefolgt und hab mich auch mal auf bautagebuch-liste.de eingetragen. Mal schauen was für Heerscharen (?) an Lesern das hier hereinspült.